Nicht mehr lange

Herbst im Anmarsch: Ab wann muss ich heizen? 

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Die Heizperiode beginnt schon bald

Metropolregion - Die Tage werden kürzer, die Temperatur sinkt, der Herbst steht vor der Tür. Zeit zu heizen. Doch ab wann müssen die Vermieter die Heizung wieder aktivieren?

Die einen würden gerne schon bei 20 Grad Außentemperatur heizen, andere sind hart im Nehmen und warten bis zum ersten Schneefall. Aber welche Regelungen gibt es in der kalten Jahreszeit bei der Beheizung von Wohnungen? Der Verband der Immobilienverwalter Rheinland-Pfalz/Saarland e.V. klärt auf: 

Es gibt keine gesetzlich vorgeschrieben Heizpflicht in Deutschland. Allerdings hat sich unter anderem in Mietverträgen die Zeit vom 1. Oktober bis Ende April als Heizperiode durchgesetzt. Der Eigentümer muss in dieser Zeit gewährleisten, dass die Gebäudeheizung funktioniert und die Wohnräume angemessen beheizt werden. 

Angemessene Wohnraumtemperaturen

Angenehme Raumtemperaturen empfindet ja jeder anders, Dr. Oliver Martin, Vorstandsmitglied im VDIV-RPS erklärt: „Der Vermieter hat dafür zu sorgen, dass während der Heizperiode in der Mietwohnung zwischen 6 und 24 Uhr die mietvertraglich vereinbarten Raumtemperaturen eingehalten werden.“ 

Gäbe es keine individuelle Regelung zwischen Mieter und Vermieter, so sei eine Temperatur von 20 bis 22 Grad in Küchen und Wohnräumen, sowie 23 Grad in Badezimmern ausreichend. In Schlafzimmern oder Fluren seien auch 18 Grad noch erlaubt. Natürlich bei geschlossenen Fenstern und Türen! 

Wenn in Räumen unter 18 Grad gemessen wird, und absehbar ist, dass sich das in den nächsten zwei Tagen nicht bessert, muss der Vermieter auch nachts die Heizung in Betrieb nehmen. Fällt die Temperatur unter 16 Grad, muss der Vermieter sofort handeln!

Inwieweit der Mieter die Heizung nutzt oder nicht, bleibt ihm natürlich selbst überlassen. Jedoch sollte er darauf achten, dass bei ausbleibender Beheizung, zum Beispiel durch Einfrieren der Rohre, die Wohnung keinen Schaden nimmt.

Was kann ich machen wenn die Heizung nicht funktioniert?

Richtig unangenehm kann es werden, wenn die Heizung ausfällt und selbst eine warme Decke und der heiße Kakao nicht mehr hilft! Zu niedrige Temperaturen oder ein Heizungsausfall während der Heizperiode stellen ganz klar einen Mangel dar. Deshalb ist wichtig, zuerst den Vermieter zu kontaktieren. Denn dieser ist verpflichtet, die Funktionsfähigkeit der Heizung wieder herzustellen, was auch meist binnen eines Tages geschieht. 

Mietminderung

Kümmert sich der Vermieter nicht um das Problem, kannst Du die Miete mindern. Allerdings rät Oliver Martin, sich zuerst eine Meinung bei Experten einzuholen, und nicht willkürlich die Miete zu mindern.  Denn die Mieter stehen in der Beweispflicht. 

Bedeutet: Bei fortlaufenden Störungen sollten zuerst regelmäßig die Temperatur gemessen werden - jeden Tag in allen Räume. Um ein genaues Ergebnis zu erhalten, immer in der Raumitte mit einem Meter Abstand zum Boden messen.

Bei Fragen zu diesen oder andere Themen steht der Verband der Immobilienverwalter Rheinland-Pfalz-Saarland e.V. Dir gerne per Mail an office@vdiv-rps.de zur Verfügung.

jmb

Quelle: Mannheim24

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