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Mehrere Seelsorger kümmerten sich einfühlsam um verängstigte Schüler und besorgte Eltern.

Nach Amok-Alarm an Schule

Polizei bricht Suche nach bewaffnetem Mann ab!

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Schwetzingen - Die Nachricht beunruhigt alle! Der mit Schwert und Pistole bewaffnete Unbekannte läuft noch immer frei herum – die Fahndung ist vorerst beendet. Der Amok-Alarm:

Der dramatische Amok-Alarm an der Karl-Friedrich-Schimper-Realschule in Schwetzingen am heutigen Donnerstag (WIR BERICHTETEN). 

In der Schule 'gefangen' rund 600 verängstigte Schüler und Lehrer, draußen um die 300 besorgten Eltern. 

Polizeihubschrauber kreisen über Schwetzingen.

Schülerin Amy V. (14) aus der 8d: "In der vierten Stunde ging plötzlich der Amok-Alarm los. Wie bei unseren Übungen hat uns die Lehrerin im Klassenzimmer eingeschlossen. Wir haben uns in die Ecken gesetzt – weg von Tür und Fenstern. Viele haben geweint..."

Schlimm: Fast drei Stunden harren die hilflosen Kinder in den Klassenräumen aus. Manche verstecken sich in Schränken.

Polizei-Sprecherin Roswitha Götzmann: "Interventionsteams durchkämmten in Dreiergruppen die Schule – sich immer gegenseitig absichernd. Sie konnten aber keine verdächtige Person finden..."

Nachdem die Realschule ohne Hinweise auf den bewaffneten Unbekannten durchsucht war, wurde die Fahndung nach ihm unverzüglich auf das gesamte Stadtgebiet ausgeweitet.

Gegen 14 Uhr heben die Spezialkräfte ihre Fahndungsmaßnahmen auf, brechen die Suche nach dem angeblich mit Schwert und Pistole bewaffneten Unbekannten im Stadtgebiet Schwetzingen ergebnislos ab.

"Es konnte keine Person angetroffen werden, auf die die Beschreibung des unbekannten Mannes passte", so ein Polizei-Sprecher.

Aktuell befinden sich noch vereinzelte Schüler und Eltern in Obhut von Betreuungs- und Seelsorgeteams von Feuerwehr und Polizei.

Schwetzingens besorgter OB René Pöltl natürlich am Einsatzort.

Oberbürgermeister René Pöltl sichtlich betroffen zu HEIDELBERG24:"Ein enormer Schock! Vor allem, da etwas Vergleichbares glücklicherweise noch nie in Schwetzingen vorgefallen ist. Ich bin heilfroh, dass nichts passiert ist! Es war beeindruckend zu sehen, wie Polizei und Einsatzkräfte Schule, Lehrer und Kinder gesichert, sich unverzüglich auf die Suche nach dem Verdächtigen gemacht haben."

Die Ermittlungen der Polizei zur Identität des bewaffneten Unbekannten dauern an. Der durch die Straßensperrungen stark beeinträchtigte Verkehr in und um Schwetzingen rollt wieder normal.

Eine im Internet verbreitete angebliche Festnahme am Schwetzinger Bahnhof bestätigte die Polizei nicht.

Und wie geht´s in der Realschule weiter?

Laut HEIDELBERG24-Informationen findet am morgigen Freitag wieder ab 8:35 Uhr regulär Unterricht statt – für die Schüler auf freiwilliger Basis.

Bewaffneter Mann vor Schule in Schwetzingen

Eine Chronik der dramatischen Stunden

Gegen 9:40 Uhr beobachten Sechstklässler in einer benachbarten Kleingartenanlage an der Carl-Diem-Straße einen schwarz gekleideten Mann. Er soll mit Schwert und Pistole bewaffnet gewesen sein!

Sie melden dies sofort einer Lehrerin, die dann umgehend die Polizei alarmiert. Sofort rücken die ersten der später insgesamt rund 200 Beamten an.

Unterstützt von Spezialeinsatzkommando (SEK), Mobilem Einsatzkommando (MEK) und Bundespolizei. Außerdem waren Rotes Kreuz mit mehreren Notärzten und die Feuerwehr inklusive Seelsorgeteams im Einsatz.

Eine Schülerin berichtet, der Unbekannte hätte die Schule betreten.

In enger Abstimmung mit der Stadt Schwetzingen mussten die Schüler sämtlicher anderer Schwetzinger Schulen bis zur Beendigung der Fahndungsmaßnahmen sicherheitshalber in den Gebäuden bleiben.

Bis zur finalen Entwarnung gegen 14 Uhr waren sie in den Klassenräumen eingeschlossen.

Nach und nach wurden die in der Caféteria des benachbarten Freizeitsbades "Bellamar" wartenden Eltern der Realschüler nach Klassenstufen sortiert zu ihren Kindern gebracht, damit diese endlich nach Hause gehen, durchatmen konnten...

pol/pek

Quelle: Mannheim24

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