Geknebelt, geschlagen, erstickt

Opfer (†27) zu Tode gequält: Prozessauftakt gegen Killer-Paar aus Burgstraße

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In diesem Haus in der Burgstraße soll das Paar den 27-Jährigen getötet haben. (Archivbild)

Mannheim-Schwetzingerstadt - Sie haben ihr Opfer geschlagen und geknebelt, bis es anschließend erstickt ist! Jetzt steht das Paar vor Gericht:

Es ist eine Tat, die schockiert: Ein Pärchen quält am 4. August 2017 ihren Bekannten nach einer Drogennacht im Rausch zu Tode! 

Am Mittwoch (3. Mai) steht das Paar wegen Mordes und Totschlags vor Gericht: Beim Prozessauftakt wollen beide Angeklagte keine Angaben machen – weder zur Tat noch zu ihrer Person! 

Antrag auf Ausschluss der Öffentlichkeit 

Kurz nach Auftakt der Hauptverwaltung stellt der Verteidiger der Angeklagten Hoseanna O. (33) einen Antrag auf Ausschluss der Öffentlichkeit. Der Grund: Die Angeklagte wolle nicht, dass ihre Krankengeschichte in der Öffentlichkeit diskutiert werde. Sie leide an an einer chronisch schizophrenen Erkrankung und ist zur Zeit in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht.  

Der vorsitzende Richter Rackwitz entscheidet, noch bevor der erste Zeuge geladen wird, dem Antrag für die komplette Dauer der Hauptverhandlung stattzugeben, da die Schuldunfähigkeit der Angeklagten und somit auch ihre Krankengeschichte eine große Rolle im Prozess spielen wird.   

Hoseanna O. hat die Tat bereits im Vorfeld gestanden. Der 44-Jährige Peter F. hat zur Tat zwar mehrfach ausgesagt, sie aber nicht eingeräumt. Er ist zur Zeit in einer Justizvollzugsanstalt untergebracht.

Das Tötungsdelikt in der Burgstraße

Die brutale Tat

So stellt der Staatsanwalt die Tat dar: Am 3. August 2017 treffen sich die Angeklagten Hoseanna O., Peter F. und das Opfer in der Wohnung der Angeklagten in der Burgstraße. Sie trinken und berauschen sich an Amphetaminen. Die Angeklagte soll kurze Zeit vorher ihre Medikamente abgesetzt haben – dies soll im Kombinationen mit dem Rauschgift einen psychotischen Schub ausgelöst haben.  

Am Vormittag des 4. August soll Peter F. der Angeklagten dann gesagt haben, dass das 27-jährige Opfer sie beide töten wolle. Dann wolle der 27-Jährige Suizid begehen. Hoseanna O. glaubt ihm. Das Opfer klettert erst aus dem Fenster und klettert dann wieder in die Wohnung. Es entbrennt ein Streit zwischen den Dreien. Im weiteren Verlauf fesseln die Angeklagten das Opfer auf einem Schlafsofa. Das Opfer fleht sie an, gehen zu dürfen. Das Paar stopft ihm eine Socke in den Mund und klebt ihn mit Kreppband zu. 

Hoseanna O. soll Peter F. mehrmals gefragt haben, ob das Opfer denn noch atmen könne. Er soll geantwortet haben, dass er ja durch die Nase atmen könne. Irgendwann zwischen 17:30 Uhr und 23 Uhr am 4. August erstickt der Mann. Die Polizei kann nur noch seine Leiche bergen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Paar vor, „den Tod des 27-Jährigen billigend in Kauf genommen“ zu haben. 

Die Gerichtsmedizin stellt bei der Obduktion mehrere Hämatome am Kopf und Körper des 27-Jährigen fest. Dies lässt darauf schließen, dass das Opfer auch geschlagen wurde. 

Am 16. Mai wird der Prozess fortgesetzt. Das Urteil soll voraussichtlich am 13. Juni 2018 fallen.

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jab/kp

Quelle: Mannheim24

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