Nach skrupelloser Brandstiftung

,Altes Relaishaus‘: Keine Zwangsversteigerung möglich!

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Das ,Alte Relaishaus‘ nach dem Brand.

Mannheim-Rheinau - Das ,Alte Relaishaus‘ – beziehungsweise das Geschehen um es herum – ist immer wieder für eine Überraschung gut. Jetzt wird der Schuldner aktiv:

Das ,Alte Relaishaus‘ in Mannheim-Rheinau wird doch nicht zwangsversteigert. Somit sind auch die Pläne, aus ihm eine Polizeistation zu machen, über den Haufen geworfen.

Der Schuldner kam unerwartet auf andere Weise seinen Verpflichtungen nach“, so Rico Fischer, Pressesprecher der Sparkasse Rhein-Neckar-Nord

Die Feuerwehr muss ihre Kräfte bündeln...

Eine Zwangsversteigerung durch die Bank sei somit nicht mehr nötig – beziehungsweise rechtlich gar nicht mehr möglich. Eine Entwicklung, so Fischer weiter, die man nicht vorhergesehen habe.

... und sich nah an den Brandherd begeben.

Das denkmalgeschützte Haus, das 2015 von seinem Eigentümer, Peter M., und drei seiner Mitarbeiter abgefackelt wird, trägt bei dem Brand einen Schaden von 250.000 Euro davon. Der Marktwert der Immobilie, so Fischer auf Anfrage von MANNHEIM24, liege bei 120.000 Euro.

Was nun mit dem Gebäude passieren wird, ist ungewiss. „Das liegt im Ermessen des Eigentümers“, so der Pressesprecher.

Hintergrund

Am 21. Oktober 2015 brennt es gegen 2 Uhr im ‚Alten Relaishaus‘. Der Dachstuhl steht komplett in Flammen, 20 Personen müssen aus dem Nachbarhaus evakuiert werden. Der Schaden: 250.000 Euro. Peter M.s Forderung von der Versicherung: 500.000 Euro.

Relaisstraße: Großeinsatz für Feuerwehr

Auf Nachfrage äußert sich die Staatsanwaltschaft am 11. November 2015 zur Ursache des Brandes: „Wir warten noch auf das Ergebnis des Gutachters, aber wir gehen von Brandstiftung aus“, sagt eine Sprecherin. 

Auch lange nach dem Brand ist das Haus noch einsturzgefährdet.

Am 20. Januar 2016 verhaftet die Polizei den Eigentümer und drei seiner Angestellten – sie sollen das Feuer gelegt haben, um Geld von der Versicherung zu bekommen! Der Besitzer Peter M. hat zu dem Zeitpunkt fast eine Million Euro Schulden.

Arbeiten an ‚Relaishaus-Ruine‘ beginnen

Ein Jahr später, am 25. Oktober 2016, fällt das Urteil gegen das Quartett. Der Hauptangeklagte Peter M. muss für acht Jahre ins Gefängnis. Auch seine Komplizen erwarten saftige Haftstrafen

Heinz Dieter W. bekommt fünf Jahre, Michael D. erhält eine Jugendstrafe von zwei Jahren auf Bewährung und Laura H. ein Jahr und drei Monate auf Bewährung.

gs/dh

Quelle: Mannheim24

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