7,5 Prozent mehr Gehalt

Ausnahmezustand in Mannheim: DRK-Mitarbeiter streiken 

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Die Gewerkschaft ,ver.di' ruft morgen wieder zum Streik in Mannheim auf.

Mannheim - Die Quadratestadt wird am Dienstag (15. Mai) erneut zum Streik-Schauort. Diesmal ist es das Deutsche Rote Kreuz, das die Arbeit für bessere Bedingungen niederlegt.

Bereits zwei Verhandlungsrunden bleiben ergebnislos. Für etwa 400 Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) ist das der Anlass, um schwerere Geschütze aufzufahren.

Konkret bedeutet das, dass die Angestellten am Dienstag (15. Mai) ihre Arbeit aus der Hand und die Trillerpfeifen in den Mund legen.

Demo in Mannheim

Los geht es mit einer Demonstration der Streikenden, die um 11:45 vom Gewerkschaftshaus (Hans-Böckler-Str. 1) starten und zum Kundgebungsort (Willy-Brandt-Platz) marschieren. Diese findet um 12:30 Uhr statt.

Die Arbeitsbelastung steigt auch bei den Beschäftigten des DRK, sodass wir dringend angemessene Bezahlung und gute Arbeitsbedingungen brauchen, um das Personal zu halten. Der Fachkräftemangel in der Pflege und im Rettungsdienst trifft vor allem das DRK, daher gilt es mit dieser Tarifrunde auch die Attraktivität dieses Arbeitgebers zu steigern“, so Yvonne Baumann, Gewerkschaftssekretärin im ver.di-Landesbezirk Baden-Württemberg.

Forderung der Gewerkschaft

Verdi fordert von der Arbeitgeberseite 7,5 Prozent mehr Lohn, mindestens jedoch 200 Euro, sowie 150 Euro für Auszubildende. Die Laufzeit soll zwölf Monate betragen. 

Die Bundestarifgemeinschaft (BTG) hatte Mitte April eine Einmalzahlung sowie eine Laufzeit von 27 Monaten vorgeschlagen, bei der die Gehälter dieses Jahr um 2,4 und dann nächstes Jahr noch mal um 2,2 Prozent steigen sollen.

Das Angebot wurde von der ver.di-Tarifkommission aber „als nicht verhandlungsfähig“ zurückgewiesen.

Die nächsten Verhandlungen finden am 16.und 17. Mai in Berlin statt. Bis dahin werden wir den Druck erhöhen“, so der ver.di Verhandlungsführer Frank Hutmacher.

pm/dpa/gs

Quelle: Mannheim24

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