Auf A6 überfahren

Traurige Gewissheit! Toter Wolf kam aus Wildpark

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Wurde der Wolf aus dem Neckar-Odenwald-Kreis auf A6 überfahren? (Symbolfoto)

Mosbach/Öhringen - Die schlimme Vorahnung hat sich bestätigt! Der entflohene Wolf aus Hessen ist der tote Wolf, der auf der A6 überfahren wurde. Mehr dazu:

Update vom 28. Februar, 15:26 Uhr: Wie das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung am Donnerstag der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt in Freiburg bestätigt, handelt es sich bei dem toten Wolf auf der A6 um den ausgebüxten Wolf aus dem Wildpark Knüll in Hessen. Wie die Rhein-Neckar-Zeitung berichtet, habe ein Chip in dem Tierkörper eine Identifizierung möglich gemacht. 

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Ob der tote Wolf der gleiche ist, der im Neckar-Odenwald-Kreis gesichtet wurde, ist allerdings weiterhin unklar.

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Wenige Tage nach Tier-Sichtung im Odenwald: Gibt es bald eine Wolf-Obergrenze?

Update vom 21. Februar, 6:45 Uhr: Wenige Tage nach der Sichtung des Wolfs im Odenwald, befasst sich auch der Bundestag mit den Vierbeinern. Am Donnerstag stehen zwei Anträge der FDP und AfD auf der Tagesordnung des Parlaments. Die FDP fordert, den Wolf ins Jagdgesetz aufzunehmen und parallel dazu in der EU auf eine Lockerung des Schutzstatus hinzuwirken. Die AfD will unter anderem regionale Obergrenzen für Wölfe und die Jagd erlauben, wenn die Zahl der Tiere sie überschreitet.

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Nach Ansicht eines Experten ist der Schutz von Rinderherden vor Wölfen in Baden-Württemberg kaum möglich – oder nur mit einem „Riesenaufwand“. Das sagt Micha Herdtfelder von der Forstlichen Versuchsanstalt Freiburg bei einer Tagung des Landesbauernverbands am Mittwoch in Empfingen bei Freudenstadt.

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Toter Wolf von der A6: Ist er aus einem Wildpark ausgebrochen?  

Update vom 20. Februar, 15:15 Uhr: Bei dem auf der A6 bei Öhringen überfahrenen Vierbeiner könnte es sich um den vermisste Wolf aus dem Wildpark Knüll handeln. Ein Sprecher des Schwalm-Eder-Kreises sagt am Mittwoch, dass diese Möglichkeit besteht. Noch ist unklar, ob das tote Tier tatsächlich ein Wolf ist. „Wir halten es für sehr wahrscheinlich", sagt eine Sprecherin der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Freiburg auf Anfrage der dpa. Der Kadaver habe sich in einem schlechten Zustand befunden. 

Der Vierbeiner war in der Nacht zum Dienstag auf der A6 bei Öhringen im Hohenlohekreis überfahren und tödlich verletzt worden. Die Stelle liegt in der Nähe mehrerer Orte im Neckar-Odenwald-Kreis. Dort war schon am Wochenende ein Wolf gesichtet worden, was das Umweltministerium in Stuttgart bestätigte.

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Die Entfernung zwischen dem Fundort des toten Tieres und dem Wildpark in Nordhessen beträgt etwa 280 Kilometer. „Eine solche Strecke kann ein Wolf durchaus im Laufe mehrerer Tage zurücklegen“, sagte der Sprecher des Schwalm-Eder-Kreises. 

Nun soll das Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin klären, ob es sich bei dem toten Tier um einen Wolf handelt. Die DNA-Spuren des Tieres werden vom Forschungsinstitut Senckenberg in Frankfurt untersucht. Die Experten vergleichen Spuren des toten Vierbeiners mit dem hinterlegten Erbgut des ausgebrochenen Wolfes. Dies dürfte einige Wochen in Anspruch nehmen, wie es vom Schwalm-Eder-Kreis hieß. 

Zwei Wölfe am 18. Januar aus dem Wildpark Knüll geflohen 

Zwei Wölfe waren am 18. Januar aus ihrem Gehege im Wildpark Knüll ausgebrochen. Ein Wolf wurde aus Sicherheitsgründen im frei zugänglichen Teil des Parks erschossen, dem zweiten gelang die Flucht.

Seither versuchte der Wildpark das Tier einzufangen. Eingerichtete Futterstelle zum Anlocken des Tieres habe der Wolf nicht angenommen. In Lebendfallen tappte er auch nicht.

Ist der tote Wolf wirklich der Odenwald-Wolf? 

