Gemeinderat stimmt ab

Zu hohe Mieten in Mannheim: So will die Stadt gegensteuern

+
Die Stadt Mannheim will der Entwicklung der steigenden Mietpreise entgegensteuern.

Mannheim - Die Mieten schnellen in die Höhe. Das ist eine Entwicklung, die sich besonders auf dem großstädtischen Wohnungsmarkt bemerkbar macht. So will die Stadt gegensteuern:

Das Problem ist längst in der gesellschaftlichen Mitte angekommen. Für viele Haushalte ist es zunehmend schwieriger, geeigneten Wohnraum zu finden. Ein Rechtsstreit könnte die Situation weiter befeuern.

Die Stadt Mannheim entschied bereits Juni 2017, dass zukünftig 30 Prozent aller neu gebauten Wohnungen in Mehrfamilienhäusern (ab zehn Wohneinheiten) als preisgünstige Mietwohnungen angeboten werden müssen. Anfang Mai soll der Gemeinderat über das Vorhaben abstimmen.

Wir haben ein Modell erarbeitet, das auch Durchschnittsverdiener in die Lage versetzen soll, attraktive Neubauwohnungen anzumieten. Hierbei liegen uns die Familien besonders am Herzen“, so Baubürgermeister Lothar Quast. 

Die Regelung soll gelten, wenn für die Immobilie ein neues Baurecht notwendig ist oder ein städtisches Grundstück entwickelt werden soll.

Ohne bürokratische Hindernisse für Mieter 

Die Quote von 30 Prozent kann sowohl in Form geförderter, als auch durch die Erstellung so genannter freifinanzierter Mietwohnungen erfolgen.

Dieses Modell soll ohne besondere bürokratische Hindernisse umgesetzt werden, sagt die Stadt. Ähnlich wie bei einer üblichen Anmietung weist der Mieter gegenüber dem Vermieter sein Einkommen nach. 

Der Vermieter wiederum meldet der Verwaltung per Formblatt die Einhaltung von Einkommensgrenze sowie preisgünstiger Miete. 

Ab 7,50 Euro pro Quadratmeter

Konkret soll diese mit 7,50 Euro pro Quadratmeter starten. Dabei liegt die Einkommensgrenze bei einem Einpersonenhaushalt bei 47.600 Euro Bruttojahreseinkommen (Dreipersonenhaushalt: 76.500 Euro). Für jedes weitere Familienmitglied steigt die Einkommensgrenze um 9.500 Euro brutto jährlich. 

pm/gs

Quelle: Mannheim24

Mehr zum Thema

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.