In Erlöserkirche

Bewegende Trauerfeier für Wolfgang Raufelder (†59)

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Ministerpräsident Kretschmann lobt Wolfgang Raufelder (†59) als „Ausnahmepolitiker“.

Mannheim-Seckenheim – Schmerz und Betroffenheit sind kaum in Worte zu fassen – die bewegende Trauerfeier für Wolfgang Raufelder (†59) mit Landesvater Kretschmann in der Erlöserkirche.

Die Erlöserkirche in der Seckenheimer Hauptstraße 135 ist am Mittwoch bis zum letzten Platz gefüllt – die bewegende Trauerfeier für den beliebten GRÜNEN-Stadtrat und Landtagsabgeordneten Wolfgang Raufelder (†59).

Außer den Hinterbliebenen ist fast der komplette Mannheimer Gemeinderat da, erweist Raufelder die letzte Ehre. Auch zahlreiche (Partei-)Freunde und langjährige Weggefährten versammeln sich in stillem Gedenken in der Kirche.

Gänsehaut als Raufelders Tochter Leonie ans Mikrofon tritt: „Vor zweieinhalb Jahren stand ich das letzte Mal hier oben – zu meiner Konfirmation. Auch damals habe ich mir Psalm 23 ausgesucht.  Meine Papa war ein Mensch, der für die Politik lebte. Am Schluss überwiegten die Zweifel an seinem gesundheitlichen Zustand. Ich danke Euch allen von Herzen für Euren Trost und Eure Unterstützung.“ 

Bilder von der Trauerfeier für Wolfgang Raufelder (†59)

Neben GRÜNEN-Stadtrat Dr. Raimond Fojkar gehört auch Raufelders Parteifreund und baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann zu den Rednern. 

Der Tod von Wolfgang Raufelder ist ein schrecklicher und unwiederbringlicher Verlust! Die Nachricht von seinem schmerzhaften und einsamen Tod hat uns zutiefst erschüttert. Es war ein Schock! Wolfgang war ein Ausnahmepolitiker, das perfekte Abbild eines Volksvertreters. Er war populär, aber nie populistisch...  Wolfgang war ein Schaffer, hat trotz seines gesundheitlichen Zustands bis zuletzt ein großes Arbeitspensum auf sich genommen.  Die ganze Landesregierung ist ihm dankbar für seine Verdienste. Wir werden diesen feinen Menschen sehr vermissen“, so Landesvater Kretschmann.

Auch Mannheims OB Dr. Peter Kurz (SPD) spricht zur Trauergemeinde, findet mahnende Worte: „Wolfgang Raufelder war alles andere als ein Lautsprecher. Seine Liebe zur Stadt, seine Beharrlichkeit und sein glaubwürdiges Engagement wirkten im Gemeinderat und darüber hinaus“, so ein sichtlich bewegter Kurz. „Plötzlich ist alles vorbei. Wolfgang Raufelder ist aus dem Leben geschieden. Der Freitod eines Angehörigen oder Freundes zählt zu den schmerzlichsten Erfahrungen, die gemacht werden. Gewissheit oder sichere Antworten wird es schwerlich geben.

Erwartet wird von Politikern, dass sie möglichst mit Taten, auf jeden Fall mit Worten, den Dingen einen Sinn geben und Orientierung schaffen. Das ist eine Überforderung, die schmeichelt und gleichzeitig Kraft kostet. In einer Gesellschaft, in der der Druck zur Selbstoptimierung immer mehr zunimmt und Verletzbarkeit schnell thematisiert und deshalb besser nicht gezeigt werden soll, kann jede Einschränkung ernsthaft belasten. Und die Einschränkungen nahmen zu. [...] Die Einschränkungen, das daraus folgende Leiden und das uns so betroffen machende Ende sollen uns aber nicht den Blick verstellen auf sein Leben insgesamt und die Dankbarkeit für seine Beiträge, sein Engagement, seine Bestärkung von Anderen“, so die eindrücklichen Worte von Kurz, der den Verstorbenen im Jahr 1983 kennenlernte.

Rathaus und Landtag trauern um Wolfgang Raufelder (†59) 

Auf sein Scherzen und Lachen werden wir verzichten müssen. Aber ob wir an Gott glauben oder nicht, so wünschen wir uns trotzdem Erlösung für Wolfgang“, schließt GRÜNEN-Stadtrat Dr. Raymond Fojkar als letzter der drei Redner.

Den eigentlichen Gottesdienst vor rund 600 Anwesenden gestalteten die Gemeindediakonin Claudia Krüger und Pfarrer Helmut Krüger, die Predigt hält Dekan Ralph Hartmann. Nach 80 Minuten sprechen die drei Geistlichen gemeinsam das Vaterunser und den abschließenden Segen.

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Raufelder war am Morgen des 28. November 2016 von einem Spaziergänger am Brühler Rheinufer auf einer Steintreppe gefunden worden – er hatte sich selbst das Leben genommen (WIR BERICHTETEN).

GRÜNEN-Politiker Wolfgang Raufelder (†59) tot

Raufelders Familie bittet statt Kränzen und Blumen unter dem Stichwort „Wolfgang Raufelder“ um Spenden an:

  • BUND Mannheim, IBAN DE58 6705 0505 0030 2944 83 
  • FREEZONE Mannheim, IBAN DE74 6709 0000 0060 0954 00 oder 
  • CLARA, Ökumenischer Jugendhospizdienst Mannheim, IBAN DE58 6705 0505 0030 1502 44

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pek

Quelle: Mannheim24

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