Update vom 20. Februar, 8:10 Uhr: Ob es sich bei dem toten Tier tatsächlich um den gesichteten Wolf handelt, ist derzeit noch unklar. Wie uns eine Sprecherin des Umweltministeriums am Mittwochmorgen sagt, werde die Analyse noch mehrere Wochen in Anspruch nehmen. 

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Ein Wolf ohne Rudel?

Gibt es Wölfe nicht eigentlich nur im Rudel? Wie uns die Pressesprecherin erklärt, ist es nicht ungewöhnlich, dass die Tiere alleine durch die Wälder streifen. Im Schwarzwald lebe bislang auch nur ein einzelner Wolf. Oftmals sind es die Männchen, die sich von ihrer alten Herde trennen und dann alleine nach einem Weibchen suchen, um ein neues Rudel zu gründen. Ob es sich bei dem Wolf im Neckar-Odenwald-Kreis um ein männlichen Vierbeiner handelt, ist noch nicht bestätigt. 

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Wolf vermutlich auf A6 überfahren

Update vom 19. Februar, 20:30 Uhr: Dem Landesumweltministerium von Baden-Württemberg zufolge ist ein Wolf auf der A6 bei Öhringen (Hohenlohekreis) überfahren worden. Aufgrund der räumlichen Nähe könnte es sich um den Wolf handeln, der am Wochenende im Neckar-Odenwald-Kreis unterwegs gewesen ist, teilen die Behörden in Stuttgart am Dienstag mit. 

Die Stelle liegt in der Nähe von Orten im Neckar-Odenwald-Kreis, in denen kürzlich ein Wolf gesichtet worden war. Nach ersten Einschätzungen von Fachleuten der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Freiburg soll es sich bei dem am späten Montagabend gefundenen Tier um einen Wolf handeln.

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Tote Schafe in Oppenau: Hat sie ein Wolf gerissen? 

In Oppenau im Ortenaukreis sind am Montag (18. Februar) zwei tote Schafe gefunden worden, die offensichtlich gerissen wurden. Nach erster Begutachtung durch die Experten der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt FVA in Freiburg ist es möglich, dass ein Wolf die beiden Tiere getötet hat.

Für die genetische Untersuchung wurden Rissabstriche an das Forschungsinstitut Senckenberg geschickt. Bis das Ergebnis vorliegt kann es aber einige Wochen dauern.

Oppenau befindet sich in der „Förderkulisse Wolfsprävention“. In dem so beschriebenen Gebiet werden besondere Anforderungen an den Herdenschutz gestellt. Herdenschutzmaßnahmen wie Elektrozäune werden mit 90 Prozent der Anschaffungskosten bezuschusst.

Bestätigt! Wolf streift durch den Neckar-Odenwald-Kreis

Update vom 19. Februar: Noch am Montag bestätigt das Umweltministerium in Stuttgart, dass es sich bei dem Tier tatsächlich um ein Wolf handelt! Nach Angaben des Ministeriums sind Meldungen aus Schwarach, Binau, Mosbach und Neckargerach eingegangen. Experten zufolge kann ein Wolf täglich eine Strecke von bis zu 60 Kilometern zurücklegen. 

Neben dem Videomaterial liegen den Fachleuten auch einige Tierhaare vor, die dem Wolf zugeordnet werden. Sie sollen im Senckenberg-Institut einer Genanalyse unterzogen werden. „Bis das Ergebnis feststeht, kann es aber drei bis vier Wochen dauern", so das Umweltministerium. 

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Wo der Wolf sich derzeit aufhält, lasse sich nicht sagen. Der Neckar-Odenwald-Kreis liege außerhalb der sogenannten Förderkulisse Wolfsprävention, in der es seit über einem Jahr regelmäßig Wolfsnachweise und auch Risse von Nutztieren gegeben hat.

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Wo kann ich mich melden wenn ich einen Wolf gesehen habe?

Einen Wolf zu Gesicht zu bekommen, ist eine wahre Seltenheit. Doch falls jemand eine Beobachtung macht, sollte das sofort gemeldet werden. „Am besten ist immer ein Beweisfoto, das können die Wolfsexperten genau auswerten“, so Gerhard Eppler, Landesvorsitzender des NABU Hessen, in einer Pressemitteilung. 

Wie das Landesumweltministerium von Baden-Württemberg auf seiner Homepage mitteilt soll man sich am besten an die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt BW (FVA) wenden, wenn man einen Wolf gesehen hat. Die Telefonnummer ist die 0761/4018274 die E-Mail Adresse: info@wildtiermonitoring.de

Wie verhalte ich mich, wenn ein Wolf vor mir steht? 

