Entscheidung am Verwaltungsgerichtshof

Afghanischer Ex-Soldat (24) darf in Deutschland bleiben

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Verwaltungsgerichtshof entscheidet im Asylverfahren eines afghanischen Ex-Soldaten (Symbolfoto)

Mannheim - Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg hat einen früheren Soldaten der afghanischen Armee als Flüchtling anerkannt. Die Urteilsbegründung: 

Wie der Gerichtshof in Mannheim am Montag mitteilt, darf der 24-jährige Afghane in Deutschland bleiben. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hatte seinen Antrag zuvor abgelehnt. 

Der frühere Soldat der afghanischen Armee werde in seiner Heimat von regierungsfeindlichen Kräften bedroht, heißt es in der Urteilsbegründung des Verwaltungsgserichtshofs.

Der 24-Jährige erzählt, wie sein Haus von den Taliban mit einer Rakete zerstört und er von Splittern einer Handgranate verwundet wurde. Der Mann hatte zuvor als Soldat schwere Verletzungen erlitten. Er reist Ende 2015 ohne seine Frau und seine zwei Kinder nach Deutschland ein. 

Auch in der nahen Hauptstadt Kabul seien weder der Ex-Soldat noch seine Familie vor An- und Übergriffen geschützt, erklärt das Gericht. Es könne daher „nicht vernünftigerweise erwartet werden“, dass sich die Eltern und ihre beiden Kinder dort niederlassen.

Der 24-Jährige hatte geschildert, wie sein Haus von den Taliban mit einer Rakete zerstört und er von Splittern einer Handgranate verwundet wurde. Der Mann hatte zuvor als Soldat schwere Verletzungen erlitten. 

In einem weiteren Flüchtlingsfall aus Afghanistan befassen sich die Verwaltungsrichter mit einem 20-Jährigen, der der schiitischen Minderheit der Hasara angehört. Für ein Urteil muss zunächst ein kardiologisches Gutachten vorliegen.

dpa/kab

Quelle: Mannheim24

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