Karamba-Karacho in Mannheim

FOTOS: Schlager-Rocker Heino bringt Alte Seilerei zum Beben

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Heino bei seinem legendären Konzert in der Alten Seilerei in Mannheim.
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Heino bei seinem legendären Konzert in der Alten Seilerei in Mannheim.
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Heino bei seinem legendären Konzert in der Alten Seilerei in Mannheim.
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Heino bei seinem legendären Konzert in der Alten Seilerei in Mannheim.
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Heino bei seinem legendären Konzert in der Alten Seilerei in Mannheim.
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Heino bei seinem legendären Konzert in der Alten Seilerei in Mannheim.
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Heino bei seinem legendären Konzert in der Alten Seilerei in Mannheim.
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Heino bei seinem legendären Konzert in der Alten Seilerei in Mannheim.

Mannheim-Neckarau - Was für ein Abend, was für ein Auftritt! Schlager-Rocker Heino gibt bei seinem Konzert in der Alten Seilerei Vollgas und rockt seine Mannheimer Fans. Einfach legendär!

Freitagabend vor der Alten Seilerei. Kurz vor 19 Uhr kommen die ersten Besucher, einige mir Bier in der Hand, ein paar mit Wacken T-Shirts, ein paar andere mir „Motörhead“ auf der Brust: Eigentlich sieht es auf den ersten Blick wie ein ganz normaler Rockkonzert-Abend aus.

Eigentlich. Denn blonde Perücken sieht man sonst eher selten, und Sonnenbrillen an einem Abend im Oktober schon gar nicht. Aber was ist schon normal? Dass Heino jetzt Rock macht? Passt das denn zusammen: Heino und Totenköpfe? Machen wir nicht lange rum: Ja, es passt! Schon die Ankündigung ist Hinweis genug, dass es nur gut werden kann: „From Bad Münstereifel, California: Heino!“

Heino lässt die Fetzen fliegen

Und schon ist er da, der blondeste aller Volksliedsänger und gleichzeitig bekannteste aller Sonnenbrillenträger mit schwarzem Nieten-Leder-Jackett, und legt mit „Junge“ von den Ärzten („und wie Du wieder aussiehst...“) so richtig los. Und wenn er dann so dasteht, dann sieht man ihm an, dass im seine Rolle als der „Schwarze Heino“ Spaß macht. Das geht weiter bei oomphs „Augen auf!“ oder bei Grönis „Was soll das?“.

Und bei „Blau blüht der Enzian“ wurde es dann so richtig heavy – ein Lied, das er erstmals 1972 gesungen hat, 1988 nochmal als Rapversion, aber er gibt zu: „Ich bin beindruckt, wie es heute klingt.“ Ganz ähnlich kracht es bei „La Paloma“. „Das Lied ist 50 Jahre alt“ – Lachen im Publikum – „Ich kann ja nix dafür!“ Und er gibt weiter Gas, streckt die geballte Faust nach oben, und feuert sein Publikum an.

Aus seiner Liebe zu seiner Hannelore macht er auch auf der Bühne keine Geheimnis: „Auch wenn über Natascha und Frau Meyer mit Ypsilon singe (Westernhagens „willenlos“) gibt es für mich nur eine Frau: meine Hannelore. Und das schon seit 36 Jahren. Für die wahren Fans gibt es sogar Hannelore T-Shirts, und mit dem "Metal-Umlaut" schreibt es sich dann halt ‚hannelöre‘.

Meet and Greet

Große Freude auch bei Guido und Tobias, den Meet-and-Greet-Gewinnern des MANNHEIM24-Gewinnspiels, die Heino zuvor in seiner Kabine kennenlernen und mit ihm eine Runde plaudern durften – natürlich war auch seine "hannelöre" dabei. Guido hat extra nach seinem wohlverdienten Feierabend Gas gegeben und ist aus Konstanz nach Mannheim gebraust. „Sehr nett“, sagt er kurz und treffend – „der ist echt locker!“ Und wie ist er zur Musik von Heino gekommen? Ganz einfach: „Früher habe ich die Lieder bei Wanderausflügen mit meinen Freuden gesungen.“ Und Tobias, sein Bruder, fügt hinzu: „Man erkennt die rheinische frohe Art.

Und genau das kommt auch bei den Fans an. Vom ersten bis zum letzen Akkord Stimmung vom Feinsten – selten erlebt man es, dass alle, wirklich alle mitsingen, wippen und schunkeln – auch die Wacken- und motörhead-Fans. Was den Neu-Rocker auf der Bühne natürlich schwer beeindruckt: „Mensch, hier geht es ja doller zu, wie bei uns an Karneval!

Natürlich dürfen da zwei Medleys mit alten Heino-Klassikern nicht fehlen, was der Stimmung auf keinen Fall schadet, denn die Lieder kennt ja jeder und alle können weiter mitsingen.

Noch ein Kracher: „schwarzbraun ist die Haselnuss“ kam erst im Swing-Stil daher, und dann etwas im Beastie-Boys-Stil, von den Sängerinnen – alle drei mit Heino-Pailletten-T-Shirts und engen schwarzen Lederhosen – gerappt und mit verzerrten Gitarren.

Man hat ja mit viel gerechnet, aber dass Heino, der eigentlich in eine andere Schublade gesteckt wird – auch von den allermeisten seiner neuen Fans – so eine Show abzieht: damit nicht!

Zum Abschluss zeigt er noch die „Pommesgabel“, klatscht seine noch ein paar Leute in der ersten Reihe ab und verlässt strahlend mit seiner Band die Bühne.

Backstage-Überraschung

Hinter der Bühne wartete dann mit DSDS-Gewinner Severino ein ganz besonderer Gast auf Heino – das erste Wiedersehen der beiden seit dem DSDS-Finale im Mai. 

Nach herzlicher Umarmung gibt's Familienfotos mit den Ehefrauen Hannelore und Rea (die Hannelore sofort Pop-Titan und DSDS-Boss Dieter Bohlen mailt) und Heinos väterlichen Rat: „Lass Dich nicht beirren - Du gehst Deinen Weg! Lass die Vergangenheit ruhen und rede öffentlich nicht mehr darüber.“ 

FOTOS: Heino backstage mit DSDS-Gewinner Severino

Und Severino ist ganz beeindruckt: „Absoluten Respekt vor Heino! Wie er mit fast 77 Jahren mit seiner geilen Band über eineinhalb Stunden die Bühne rockt - Hut ab!“

chr/pek

Quelle: Mannheim24

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