Vogelspinne, Skorpion und Co.

Faszination Krabbeltier: Zu Besuch bei der Spinnen- und Insektenwelt

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Der Tausenfüßler fühlt sich auf der Hand an wie eine grobe Bürste. 

Mannheim-Neckarau - Das Volkshaus ist am Wochenende kein Ort für Insektenphobiker. Über 70 verschiedene Arten kann man bei der „Spinnen- und Insektenwelt“ entdecken:

Insgesamt 150 Terrarien hat Veranstalter Jeremy Leidig in seiner Sammlung. Rund die Hälfte stellt er am Wochenende im Neckarauer Volkshaus aus und gibt Einblicke in sein ungewöhnliches Hobby.

Spinnen und Insekten sind wahrlich keine Tiere, mit denen man kuscheln kann. Für viele sind sie einfach nur faszinierend, gerade auf Kinder üben die vielbeinigen Tierchen eine besondere Anziehungskraft aus.

Die Spinnen- und Insektenwelt in Mannheim

In den Terrarien sind insgesamt 70 verschiedene Arten zu sehen: Vogelspinnen, Skorpione, Heuschrecken – natürlich alle artgerecht gehalten und frisch gefüttert. „Das mache ich immer freitags vor der Ausstellung“, sagt Jeremy Leidig. In der Natur können die Tiere teils wochenlang ohne Nahrung auskommen.

Einige Arten muss man erst suchen, teilweise haben sie sich so gut versteckt, dass man sie erst garnicht findet. Andere sitzen mitten im Terrarium und warten geradezu darauf bestaunt zu werden. Der Große Asienskorpion hat sogar eine Heuschrecke zu Gast. Er scheint aber seine Ruhe haben zu wollen und geht seinem Futter erstmal aus dem Weg. 

Ein paar Terrarien ist bei den Samtschrecken gerade Paarungszeit. Gleich auf den ersten Blick sieht man drei kopulierende Pärchen: die kleineren Männchen sitzen regungslos auf den Rücken der größeren und genauso regungslosen Weibchen. So werden also die kleinen Samtschrecken gemacht!

Hobby gegen Phobie

„Vor zwölf Jahren habe ich mit meinem Vater mit dem Sammeln von Insekten angefangen“, erzählt Sammler und Veranstalter Jeremy Leidig. „Das war, um mit meiner Angst vor Spinnen klarzukommen. Dann wurde aus der Angst Faszination“. Heute besitzt er rund 1.1000 Tierchen. 

Einige holt er auch aus den Terrarien heraus und zeigt sie seinen Besuchern. Man kann sie vorsichtig berühren, oder selbst auf die Hand nehmen. Seelenruhig nimmt es die Rotknievogelspinne hin. Auf der Hand fühlt sie sich mit ihren 15 Gramm irgendwie an, wie ein Wattebausch auf ganz weichen Stelzen.

Der Tausendfüßer fühlt sich dagegen mit seinen bis zu 600 Beinen etwas an wie eine grobe Bürste, wenn er langsam an der Hand entlang krabbelt.  

Neben den Terrarien hat Jeremy Leidig auch einige Schaukästen mitgebracht: wunderschöne Schmetterlinge, schillernde Käfer und viel Wissenswertes über die ausgestellten Tiere. Eines der Präparate ist die giftigste Spinne der Welt: die Sydney-Trichternetzspinne, die nur etwas größer als ein Zwei-Euro-Stück ist.

Die Spinnen- und Insektenwelt gastiert am Sonntag noch einmal von 10 bis 18 Uhr im Volkshaus Neckarau.

chr

Quelle: Mannheim24

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