Gewitterband zieht über Region

Unwetter: Sturm fegt Dach von Lokwerkstatt weg! (Update)

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Platzregen in der Kurfürsten-Anlage.

Metropolregion Rhein-Neckar: Bis um kurz nach 14 Uhr herrscht noch schwüle Hitze mit bis zu 35 Grad. Dann erlöst ein Wolkenbruch die Region und senkt die Temperaturen schlagartig: 

Es ist 14:50 Uhr, als der Platzregen Heidelberg erreicht.

Binnen weniger Minuten sorgt der Wolkenbruch für langersehnte Abkühlung in der Region. Das Thermometer fällt nach dem Regen auf unter 23 Grad – über 10 Grad weniger als noch vor dem Unwetter! Am City Airport in Mannheim zeigt das Thermometer 24 Grad, bei bewölktem Himmel liegen die Temperaturen in Ludwigshafen knapp darüber.

Manche Leser können sich allerdings nicht über Regen freuen. In Ilvesheim und Brühl fällt beispielsweise kein Tropfen vom Himmel! Andere Leser jubeln hingegen: „Dass ich das noch erleben darf!“, schreibt Kerstin auf Facebook. Und Severine ergänzt: „Wie geil. Gerade regnet es. Es tut so gut!

So geht der Platzregen in der Kurfürsten-Anlage nieder:

Unwetterwarnung

Für Heidelberg und den Rhein-Neckar-Kreis gilt aktuell (15:30 Uhr) noch eine Unwetterwarnung wegen schwerem Gewitter. Das Unwetter in Hessen ist so heftig, dass der Betrieb am Frankfurter Flughafen komplett eingestellt werden muss!

Unwetterwarnung für den Rhein-Neckar-Kreis und Südhessen.

Schäden durch Gewittersturm

Auch um Heidelberg herum kommt es zu Unwetterschäden. Der starke Wind reißt auf dem Grenzhöfer Weg zwischen Eppelheim und Wieblingen schwere Äste von den Bäumen und weht sie auf die Fahrbahn.

Nach Unwetter: Schwerer Ast auf dem Grenzhöfer Weg. 

Im Innenhof des Atzelhof in Handschuhsheim knickt der Sturm zwei Bäume ab. Beide Bäume krachen gegen die Fassade und auf den Balkon einer Wohnung. Der zweite Baum muss von der Feuerwehr abgesägt werden. Ein Kita in der Nähe ist glücklicherweise nicht betroffen.

Im Atzelhof werden zwei Bäume umgeknickt.

Die Feuerwehr Mannheim erreichten innerhalb einer Stunde gingen mehr als 180 Notrufe ein, wie die Einsatzkräfte mitteilten. Die Feuerwehrleute mussten demnach zu 52 Einsätzen ausrücken, überwiegend wegen umgestürzter Bäume. In anderen Fällen hatte aufgewirbelter Staub Brandmelder ausgelöst. 

Am Güterbahnhof bei Mannheim fegte der Wind das Dach einer Lokwerkstatt weg. Von Verletzten war zunächst nichts bekannt.

50 Einsätze muss die Ludwigshafener Feuerwehr aufgrund des Sturms bewältigen. Neben Sturmschäden, Verkehrsraumsicherung und Brandeinsätzen rückt die Feuerwehr auch zu Wohnungs- und Aufzugnotrufen aus. Zahlreiche Bäume sind vom Sturm beschädigt worden. Deshalb rät die Stadt dazu, öffentliche Grünflächen nicht zu betreten.  Mitarbeiter des Bereichs Grünflächen überprüfen derzeit die Bäume im Stadtgebiet.

In Rheinland-Pfalz kommt es zu Windbruch: Zahlreiche Verkehrsteilnehmer melden am Ortsausgang von Asselheim auf der Eistalstrecke (L395) einen umgestürzten Baum. Die Feuerwehr Grünstadt beseitigt das Hindernis.

An der Baustelle im Bereich Kirchheim (B271 neu) verteilt der heftige Wind mehrere Verkehrszeichen und Warnbaken auf der Straße. In Dirmstein reißt der Wind die Autotür aus der Hand einer Fahrerin. Die Tür schlägt gegen ein daneben geparktes Auto!    

pol/pm/dpa/rmx

Quelle: Mannheim24

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