Platzverweise

Mannheim: Poser-Ansammlung auf Parkplatz – fast 100 Teilnehmer feiern laute Party

Mannheim - Die Polizei kontrolliert am Samstagabend beliebte Hotspots sowie die Poser-Szene. Dabei müssen die Beamten einige Verstöße feststellen:

Am Samstagabend (5. Juni) kontrolliert die Polizei erneut beliebte Plätze in Heidelberg und Mannheim, um auf die Corona-Regeln zu achten. In beiden Städten sind aufgrund des Unwetters nur wenige Menschen an den üblichen Treffpunkten unterwegs. In Heidelberg ist die Neckarwiese noch vor Eintreten des abendlichen Aufenthaltsverbots menschenleer. Während in Heidelberg praktisch auch keine „Poser“ festzustellen sind, sieht die Sache in Mannheim anders aus.

Mannheim: Poser-Kontrolle auf Parkplatz – Rund 100 Personen vor Ort

Dort registriert die Ermittlungsgruppe „Poser“ des Polizeipräsidiums Mannheim ab 18 Uhr ein verstärktes Aufkommen von „Posern“, die mit ihren zum Teil PS-starken Boliden auf den beliebten „Poser-Meilen“ (Kunststraße, Fressgasse, Friedrichsplatz, Friedrichsring, Kaiserring) ihre Kreise ziehen. Fast ein Viertel aller Fahrzeuge sind zu laut unterwegs, zwei Autos sind technisch verändert, wobei ein Wagen bis zum Rückbau vorübergehend aus dem Verkehr gezogen wird.

Auf dem Parkplatz eines Schnellrestaurants in der Neckarauer Straße formieren sich ab Mitternacht zu unterschiedlichen Zeiten mehrere Gruppen, die gegen 3:30 Uhr in der Spitze von nahezu 100 Personen mit rund 50 Fahrzeugen durch ihre Lautstärke für zahlreiche Anwohnerbeschwerden sorgen. Mit vielen Polizeistreifen werden die überwiegend jungen Menschen, die der „Event-Szene“ und zum Teil auch der „Poser“-Szene zuzuordnen sind, begegnet. Die Grundstimmung ist angespannt, provokativ und teilweise aggressiv gegenüber den Beamten. Ihnen allen erteilt die Polizei Platzverweise für die beliebten Treffpunkte dieser
Szene im Stadtgebiet, sodass rund eine Stunde später endlich Ruhe einkehren kann.

Mannheim/Heidelberg: Präsidiumsleiter zieht Fazit – „Aus meiner Sicht haben unsere gemeinsamen Maßnahmen…“

„Seit den Ausschreitungen auf der Neckarwiese in Heidelberg am Pfingstwochenende haben wir gemeinsam mit der Stadt Heidelberg und im Rahmen der Sicherheitspartnerschaft zwischen dem Land-Baden-Württemberg und der Stadt Heidelberg viel unternommen, um in Heidelberg gegen diejenigen vorzugehen, die Krawalle und Straftaten begehen wollen. Aus meiner Sicht haben unsere gemeinsamen Maßnahmen, von starker Polizeipräsenz, Aufenthaltsverbot auf der Neckarwiese, direkten „Gefährderansprachen“ und intensiven Fahrzeug- und Personenkontrollen zu einer deutlichen Entspannung geführt. Bei allem Engagement in Heidelberg haben wir natürlich auch Mannheim oder den Rhein-Neckar-Kreis nicht aus dem Auge verloren. Im Gegenteil, gerade auch in Mannheim mit seinen Schwerpunkten waren und sind wir präsent. Die Entspannung der Lage heißt jetzt
aber nicht, dass wir uns ausruhen dürfen, sondern dass wir die Situation nun verstetigen müssen. Die genauen Maßnahmen in Heidelberg werden wir morgen mit der Spitze der Stadt Heidelberg besprechen“, so der aktuelle Leiter des Polizeipräsidiums Mannheim, Polizeivizepräsident Siegfried Kollmar.

„Wir als Polizeipräsidium Mannheim werden die Maßnahmen für Heidelberg in ein Gesamtkonzept einbringen, das natürlich auch die Belange der Mannheimerinnen und Mannheimer sowie der Bewohner des Rhein-Neckar-Kreises berücksichtigt“, so Kollmar weiter.

Die Bilanz des Abends von Samstag auf Sonntag:

Heidelberg

  - Kontrollierte Fahrzeuge: 45

  - Kontrollierte Personen: 70

  - Ordnungswidrigkeiten: 1 (Erlöschen der Betriebserlaubnis)

Mannheim

  - Kontrollierte Fahrzeuge: 60, davon 26 „Poser“

  - Kontrollierte Personen: 90

  - Ordnungswidrigkeiten: 8 (6x Unnötiger Lärm; 2x Erlöschen der
    Betriebserlaubnis; ein Fahrzeug wurde sichergestellt)

  - Platzverweise: 120

(pol/jol)

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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