Erstmals Förderjahr in Südwestmetall-Unternehmen

Zwölf Chancen auf ein geregeltes (Arbeits-)Leben!

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Bayram (19), Cheyenne Todaro (Vorsitzende der Jugend- und Ausbildungsvertreter der Mercedes-Benz Werke Mannheim) und Kevin (16).

Mannheim - Bayram (19) ist gerade in OEG-Linie 5 vor Freude ausgeflippt. Mitfahrende Passagiere schauen verwundert. Bayram ist´s egal, er hat nach 100 Bewerbungen eine Zusage erhalten!

Der 19-jährige Bayram wollte eigentlich gern „etwas mit Tieren“ machen,  "Dolu" (17) will mal Profi-Fußballer werden, aber bei Mercedes-Benz in Mannheim eine Ausbildungsstelle zu kriegen, das wär' auch nicht schlecht. Genauso sieht es Kevin(16)Alle drei haben nun die Chance auf eine Ausbildung bei einem echten Global Player – im Mercedes-Benz Werk Mannheim.

Denn in Mannheim haben sich Institutionen und Unternehmen zusammengetan, um jungen Menschen dabei zu helfen, eine Ausbildungsstelle zu ergattern. Ganz schön schwierig wie auch Bayram, ein echter „Monnemer Jung“, erfahren musste. 

Rund 100 Bewerbungen nach dem Hauptschulabschluss, 25 Absagen – meist wegen der Noten in Naturwissenschaften (und 75 Mal noch nicht mal eine Absage, einfach nichts). Vier Mal durfte er zu einem Vorstellungsgespräch. Geklappt hat nichts. Bis zu dem ominösen Telefonanruf, der ihn unterwegs in der OEG-Linie 5 erreichte. Vor Freude flippte er fast aus. 

Unter Federführung von Südwestmetall und IG Metall haben die Mannheimer Unternehmen Mercedes-Benz, ALSTOM Power, John Deere Werke und Caterpillar Energy Solutions unter Begleitung von Arbeitsagentur, Förderband e.V. und Justus-von-Liebig-Schule für zwölf Jugendliche die Möglichkeit geschaffen, sich für einen Ausbildungsplatz zu qualifizieren. 

Unterstützt werden die zwölf Glücklichen mit monatlich 250 Euro als ausbildungsbegleitender Hilfe.

Drei Tage im Betrieb, ein Tag in der Berufsschule und ein Tag individuelle Betreuung durch Förderband e.V.. Dazu ein Taschengeld. Am Ende des Förderjahres steht dann die Bewerbung für einen Ausbildungsplatz. 

Franz Bach, Ausbildungsmeister der Mercedes-Benz Werke Mannheim, schult „seine“ sechs Teilnehmer in Metallgrundlagen. Später kommen „Feile, Bohrer, Säge“ dazu, eventuell auch ein Schweiß-Lehrgang.

Die Chancen stehen nicht schlecht nach einer solchen betrieblichen Einstiegsqualifizierung: 76 Prozent der Teilnehmer werden von ihren Betrieben übernommen, berichtet Johannes Krumme vom Arbeitgeberverband Südwestmetall stolz. Und Peter Körner, Personalleiter von Caterpillar Energy Solutions, ergänzt:„Wir wollen den jungen Leuten eine Chance geben. Gleichzeitig ist es ein Baustein zur Zukunftssicherung unseres Standorts“. Der Fachkräftemangel ist absehbar.

Martin Brauckhage, Leiter Aus- und Weiterbildung im Mercedes-Benz Werk Mannheim wird sich über Kevins Aussage gegenüber MANNHEIM24 freuen: „Ich bin stolz, bei Daimler zu sein.“ 

Ja denn, zwölf Chancen auf ein geregeltes (Arbeits-)Leben.  

vp

Quelle: Mannheim24

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