„In der Nähe von Totengräbern der Demokratie“

Ex-Bundespräsident Wulff übt massive Kritik an Naidoo

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Mannheim - Die Zahl der Kritiker wächst immer weiter. Nun äußerte sich der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff zu Naidoos Skandal-Song „Marionetten“ – und findet klare Worte.

Mit dem Song „Marionetten“ auf ihrem neuen Album „MannHeim“ sorgen die Söhne Mannheims und Xavier Naidoo für bundesweite Aufregung, gerieten massiv in die Kritik.

Das ging so weit, dass sich Mannheims Stadtspitze gezwungen sah, das Krisengespräch mit den Musikern zu suchen – Oberbürgermeister Peter Kurz forderte Aufklärung über „antistaatliche Aussagen“ der Gruppe.

Die folgte in Form von von zwei Erklärungen, die die Künstler auf ihrer Facebook-Seite veröffentlichten.

>>> „Bewusst überzeichnet“ – Naidoo verteidigt Skandal-Song

Für die Stadt Mannheim haben die Musiker damit ‚Buße‘ getan, in einer Stellungnahme positionierte man sich hinter Naidoo und den Söhnen. „Im Augenblick ist ein wichtiger Schritt gegangen, sodass wir nichts aufkündigen“, so Oberbürgermeister Peter Kurz (SPD).

>>> SO denken die Mannheimer über ihre Söhne!

In einem Interview des Mannheimer Morgen findet Ex-Bundespräsident Christian Wulff (57) nun deutliche Worte und reiht sich in die Riege der Kritiker ein: Er begibt sich in die Nähe von Totengräbern der Demokratie, in die Nähe des Hasses, so Wulff. 

Naidoo verfüge als erfolgreicher Musiker über viel Macht. „Und wer über viel Macht verfügt, der hat auch viel Verantwortung.“ Dieser werde der Sänger aber so nicht gerecht. 

>>> Das ganze Interview mit Christian Wulff findest Du HIER!

Unterdessen distanzierten sich die Radiosender NDR 2 und Bremen Vier distanzierten sich von Konzerten mit Naidoo.

>>> „Marionetten“: DAS ist der umstrittene Text!

>>> „Hurensöhne Mannheims“: Böhmermann-Parodie auf Naidoo

rob/dpa

Quelle: Mannheim24

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