Landgericht Mannheim

Prozessauftakt gegen Bier-Steuerhinterzieher

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Im Landgericht Mannheim geht es bis Anfang September um hinterzogene Biersteuer (Symbolfoto).

Mannheim – Ungewöhnlicher Fall am Landgericht: Am Dienstag begann der Prozess gegen fünf Männer, die millionenfach Steuern am Fiskus vorbeigeschleust haben sollen – Biersteuern …

Mit der Verlesung der Anklage hat am Dienstag vor dem Mannheimer Landgericht ein Prozess um millionenfache Steuerhinterziehung einer Karlsruher Brauerei begonnen. 

Die fünf ehemaligen Geschäftsführer sollen den Empfang von Bierlieferungen bestätigt haben, die es so aber gar nicht gab: Rund 70 Millionen Liter Bier gingen gar nicht erst an die Brauerei, sondern wurden stattdessen in Großbritannien auf dem Schwarzmarkt verkauft. Zwischen Juli 2012 bis Januar 2013 wurden laut Staatsanwaltschaft mehrere tausend solcher Scheinlieferungen abgewickelt. 

Der Steuerschaden liegt bei rund zwölf Millionen Euro!

Bei dem illegalen Deal hatten französische Lieferanten ihr Bier von ihrem sogenannten Steuerlager zum Schein an das deutsche Unternehmen und dessen Steuerlager verkauft und so keine Biersteuer zahlen müssen. Steuerlager sind Lagerstätten von Waren, die erst dann steuerpflichtig werden, wenn sie in den freien Verkehr kommen. Eine Lieferung von Steuerlager zu Steuerlager ist steuerfrei – auch zwischen EU-Mitgliedsstaaten. 

Die Haupttäter, die in Frankreich und England sitzen, stehen nach Angaben der Staatsanwaltschaft in ihren Heimatländern vor Gericht.

Für den Prozess in Mannheim sind bis 3. September noch 16 weitere Verhandlungstage angesetzt. Im Fall einer Verurteilung droht den Angeklagten eine Haftstrafe.

dpa/rmx

Quelle: Mannheim24

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