Beschäftigten-Zahl steigt

Wichtiger Arbeiterzuwachs in Mannheim: Mittlerweile 1.400 Flüchtlinge angestellt

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Die Zahl der Geflüchteten, die eine Stelle auf dem Arbeitsmarkt finden, steigt stetig. (Symbolbild)

Mannheim - Es ist ein Ergebnis, wie man es sich von Anfang an wünschte: Der Strom von Geflüchteten verdichtet sich zu einem Fluss willkommener Manpower. 

Die Zahl der Geflüchteten, die im Stadtkreis Mannheim eine Beschäftigung auf dem regulären Arbeitsmarkt finden, steigt – und zwar kontinuierlich.

Sind es Ende 2016 noch etwa 800, die sich in einem Anstellungsverhältnis befinden, kommt man Ende des Folgejahres bereits auf über 1.200!

Acht Herkunftsländer - fünf Berufsgruppen

Konkret sei dabei übrigens von Menschen aus den acht Herkunftsländern Iran, Irak, Syrien, Eritrea, Somalia, Afghanistan, Pakistan und Nigeria die Rede, informiert Ines Stricker, Pressesprecherin bei der baden-württembergischen Agentur für Arbeit.

Auf das ganze Bundesland gesehen, kämen die meisten von ihnen in Fertigungs-, Verkehrs-, Logistik-, Bau-, medizinischen sowie nichtmedizinischen Gesundheitsberufen und in der Lebensmittelherstellung und -verarbeitung unter.

Aufwärtstrend in Hunderterschritten

Es ist ein konstanter Aufwärtstrend“, weiß Dr. Gerhard Grieshaber von der Agentur für Arbeit in Mannheim. Zwar habe man für den Zeitraum Dezember 2017 bis Mai 2018 noch keine statistisch soliden Zahlen. Aber: „Schaut man sich den Verlauf an, lässt sich die voraussichtliche Höhe ziemlich gut bestimmen.“

Man betrachte folgendes: Die Zahl der Beschäftigten wächst seit Mai 2016 pro Quartal etwa in Hunderterschritten – von über 700 auf mehr als 1.200 Ende 2017. Somit liegt es nahe, dass heute mittlerweile 1.400 Geflüchtete eine Stelle haben.

Situation in Baden-Württemberg

Der letzte verlässliche Wert von sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in ganz Baden-Württemberg stamme aktuell vom November 2017, so Pressesprecherin Stricker, und liege bei 27.845 Geflüchteten (Stand November 2016: 17.595).

Aktueller sind die Zahlen von Berufsausbildungsstellen. Zwischen Oktober 2017 und Mai 2018 bewerben sich 3.838 Personen. Weitere 119 streben an, die Schulbank zu drücken – sieben entscheiden sich ein Studium anzustreben.

Nachfrage nach Fachkräften groß

Die Nachfrage nach ausländischen Fachkräften ist nach Angaben der IHKs groß. Nur zum Vergleich: Der Anteil rheinland-pfälzischer Unternehmen, die Fachkräfte aus dem Ausland rekrutieren, liegt 2015 – der jüngsten Zahl – bei 17 Prozent.

Um diese Entwicklung zu fördern, gründet die Landesregierung und die Kammern vor drei Jahren die sogenannten ,Welcome Center'. Dessen Ziel ist, die Unternehmen bei der Suche nach qualifizierten Zuwanderern zu unterstützen. Gleichzeitig sollen ausländische Fachkräfte Hilfe – zum Beispiel bei bürokratischen Hürden – erhalten. 

gs

Quelle: Mannheim24

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