Ermittlungsverfahren eingeleitet

Ließ ein Oberarzt seinen Patienten qualvoll sterben?

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Hat ein Arzt die Wiederbelebung für einen Patienten verhindert? (Symbolfoto)

Mosbach - Die Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren gegen einen Oberarzt eingeleitet. Er soll Kollegen an der Wiederbelebung eines Patienten gehindert haben.

Ein Arzt soll im Neckar-Odenwald-Kreis seine Kollegen daran gehindert haben, einen schwerkranken Patienten wiederzubeleben. 

Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Mosbach am Donnerstag sagte, hat die Behörde ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet. Die Staatsanwaltschaft ist durch ein Verfahren vor dem Arbeitsgericht Mosbach auf den Fall aufmerksam geworden und hat nach Angaben des Sprechers erst seit Dienstag Kenntnis davon. 

Kollegen an Wiederbelebung gehindert

Der Oberarzt soll verhindert haben, dass die Kollegen den schwerkranken Mann wiederbeleben. Darauf soll der Patient an seinem Erbrochenen erstickt sein, wie es in der Rhein-Neckar-Zeitung vom Donnerstag hieß. Das Blatt hatte als erstes über den Fall berichtet. 

Der Mediziner hatte demnach seine Entscheidung damit begründet, der schwerkranke Mann habe keine lebenserhaltenden Maßnahmen gewünscht. Da die Klinik keine entsprechende Erklärung – beispielsweise eine Patientenverfügung – fand, wurde der Arzt fristlos gekündigt. Daraufhin zog er vor das Arbeitsgericht. Die Staatsanwaltschaft erhielt so schließlich Kenntnis von dem Fall, wie die Behörde am Donnerstag mitteilte. 

Bei der Todesart sei damals ein natürlicher Tod vermerkt worden. Daher wurde die Staatsanwaltschaft auch zunächst nicht informiert, wie der Sprecher der Behörde hinzufügte. Noch sei der Arzt nicht befragt worden. Dies solle aber bald geschehen. Eine Untersuchung des Toten sei nicht mehr möglich, da dessen Leichnam eingeäschert worden sei.

dpa/rmx

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