Opfer (†68) starb im Krankenhaus

Tödlicher Angriff vor Hotel – Urteil gefallen! 

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Am Landgericht Mannheim fällt heute das Urteil. (Archivfoto)

Am Landgericht Mannheim läuft der Prozess gegen den Mann, der im Juni 2015 einen Rentner so brutal geschlagen haben soll, dass er später im Krankenhaus verstarb. Heute ist das Urteil gefallen: 

Update vom 17. April 12:45 Uhr: Wegen Körperverletzung mit Todesfolge hat das Landgericht Mannheim einen 30-jährigen Mann zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt. Wie der Vorsitzende Richter am Mittwoch sagt, war der heute 30 Jahre alte Angeklagte im Juni 2015 mit einem Rentner vor einem Mannheimer Hotel zusammengestoßen. Dabei sei sein Handy zu Boden gefallen. Nach kurzem Streit habe der Angeklagte dem 68 Jahre alten Mannheimer einen heftigen Schlag in das Gesicht versetzt. 

Der Rentner sei „ungebremst“ zu Boden gestürzt und habe schwere Verletzungen erlitten. An den Spätfolgen starb er wenige Tage danach. Der junge Mann ergriff danach die Flucht, stellte sich aber später. Das wirkte sich nach Angaben des Gerichts positiv auf das Urteil aus. Außerdem habe die juristische Aufarbeitung zu lange gedauert, wie der Vorsitzende Richter sagte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Update vom 17. April um 7:30 Uhr: Heute soll am Mannheimer Landgericht das Urteil gegen den 30-jährigen Angeklagten fallen. Der Strafrahmen für Körperverletzung mit Todesfolge liegt bei 3 bis 15 Jahren. Das Urteil wird gegen 11 Uhr erwartet.

Das Landgericht Frankenthal leitet die Ermittlungen in einem weiteren schrecklichen Fall in Ludwigshafen: Wurde ein Kind in einer Kita missbraucht? 

Anwälte halten Plädoyers im Prozess um tödliche Attacke

Update vom 15. April um 15 Uhr: Am Mannheimer Landgericht haben die Anwälte heute ihre Plädoyers gehalten. Der Oberstaatsanwalt Peter Lintz fordert eine Mindeststrafe von drei Jahren Haft. Der Verteidiger von Fatih D. fordert eine Strafe von zwei Jahren auf Bewährung. Am Mittwoch (17. April) soll das Urteil gegen den Angeklagten fallen!

Tödliche Attacke in Mannheim: Angeklagter stellt Schlag als Notwehr dar

Update, 12 Uhr: Fatih D., Angeklagter im Prozess um dem tödlichen Angriff vor einem Hotel in Mannheim, hat seinen brutalen Schlag gegen einen Rentner als Notwehr dargestellt. Er habe im Juni 2015 im Gedränge einen Hieb auf der Schulter gespürt und sein Handy sei zu Boden gefallen, sagt der 30-Jährige vor dem Landgericht Mannheim. Außerdem sei er beleidigt worden. Um Distanz zu schaffen habe er ausgeholt und dem Mannheimer mit der geöffneten Hand ins Gesicht geschlagen. „Ich wollte nur bewirken, dass er mir nicht zu nahe kommt“, erklärt Fatih D – es sei nur eine „Backpfeife“ gewesen. Sein Gegenüber sei zwei, drei Schritte zurückgestolpert und zu Boden gestürzt. Fatih D. sei geflüchtet. 

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Der 68-Jährige wird durch den Sturz am Friedrichsring in Mannheim am Auge schwer verletzt und erleidet eine Gehirnblutung, durch die er ins Koma fällt. Wenig später stirbt er an einer beidseitigen Lungenentzündung. In der Anklage ist am Donnerstag von einem Schlag mit der rechten Faust auf die linke Gesichtshälfte die Rede. Dabei sei der linke Augapfel des Rentners durch eine zerbrochene Brille so verletzt worden, dass der Verlust des Sehvermögens befürchtet werden musste. Es handele sich bei der Tat um eine Körperverletzung mit Todesfolge, betont der Staatsanwalt. Von den tragischen Folgen seiner „Backpfeife“ habe erst durch die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ erfahren, sagte der Angeklagte. Daraufhin hatte er sich gestellt.

Mannheim: Tödlicher Angriff vor Hotel – Prozess gegen Schläger

Es war ein heruntergefallenes Handy, das zu der brutalen Attacke im Juni 2015 in Mannheim geführt haben soll. Jetzt steht der Handybesitzer vor Gericht. Er soll am Friedrichsring einen 68-jährigen Mannheimer so brutal angegriffen haben, dass er an der Folge der Attacke im Krankenhaus verstarb. Der Prozess beginnt am Donnerstag um 9 Uhr vor dem Landgericht Mannheim. Wegen einer Erkrankung des Verteidigers konnte das Verfahren nicht wie geplant bereits letzte Woche eröffnet werden.

Brutaler Schlag in Mannheimer Innenstadt: Rentner stirbt in Krankenhaus

Der 1989 geborene mutmaßliche Täter Fatih D. stößt laut Anklage im Juni 2015 vor einem Hotel in Mannheim mit dem 68-jährigen Rentner zusammen, wobei sein Handy auf den Boden fällt. Nach einem kurzen Streit sei der Angeklagte auf den Mannheimer zugelaufen und habe ihm mit der Faust einen heftigen Schlag ins Gesicht versetzt. Das Opfer stürzt nach Darstellung der Staatsanwaltschaft Mannheim zu Boden und schlägt mit dem Kopf auf dem Gehweg auf – der Schläger flüchtet. Der 68-jährige erleidet bei der brutalen Attacke in der Mannheimer Innenstadt eine Hirnblutung und fällt zwei Tage später ins Koma. Mitte August 2015 stirbt der Rentner an einer Lungenentzündung. 

Tödliche Attacke in Mannheim: Sendung „Aktenzeichen XY“ setzt Schläger unter Druck

Im Oktober 2016 wird der Fall des getöteten Rentners in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ vorgestellt, ohne dass ein Phantombild gezeigt wird. Zwei Tage nach Ausstrahlung der Sendung stellt sich der Handybesitzer in Mannheim. Am Donnerstag muss Fatih D. sich wegen Körperverletzung mit Todesfolge verantworten. Der Strafrahmen beträgt 3 bis 15 Jahre. Der Bruder des verstorbenen Mannheimers lässt sich als Nebenkläger von einer Rechtsanwältin vertreten.

Am Landgericht Frankenthal bewegt derzeit ein weiterer Prozess die Öffentlichkeit: Nach dem BASF-Unglück mit fünf Toten äußert sich der Angeklagte zum ersten Mal vor Gericht. 

dpa/kab

Quelle: Mannheim24

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