Fahrgäste in Gefahr gebracht?

BILD-Bericht: Neue Vorwürfe im RNV-Skandal

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Bericht über neue Vorwürfe gegen die RNV (Symbolfoto)

Mannheim - Ein Ex-Mitarbeiter erhebt schwere Rassismus-Vorwürfe gegen die RNV. Jetzt äußert er gegenüber der BILD-Zeitung, dass auch Fahrgäste in Gefahr gebracht worden sein sollen.

Es sind schwerwiegende Vorwürfe, die ein entlassener Mitarbeiter der RNV gegen seine ehemaligen Kollegen erhebt: Nazi-Sprech, offene und unverhohlene Hetze gegen Ausländer samt Hitlergruß – auch von sexuellem Missbrauch ist die Rede. 

Beweisen will der Ex-RNV-Mitarbeiter das mit Videoaufnahmen aus dem Zeitraum von April 2015 bis Februar 2016.

Doch gegenüber der BILD äußert der ehemalige Fahrer jetzt weitere Vorwürfe, die den Skandal um die Verkehrsbetriebe weiter verschärfen könnten.

Laut Bericht habe der ehemalige RNV-Mitarbeiter mit Migrationshintergrund viele Anfeindungen durch Kollegen ertragen müssen. Das sei sogar so weit gegangen, dass er in der Zentrale auf ein falsches Gleis geleitet worden sei, wodurch die Sicherheit der Fahrgäste gefährdet worden sei. 

>>> Zum BILD-Bericht

Die RNV hatte am Freitag mit einer Pressekonferenz auf die ersten Vorwürfe reagiert. Wie der technische Geschäftsführer Martin in der Beek erklärte, habe der ehemalige Mitarbeiter im Mai 2016 in einem Gespräch mit Unternehmensvertretern auf „Unregelmäßigkeiten mehrerer RNV-Mitarbeiter“ hingewiesen und belastendes Videomaterial aus Aufenthaltsräumen und Fahrzeugen des Unternehmens gezeigt. 

Seinem Angebot, der RNV das Material zur Auswertung zur Verfügung zu stellen, sei er auch nach mehrfacher Kontaktaufnahme seitens des Unternehmens nicht nachgekommen.

Im April 2017 bekommt das Unternehmen den Hinweis, das auf Youtube belastendes Material veröffentlicht worden sei. Konkret ging es um offene Hetze gegen Ausländer und auch von sexuellem Missbrauch war darin die Rede gewesen. Dieses Material wurde gesichert und seitdem von Experten gesichtet und ausgewertet.

Wir können versichern, dass auch wir sehr an einer nachhaltigen Aufklärung der Vorfälle interessiert sind“, so in der Beek bei der Pressekonferenz.

Hintergrund

Der Ex-Mitarbeiter der RNV arbeitete von 2005 bis 2016 als Fahrer bei den Verkehrsbetrieben. In diesem Zeitraum war der Mann mehrmals „durch Verfehlungen im Kundenbereich, auch gegenüber Behinderten aufgefallen“. Im Frühjahr 2017 folgte seine Entlassung.

Die RNV hat rechtliche Mittel eingeleitet und seine Video-Mitschnitte an die Staatsanwaltschaft übergeben. Er will sich aufgrund der illegal entstandenen Aufnahmen selbst anzeigen.

kab

Quelle: Mannheim24

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