Kiosk Mord: Fünfter Prozesstag 

Analyse der Blutspuren bestürzt Kinder des Opfers! 

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Die Blutspurenanalyse ist für die Kinder des Opfers besonders emotional. 

Mannheim - Genau 220 Tage ist es her, als Guiseppe L. am 2. März den 48-jährigen Kioskbesitzer Mohamad K. brutal niedersticht. Der vierte Prozesstag ist für seine beiden Kinder besonders emotional: 

Fünfter Prozesstag am Donnerstagmorgen im Landgericht Mannheim:  Ahmed K., der Sohn des Opfers, hat Guiseppe L. fest im Blick als dieser den Raum betritt – fixiert ihn verachtungsvoll! Der Angeklagte zeigt, wie so oft, keinerlei Reaktion, schaut immer wieder auf die vor ihm liegenden Unterlagen. 

Auch die Tochter von K. sitzt dem mußmaßlichen Täter gegenüber. Sie ist betroffen, dennoch gefasst! 

Im Laufe der Verhandlung analysiert der Rechtmediziner Dr. Roman Bux immer wieder Lichtbilder der Blutspuren und der großen Blutlache.  Die Obduktionsärtzin erörtert genaue Details der inneren Verletzungen, die zum Tode des Opfers führten. Was für die beiden Rechtmediziner schon fast Routine scheint, ist für die betroffenen Kinder besonders emotional. 

Der Blick auf die blutdurchtränkte Kleidung ihres Vaters ist kaum auszuhalten...

Die Emotionslosigkeit des Angeklagten scheint Ahmed K. aus der Fassung zu bringen – er stürmt aus dem Saal. Der Richter gönnt ihm eine fünfminütige Pause. 

Auch die Tochter blickt immer wieder zu Guiseppe – auch hier keine Gegenreaktion. 

Weitere Details werden bekannt: So soll der getötete K. keine Abwehrverletzung aufgewiesen haben. Guiseppe L. habe lediglich eine kleine Schürfwunde am Arm gehabt. Diese könnte jedoch auch von dem Gebüsch stammen, in dem er sich nach der Tat versteckte. 

Besonders seltsam: Hinter dem Zigarettenautomat (sehr schwer zugänglich) entdeckt Dr. Roman Bux  ein paar Wochen nach der Tatnacht als einziger eine große Blutspur, die scheinbar von oben heruntergetropft sein muss. 

„Zurzeit ist noch nicht klar von wem das Blut stammt und wie alt die Spur ist. Ich glaube jedoch, dass dieses Blut nicht an dem verhängnisvollen Tag dort hinkam,“ so der Rechtmediziner. 

Am Donnerstag, den 15. Oktober wird der Prozess fortgesetzt. 

+++ Hintergrund +++

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 30-jährigen Guiseppe L. vor, am 2. März 2015 bei einem versuchten Raubüberfall in der Mittelstraße den Kioskbesitzer erstochen zu haben.

In der Tatnacht war der Angeklagte mit dem Springmesser auf den 48-jährigen Ladenbesitzer losgegangen (WIR BERICHTETEN). Als sich der Kioskbesitzer bückte um dem Täter Zigaretten zu holen, verpasste ihm dieser insgesamt drei Stiche in den Hals und schließlich ein Stich in die Brust, wobei eine Hauptschlagader verletzt wurde. Für den 48-Jährigen kommt jede Hilfe zu spät, er stirbt noch am Tatort.

Ladenbesitzer (48) erstochen!

Laut Staatsanwaltschaft soll der Täter „billigend“ den Tod des Opfers in Kauf genommen haben, um an das Geld in der Ladenkasse zu kommen. Als ein Kunde das Geschäft betrat, floh der Angreifer jedoch ohne Beute. Kurz darauf konnte der damals 29-Jährige in einem Gebüsch, in dem er sich versuchte zu verstecken, gefunden und schließlich festgenommen werden.

nis 

Quelle: Mannheim24

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