Tipps für Silvester-Muffel

Was kann ich machen, wenn ich Silvester hasse?

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Keine Lust auf die Silvester-Böllerei? Dann entfliehe einfach dem Großstadtstress und mach es Dir in einer einsamen Berghütte gemütlich!

Metropolregion - Jedes Jahr aufs Neue die leidige Frage, was man zum Jahreswechsel unternehmen soll. Aber muss es wirklich immer die 08/15-Party in der City sein? Mitnichten! Unsere Tipps für alle Silvester-Muffel:

Und was machst du an Silvester?“ – gefühlt ist das die alles entscheidende Frage schon ab kurz vor Weihnachten. Was ist dran am Jahreswechsel, dass sich alle Welt nur für diesen einen Abend freiwillig maßlos unter Druck setzt? Für viele muss es die beste Party, das teuerste Restaurant, das hippste Event, das größte Feuerwerk und die schickste Gala sein.

Wieder andere setzen noch einen drauf und jetten zur Nacht der Nächte in eine der wirklich coolen Metropolen der Welt. Macht sich auch bei den Facebook-Postings immer gut.

Doch wer hoch steigt, fällt tief. Oft bleibt die Nacht hinter den Erwartungen zurück und der einzig gute Vorsatz für das kommende Jahr lautet: „Nächstes Mal mache ich alles anders.“

Zu Hause bleiben und früh schlafen gehen

Klar, das einfachste für Silvestermuffel ist: zu Hause bleiben und am besten um 22 Uhr schlafen gehen, noch bevor vor dem Brandenburger Tor hunderttausende Menschen sektselig die Korken knallen lassen oder auf der Warschauer Brücke in Friedrichshain der Krieg ausbricht.

Der 31. Dezember ist schließlich auch nur ein ganz normaler Tag, zwanghaftes Feiern neigt sowieso meist dazu, ein Reinfall zu werden und Monate im Voraus schon wissen müssen, auf welche Party man gehen will, um dann noch 30 Euro für einen Club zu zahlen, der normalerweise nicht mal einen Zehner kostet. Da weiß man gar nicht, was schlimmer ist ...

Gegen den Strom schwimmen: Einfach Vor-oder Nachfeiern!

Tipp der Redaktion (auch schon selbst ausprobiert): Wieso dann Party machen, wenn alle anderen es tun?

Das ist doch langweilig! Zwei persönliche Anti-Silvester-Erlebnisse: 

Vorfeiern

Einen Tag vor Silvester 2013 kam Besuch aus Prag. Nach einem schönen Essen haben wir erst mit ein paar Freunden gepokert, schön gegessen und sind dann noch ‚kurz‘ in die Stadt um einen zu trinken. 

Aus dem ‚kurz‘ wurde dann eine ganze Nacht voller zwangloser Heiterkeit, so dass wir am Silvester den Kater unseres Lebens hatten und uns nichts besseres vorstellen konnten, als den ganzen Tag in Jogginghosen auf dem Sofa zu verbringen. Was wir dann auch ganz ohne schlechtes Gewissen etwas verpasst zu haben, getan haben...

Waren wir traurig darüber? Natürlich nicht – denn wir hatten schon unser ganz persönliches Silvester vor allen anderen gefeiert!   

Nachfeiern 

Doch es geht auch anders! Die Idee zu Silvester 2010: „Lass uns über Silvester einfach wegfahren!“ (siehe Tipp unten) „Klar, super Idee!“ Nicht so super war jedoch, dass wir einen Billigflug gebucht hatten, der zu einer solch christlichen Uhrzeit war, dass wir uns am Silvesterabend vor lauter Müdigkeit noch einmal zum Schlafen hingelegt haben. Hätten wir doch nur einen Wecker gestellt...

Wach wurden wir vom Silvesterfeuerwerk in der Danziger Altstadt. Wir schauten uns verschlafen an: „Sollten wir nicht rausgehen und uns wenigstens das Feuerwerk anschauen?“ „Och nö, ich will jetzt nicht aufstehen!“ Und so verschliefen wir den Jahreswechsel. 

Am Morgen standen wir früh auf (wir waren ja ausgeruht) und streiften durch die wunderschöne und vor allem menschenleere Altstadt. Am Mittag stießen wir bei einem guten Essen mit einem Gläschen Sekt an und freuten uns: „Alle außer uns haben jetzt wohl einen Kater!“ „Den werden wir wohl dann morgen haben...“

Waren wir traurig darüber, dass wir Silvester verschlafen haben? Natürlich nicht – denn wir konnten unser ganz persönliches Silvester ja nachfeiern!

‚Unsilvesterliche‘ Partys

Wer nun aber auch an normalen Tage nicht gerne um 22 Uhr schlafen geht und sich außerdem zwar dem Silvesterrummel nicht anschließen mag, trotzdem aber in dieser Nacht nicht gerne alleine auf das vergangene Jahr zurückblicken will, der sei an dieser Stelle beruhigt: es gibt ein paar Bars, die Silvester ganz unsilvesterlich daherkommen – einfach mal in der Kiezkneipe vor der Haustür nachfragen – ab 1 Uhr haben die meisten geöffnet.

Genervt von Silvester? Raus aus der Stadt!

Diesen Entschluss konsequent durchzuziehen muss nicht bedeuten, dass man einsam Zuhause bleibt. Zahlreiche Hütten auf dem Land oder in den Bergen stehen auch jetzt noch Familien oder kleineren Gruppen zur Verfügung, denen der Sinn nach einem alternativen Jahresausklang steht.

Wer es besonders naturalistisch mag, kann sich auch in der Schweiz oder in Schweden in ein Häuschen ganz ohne Elektrizität zurückziehen. Bei Kaminfeuer und Kerzenschein wird es dann richtig besinnlich. Für den kleineren Geldbeutel lockt auch das Nachbarland Polen. Wegen des guten Wechselkurses kann man dort viel sparen, ohne dabei auf gute Qualität verzichten zu müssen.

Das neue Jahr begrüßen - ganz ohne Feuerwerk

Auf Sylt, Amrum und in St. Peter-Ording begeht man das Silvesterfest an sich schon ganz anders als hier, denn dort ist Feuerwerk gänzlich verboten. Geschützt werden sollen damit vor allem die zahlreichen Reetdächer, die leicht Feuer fangen können. Der Umwelt und der Gesundheit kommt das Verbot natürlich auch zugute.

Ähnlich argumentierte einst auch der Grünen-Abgeordnete Benedikt Lux: Er forderte ein Verbot der Silvester-Knallerei innerhalb Berlins – aufgrund der hohen Feinstaubwerte und Müllberge und der zahlreichen Verletzungen. Unterstützung für dieses Vorhaben erhielt Lux jedoch lediglich von der Feuerwehr, so dass auch diejenigen, die den Jahreswechsel wie jedes Jahr begehen wollen, nicht zu kurz kommen werden.

kh/kp

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Quelle: Mannheim24

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