„Tod billigend in Kauf genommen“

Nach Feuer in Vereinsheim: Brandstifter muss in Knast!

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Der Brandstifter zündet das Vereinsheim an.(Archivfoto)

Mosbach/Aglasterhausen - Der Prozess gegen einen 26-Jährigen startet am Landgericht. Ihm wird versuchter Mord in neun Fällen und Brandstiftung vorgeworfen:

Wegen der Verspätung eines Sachverständigen beginnt am Montagmittag (5. März) der Prozess gegen einen Brandstifter am Landgericht in Mosbach etwas später als geplant. 13 Zeugen und ein Sachverständiger sagen gegen den 26-jährigen Angeklagten aus. 

Die Staatsanwaltschaft fordert 5 Jahre und 6 Monate Haft, da der Mann wusste, dass Leute über dem Vereinsheim schlafen. Damit habe er den Tod der Menschen in Kauf genommen. Die Verteidigung hingegen fordert 2 Jahre auf Bewährung, nur für die Brandstiftung. 

Am Ende des Tages spricht der Richter dann auch schon das Urteil: 3 Jahre und 6 Monate Haft! Er sieht es als erwiesen an, dass der Angeklagte das Feuer gelegt hat.

Was war passiert?

Das Vereinsheim eines Kraftsportklubs brennt am 24. Oktober 2017 lichterloh und muss von acht Feuerwehrfahrzeugen mit 40 Leuten gelöscht werden. Neben den Feuerwehrleuten hilft auch der damals 25-jährige Angeklagte bei den Löscharbeiten. 

Nachdem die Kripo Brandstiftung vermutet, legt der Angeklagte am 1. November ein Teilgeständnis ab und kommt in U-Haft

Neun Bewohner, die über dem Vereinsheim wohnen, müssen vor Ort behandelt werden. Ein 5-jähriges Mädchen wird wegen des Verdachts auf Rauchvergiftung in ein Krankenhaus gebracht.

dpa/dh

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