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Gefährliche Blow-Ups auf der A5.

Nach Rekord-Hitze

Tempolimit 80 auf Autobahnen wieder aufgehoben!

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Mannheim/Heidelberg - Der Super-Sommer hat seine Spuren hinterlassen – und das buchstäblich. Ein Tempolimit auf der A5 war die Folge – jetzt kann das wieder aufgehoben werden. 

Nachdem sich am 2. Juli auf der A5 zwischen den Anschlussstellen Heidelberg-Schwetzingen und Walldorf-Wiesloch die Beton-Fahrbahn um rund 30 Zentimeter angehoben hatte, wurde die zulässige Höchstgeschwindigkeit tags drauf durch das baden-württembergische Verkehrsministerium auf 80 Stundenkilometer beschränkt – auf allen Autobahnen mit Betonbelag. 

Seit Mittwoch, 8. Juli, ist das Tempolimit wieder aufgehoben. 

Hier werden die 80er-Schilder auf der A5 aufgestellt

Als oberste Straßenbaubehörde nehmen wir die Sicherheit auf Baden-Württembergs Autobahnen sehr ernst. Die fünf registrierten Fälle sogenannter Blow-Ups bestätigen uns, dass wir richtig gehandelt haben, indem wir zunächst das Tempolimit auf allen Beton-Autobahnen eingeführt haben. Wir sind froh, dass die Straßenschäden keine Unfälle verursacht haben. Diese Intensität einer Hitzewelle war für uns neu, und wir haben daraus für die vier Regierungspräsidien zukünftige Handlungsanweisungen abgeleitet“, erklärt Verkehrsminister Winfried Hermann.

Auch in Zukunft soll ein Tempolimit von 80 Stundenkilometern immer dann verhängt werden, wenn an zwei aufeinanderfolgenden Tagen eine Überschreitung der 30 Grad-Marke vorhergesagt wird. Diese Regelung gilt selbstverständlich nur in den Bereichen, die als kritisch eingestuft werden müssen – also die Autobahnstrecken die mit Beton ausgelegt sind.

Schon wieder Betonschäden auf der A5

Die vorläufige Auswertung der jüngsten Schäden hat uns gezeigt, dass bei zukünftigen Hitzewellen eine Ausweisung des Tempolimits auf besonders gefährdeten Autobahnabschnitten ausreichend ist. Das sind überwiegend Streckenabschnitte mit dünnen Betondecken, wie sie häufig bis in die achtziger Jahre gebaut worden sind. Einmal mehr belegt dieses Beispiel, dass der Bund verstärkt in die Sanierung des Autobahnnetzes investieren muss. Hitzewellen dieser Art sind Folgen des Klimawandels. Sie werden auch in Zukunft verstärkt auftreten. Der Deutsche Wetterdienst sagt bereits für die nächsten 14 Tage wieder Temperaturen über 30 Grad voraus“, so Minister Hermann weiter.

Hintergrund: 

Die anhaltend hohen Temperaturen von über 30 Grad hatten am Donnerstagabend, 2. Juli, zu einem sogenannten Blow-Up geführt – plötzlich brachen Teile der Betonplatten auf der Autobahn auf. Die  Betonplatten hatten sich durch die Hitze so weit ausgedehnt, dass die Fugen dem Druck nicht standhalten können. 

>>> Wegen Mega-Hitze: Nur noch Tempo 80 auf Autobahnen erlaubt!

>>> Schon wieder Betonschäden auf A5

pol/mk

Quelle: Mannheim24

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