Polizei will „Gehabe“ eindämmen

Der Poser-Wahnsinn geht weiter: Unbelehrbare Auto-Prolls fordern Polizei heraus!

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Trotz intensiver Kontrollen und der Aufhebung zahlreicher Betriebserlaubnisse besteht das Poser-Problem weiterhin.

Mannheim - Immer wieder fallen rücksichtslose Poser durch lautes Beschleunigen und gefährliche Überholmanöver in Mannheim negativ auf. Die Polizei will den Auto-Prolls das Handwerk legen:    

Weekend is Poser-Time! Am Wochenende (12. bis 14. Juli) haben sich die Poser in der Region einmal wieder die Klinke in die Hand gegeben. Trotz zahlreicher Kontrollen und beschlagnahmten PS-Monstern lassen sich die gefährlichen Möchtegern-Rennfahrer nicht abschrecken und terrorisieren weiterhin Anwohner, Fußgänger und gesittete Verkehrsteilnehmer – vor allem in Mannheim in den Quadraten. 

Bereits am Freitagabend fällt ein BMW-Fahrer in der Mannheimer Innenstadt negativ auf. Der 24-jährige Ludwigshafener lässt auf dem Luisenring sein aufgemotztes Auto in nerviger Poser-Manier aufheulen und beschleunigt mehrfach stark, wobei das Heck des BMW wiederholt kurzzeitig ausbricht. Auf der Kurt-Schumacher-Brücke wird eine Polizeistreife auf das sowohl peinliche als auch gefährliche Gehabe des Ludwigshafeners aufmerksam und folgt dem Poser

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Mannheim: Poser wird von Polizei erwischt

Erst auf der anderen Rheinseite, in der Wahlheimat des 24-Jährigen in Ludwigshafen, kann er von den Beamten gestoppt werden. Bei der Fahrzeugkontrolle entdeckt die Polizei Mannheim zudem technische Änderungen am BMW, wodurch die Betriebserlaubnis des Autos hinfällig ist. Außerdem bestehen berechtigte Zweifel an der Fahreignung des jungen Mannes. Aus diesem Grund wollen die Beamten - wie vor einiger Zeit angekündigt - die Führerscheinstelle informieren, damit ein möglicher Entzug der Fahrerlaubnis geprüft wird – und dieser gleicht für so einen Auto-Proll einer Kastration.

Mannheim: Poser muss zum „Idioten-Test“

Auf Anfrage von MANNHEIM24 beschreibt das Polizeipräsidium Mannheim das Prozedere folgendermaßen: Der Poser muss sich einem medizinisch-psychologischen Gutachten unterziehen. Im Volksmund wird diese Prüfung auch gerne als „Idioten-Test“ bezeichnet. Sofern der Raser zur Führung eines Fahrzeugs als ungeeignet bewertet wird, kann sein Führerschein langfristig eingezogen werden.

Der Poser ist über das Vorgehen der Behörden informiert und aufgefordert worden, sein Fahrverhalten umgehend einzustellen. Gleichsam wird der Fahrer ausdrücklich gewarnt, dass die Polizei bei der Verkehrsüberwachung auf sein Fahrzeug achten werde. „Wir wollen dieses gefährliche Poser-Gehabe möglichst schnell und konsequent eindämmen“, so Polizeidirektor Dieter Schäfer, Leiter der Verkehrspolizei Mannheim.  

Übrigens: Wilde Verfolgungsjagd in Ludwigshafen: Irrer Benz-Fahrer gefährdet Menschenleben.

Mannheim: Poser an illegalem Autorennen beteiligt? 

Das diese Maßnahmen nicht von heute auf morgen zum gewünschten Erfolg führen zeigt ein weiterer Fall eines 21-jährigen AMG-Mercedes-Fahrers aus Mannheim. Der Mannheimer Poser steht in Verdacht ein illegales Autorennen durchgeführt zu haben, nachdem er am Sonntag gegen 23:30 Uhr einer Polizeistreife am Kaiserring aufgefallen ist. Die Beamten des Polizeireviers Mannheim-Oststadt können beobachten, wie der Poser bei der weiteren Fahrt über den Friedrichsring, Goethestraße, Renzstraße bis zur Friedrich-Ebert-Brücke seinen Boliden exzessiv beschleunigt. Zu allem Überfluss wechselt der Poser auch noch rücksichtslos die Fahrstreifen bei hoher Geschwindigkeit. 

Zeugen und Geschädigte, die durch die Fahrweise des 21-Jährigen gefährdet wurden, werden in diesem Fall gebeten, sich unter Telefon 0621/174-3310 beim Revier Oststadt zu melden.

Poser in Mannheim: Unbelehrbare spielen mit Menschenleben 

Immer wieder spielen junge Männer „Need for Speed“ mit ihren Protz-Karren in Mannheim und überschätzen ihre „Fahrkünste“ maßlos. Dadurch entstehen vermeidbare Unfälle, bei denen die PS-Schleudern zu Schrott gefahren werden. Zuletzt hat es einen sündhaft teuren Nissan GT-R auf der Kurt-Schumacher-Brücke in Richtung Mannheim erwischt.

Doch nicht immer bleibt es bei erheblichen Sachschäden. Im Juni verliert ein BMW-Fahrer (25) beim starken Beschleunigen aus der Kunststraße heraus vor dem Wasserturm ebenfalls in Mannheim die Kontrolle über sein Fahrzeug. Dabei erfasst er einen 31-jährigen Fußgänger und verletzt ihn schwer. Der fahrlässige Unfall bildet den Startpunkt für das verschärfte Vorgehen der Behörden.  

Denn trotz intensiver Kontrollen und der Aufhebung zahlreicher Betriebserlaubnisse für manipulierte Protz-Karren besteht das Problem mit unverantwortlichen Posern weiterhin.

Mannheim: Auch für E-Scooter-Rowdys beginnt das Zittern: Polizei will hart durchgreifen!

Auch unverantwortliches Fahren auf winzigen zwei Rädern kann gefährlich sein. Aufgrund vielfach beobachteter Verkehrsdelikte und vermehrten Unfällen will die Polizei Mannheim nun hart durchgreifen und kündigt für Mannheim eine intensive Kontrollwoche bezüglich E-Scooter-Rowdys an.  

Mit Polizei auf Poser-Jagd: Sie sorgen für Ruhe im PS-Stall!

pol/esk 

Quelle: Mannheim24

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