Das Ministerium warnt aber davor, dass Wölfe auf keinen Fall angelockt oder gar angefüttert werden sollen. „Bei Sichtungen von Wölfen zusammen mit eigenen Hunden sollten diese an die Leine genommen werden", heißt es weiterhin. 

Wie bei anderen großen Wildtieren wie Wildschweinen gilt auch beim Wolf: Abstand halten, nicht darauf zugehen und nicht bedrängen“, erklärt Eppler. 

Wichtig: Man sollte die Tiere niemals füttern, damit sie den Respekt vor dem Menschen nicht verlieren. Falls ein Wolf doch mal näher kommt: laut rufen, in die Hände klatschen und gelassen bleiben!

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Die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland sorgt seit Jahren für Diskussionen. Immer wieder werden Nutztiere gerissen. Deshalb gibt es auch Forderungen, die Zahl der Wölfe durch eine Bejagung zu regulieren. Naturschützer fordern hingegen andere Schritte. So sollten Landwirte etwa individuelle Beratung und Geld für geeignete Zäune erhalten. Seit etwa 150 Jahren galten Wölfe in freier Wildbahn im Südwesten als ausgerottet - bis 2015 die Raubtiere zum ersten Mal wieder nachgewiesen wurden. Noch handelt es sich um einzelne Tiere. Nur in Ausnahmefällen wird ein Abschuss erlaubt.

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Wolf bei Mosbach gesichtet? 

Meldung vom 18. Februar 2019: Ist im Neckar-Odenwald-Kreis ein Wolf gesichtet worden? Am Montag teilen Polizei und der zuständige Wildtierbeauftragte mit, dass in der Nacht zum Sonntag mehrere Anrufer von einem Tier berichtet hätten, bei dem es sich um einen Wolf handeln könnte.

Eine Autofahrerin hält auf Video fest, wie ein Tier auf der Straße herumrennt. Noch ist aber unklar, ob es sich bei dem Vierbeiner tatsächlich um einen Wolf handelt. Das bestätigt Wildtierbeauftragte des Neckar-Odenwald-Kreises, Thilo Sigmund.

Wolf oder Hund? Autofahrerin filmt Vierbeiner auf der Straße!

Das Video wird der forstlichen Versuchsanstalt in Freiburg übergeben, wo es Experten auswerten. Nun müsse man auf das Ergebnis warten. Mit einer Einschätzung rechne man zeitnah.

Sigmunds Angaben zufolge werden Meldungen zu zwei verschiedenen Stellen gemacht - bei Mosbach und im wenige Kilometer entfernten Neckargerach.

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Nach 150 Jahren: Wolf streift durch den Odenwald!

Erstmeldung vom 7. September 2017: Vor rund 150 Jahren lebten die Wölfe im Odenwald - kehren sie nun wieder zurück?

Der Fotograf Hans Oppermann hat einen Wolf in der Nähe von Wald-Michelbach gesehen und von ihm eine Aufnahme gemacht, berichtet der Naturschutzbund Hessen (Nabu) am Donnerstag (7. September) in Wetzlar. 

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Das Foto wurde am Sonntag (3. September) geschossen. Es zeigt einen Wolf, der aufgerichtet zwischen den Bäumen des Odenwalds steht. 

Freude bei NABU freuen sich über die Rückkehr des Wolfes im Odenwald

Die Naturschützer gehen davon aus, dass der Vierbeiner schon seit längerem durch die Wälder der Metropolregion streift. Wolfgang Wenner, Artenschutzbeauftragter des Nabu Wald-Michelbach, will das Tier bereits am 20. August 2017 beobachtet haben. Im Juni sei ein Artgenosse in Biebertal (Mittelhessen) gesichtet worden sein.  

„Die Rückkehr des Wolfs in den Odenwald ist ein gutes Zeichen. Die wald- und wildreiche Gegend bietet einen idealen Lebensraum für den faszinierenden Beutegreifer“, sagt Gerhard Eppler, Landesvorsitzender des NABU Hessen, in einer Pressemitteilung. 

Lange Zeit galt der Wolf als ausgerottet

Bereits 1780 waren die Wölfe im Odenwald ausgerottet. 1840 wurden Wölfe im Viernheimer Wald und in Lorsch erlegt und am 12. März 1866 starb der letzte Vierbeiner, den man bis heute im Eberbacher Museum ausgestopft sehen kann. „Wie alte Aufzeichnungen zeigen, haben Wölfe in der Geschichte des Odenwaldes nicht ein einziges Mal einen Menschen verletzt“, so der hessische Naturschutzbund.

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dpa/pm/jol

Quelle: Mannheim24

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