Tempolimit und Kontrollen

Todesstrecke A6: Polizei ergreift Maßnahmen! 

Um schreckliche Unfälle, wie diesen im Juli 2016 auf der A6 zu vermeiden, verstärkt die Polizei die Kontrollen (Archivbild)

Mannheim/Viernheim - Sieben Menschen starben in den letzten zwei Jahren auf der A6 bei Sandhofen. Was die Polizei jetzt tun will, um die ‚Todesschrecke‘ sicherer zu machen: 

Bereits Anfang Juli 2017 werden auf der A6 zwischen dem Viernheimer Dreieck und der Anschlussstelle Mannheim-Sandhofen neue Geschwindigkeitsbeschränkungen angeordnet. Der Grund: zahlreiche zum Teil schwere Verkehrsunfälle mit Lastwagen am Stauende.

Die neueste Bilanz: bei 20 Unfällen werden zwischen 1. Mai und 13. Juli zwei Menschen getötet, 15 schwer- und 19 leichtverletzt. 

Fotos von Massenkarambolage auf A6!

Die Bilanz seit Mai 2015 fällt sogar noch schlimmer aus: sieben Menschen sterben bei schlimmen Unfällen auf der Strecke. Die Strecke war also bereits problematisch, bevor die Dauerbaustelle (3,5 Jahre) im April 2017 die Staus noch verstärkte. 

>>> Todesstrecke A6! Sieben Tote und Dutzende Schwerverletzte

Zu einem Großteil der Strecke gilt nun Tempo 100 für Pkw und sogar nur Tempo 60 für Lkw über 7,5 Tonnen. Die Schilder mit der Warnung „Staugefahr“ werden mehrfach wiederholt. Zusätzlich zur normalen Beschilderung wurden außerdem blinkende Stauwarneinrichtungen aufgestellt.

Den Grund für die vielen Unfälle sieht die Polizei auch in der Ablenkung von Fahrzeugführern, die dadurch zum Teil ungebremst in Staus hineinrasen. Durch die herabgesetzte Geschwindigkeit sollen im Falle eines Auffahrunfalls zumindest die schweren Folgen reduziert werden.

Lkw kracht in Stau-Ende! Zwei Tote und 14 Verletzte

Kontrollen und Geschwindigkeitsmessungen 

Die südhessische Polizei hat die Kontrollen und Geschwindigkeitsmessungen vor allem für Lkw deutlich verstärkt. Neben den Messgeräten sind auch Autobahnpolizei und zivile Streifen mit Videoeinrichtungen im Einsatz.

Das bisherige Ergebnis der Kontrollen: Im Zeitraum vom 10. bis 24. Juli werden rund 22.000 Fahrzeuge gemessen – 4.000 sind mit zum Teil deutlich zu hoher Geschwindigkeit unterwegs. Rund ein Viertel der Verkehrssünder (1.100) sind Lkw.

Bei fast jeder Messung werden Fahrzeuge mit über 170 Stundenkilometern erfasst. 175 Autofahrer sind mindestens 41 km/h zu schnell unterwegs. Sie erwartet jetzt ein Fahrverbot. 

Neben den reinen Geschwindigkeitsmessungen führt die Polizei auch allgemeine Kontrollen des Schwerverkehrs durch. So können zum Beispiel viele Fahrer mit Handy am Steuer oder ohne Gurt beobachtet werden. Ein Brummi-Fahrer studiert sogar so intensiv seinen Lieferschein, dass er erst spät das Polizeifahrzeug erkennt. Die Strafe: 60 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg.

Die Polizei hat angekündigt, auch weiterhin intensive Kontrollen auf der A6 durchzuführen.  

Lkw-Fahrer (55) stirbt bei Auffahrunfall auf A6!

pol/kab

Quelle: Mannheim24

Regenbogen-Spektakel über der Region

Regenbogen-Spektakel über der Region

Geile Gaudi bei Gabalier-Konzert auf Hockenheimring

Geile Gaudi bei Gabalier-Konzert auf Hockenheimring

Zwei Verletzte nach Crash in Kreuzung! 

Zwei Verletzte nach Crash in Kreuzung! 

Kommentare