Über 430.000 Follower!

‚Tisi Schubech‘: Fußballer Ronaldo machte Mannheims ‚YouTuber‘ berühmt!

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Timo Schulz (li.) und Simon Bechtold (re.) betreiben den YouTube-Kanal ‚Tisi Schubech‘.

Mannheim - Nur wenige schaffen es, mit einem ‚YouTube‘-Kanal bekannt zu werden. Zwei Mannheimern ist das gelungen. Ihren Kanal ‚Tisi Schubech‘ verfolgen mittlerweile über 430.000 Menschen!

Das Glück kam mit Cristiano Ronaldo. „Das war der Stoß in die Freiheit“, sagt Timo Schulz mit Stolz in der Stimme. Sein Kollege Simon Bechtold ergänzt: „Das war Schicksal. Es musste sein.“ 

Schulz und Bechtold sind ‚YouTuber‘. Jahrelang senden sie aus einem kleinen Zimmer. Am  3. Oktober 2016 werden sie dann mit einem Schlag berühmt: Da weist ihnen das Fußball-Spiel ‚EA Sports Fifa‘ den portugiesischen Fußball-Star Ronaldo zu. 

Bei dem Spiel stellt sich jeder Teilnehmer eine möglichst starke Mannschaft zusammen, um gegen einen anderen Teilnehmer anzutreten. Dabei sind die ‚Zocker‘ abhängig davon, welcher Spieler ihm zugewiesen wird. Ronaldo ist besonders selten und kann der entscheidende Trumpf bei einer Partie sein.

Die Nachricht vom Glücksgriff verbreitet sich innerhalb weniger Minuten im Internet. Seitdem besuchen immer mehr Menschen ihren ‚YouTube‘-Kanal. Mittlerweile haben die Jungs zehn Millionen Aufrufe im Monat!

Doch sie spielen nicht nur Fußball, sondern drehen auch eigene Clips in der Quadratestadt und sind fast eine Art „Videobotschafter der Region“ geworden.

Einnahmen im fünfstelligen Bereich

Pro Klick zahlt ‚YouTube‘ ihnen einen bestimmten Betrag. Dazu kommen noch Werbeeinnahmen. „In guten Monaten liegen unsere Einnahmen im fünfstelligen Bereich, sagt der gebürtige Frankenthaler Schulz, der früher Fußball beim SV Waldhof Mannheim spielte.

Doch natürlich müsse man die Ausgaben gegenrechnen. „Wir investieren viel in moderne Technik. Insgesamt hat uns dieses Hobby bestimmt mehr als 50.000 Euro gekostet“, meint Bechtold. „Viele ahnen nicht, wie groß der Aufwand ist. Einen professionellen Kanal kann man aber nicht mit dem Computer aus dem Discounter betreiben.“

Im Dezember lud der WDR sie nach Köln ein, um im Internet das Spiel Bayern München gegen Borussia Dortmund (2:1) zu kommentieren! Spätestens seitdem kennen Fußball-Fans sie bundesweit. „Man kann das vielleicht bei der WM im Juni wiederholen, das wäre ein Traum“, sagt Schulz.

Seit 20 Jahren sind sie Kumpels. Videospiele und Schnitt hätten ihnen schon immer Spaß gemacht, erzählt Bechtold. „Am Anfang wollten wir die Grenze von 10.000 Abonnenten überschreiten.“

Wenn ihre Freunde ins Kino oder in die Disco gingen, blieben die Beiden zuhause und steckten das Geld in ihr Hobby. „Wir haben alles, was wir hatten, dafür geopfert“, sagt der 28-Jährige. „Wenn wir mal kein Geld besaßen, haben wir etwas verkauft: unsere Fußballschuhe, ein iPad oder auch Teile der Technik. Wir haben gehofft, dass wir so erfolgreich werden wie andere ‚YouTuber‘.“ 

„YouTube ist ein Tagesgeschäft“

Von ihren Eltern seien sie belächelt worden.„Heute sind unsere Eltern stolz - aber ich bin nicht sicher, ob sie so genau wissen, was wir da machen“, meint der 27-jährige Schulz und lacht. Dass das Internet ein schnelllebiges Business ist, ist ihnen bewusst. 

„Am Ende“, sagt Schulz, „ist You Tube ein Tagesgeschäft.“ Auch deswegen verlassen sie sich nicht allein auf ihr Projekt, das mittlerweile als Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) angemeldet ist. Schulz arbeitet als Elektromeister im Mannheimer Kraftwerk, Bechtold studiert Informatik in Kaiserslautern.

‚Tisi Schubech‘ betreiben in Region mittlerweile ein neues Studio. Die Freunde treffen sich meist nachmittags und nehmen mehrere Videos auf. In einem Film stecken schonmal fünf Stunden Arbeit. „Unser Traum ist, mit dem Kanal Fuß zu fassen. Viele heften sich bloß an Trends und sind weg“, sagt Schulz. Sein Kumpel Bechtold stimmt zu. „Uns ist konstanter Zuwachs lieber.“

jab/dpa

Quelle: Mannheim24

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