In Neckargemünd

Plastikmüll? Nein, danke! Schüler sagen Umweltverschmutzung den Kampf an

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Stolz auf ihren Erfolg: Schüler der Stephen-Hawking-Schule nach erfolgreichem Plastiksammeln. 

Neckargemünd - Umweltverschmutzung gehört zu den großen Herausforderungen unserer Zeit. Dass das auch schon die Kleinsten wissen, zeigen Schüler der Stephen-Hawking-Schule gleich zum Jahresbeginn. 

Sammeln! Umdenken! Protestieren!

In der aktuellen UNESCO-Aktionswoche machen sich Schüler der SRH Stephen-Hawking-Schule in Neckargemünd eine Woche lang gegen Umweltverschmutzung stark. „Plastikflaschen, Tüten und alte Dosen, überall Müll“, Schülerin Ida rümpft die Nase. Mit Mülltüten, Handschuhen und Müllgreifern ausgestattet, streift die Grundschülerin mit ihrer Klasse durch Neckargemünd.Ihre Mission: Müll sammeln. Gemeinsam mit rund 30 weiteren Unternehmen geht auch die BASF dieses Problem an

In der aktuellen UNESCO-Aktionswoche gehen die Schüler konkret dem Plastikmüll an den Kragen. „Im Sinne der UNESCO-Ziele sensibilisieren wir unsere Schüler dafür, Verantwortung für ihre Umwelt zu übernehmen und die Welt, in der sie leben wollen, aktiv mitzugestalten“, sagt Lehrerin Laura Geiger. Als UNESCO-Projektschule widmet sich die Grundschule im Januar jeden Jahres dem Thema Umweltschutz. Dieses Mal steht Plastikvermeidung auf der Agenda. 

Müllvermeidung, die zum Umdenken anregt

„Plastik ist einfach überall. Es gibt ganz einfache Möglichkeiten, es zu vermeiden, wenn man sie nur kennt“, erklärt Laura Geiger. Zusammen mit ihrer Klasse hat sie nicht nur die Neckargemünder Natur vom Müll befreit, sondern auch im Projektunterricht gezeigt, wie man Plastik im Alltag einfach ersetzen kann. Im Supermarkt kann man Obst in eine mitgebrachte Stofftüte packen, man kann sich selbst auflösende Müllsäcke benutzen oder die Milch zum Beispiel in Glasflaschen kaufen, lernen die Kinder. Wie etwa in ‚Maggi‘s unverpackt‘„Eddie‘s Verpackungsfrei Einkaufen“ oder Anna‘s „Unverpacktes“

Unterstützt werden die Grundschüler bei ihrer Arbeit von den älteren Schülern der Werkrealschule. Diese überprüfen die Ergebnisse der Projektarbeit und helfen, wenn die jüngeren Kinder bei ihren Aufgaben nicht weiterkommen. „Unsere Schüler lernen so von- und miteinander. Das Alter spielt dabei fast keine Rolle. Als Team setzen sich alle gemeinsam für den Naturschutz ein“, sagt Laura Geiger. 

Besonders die Bilder von Meerestieren, die unter dem Plastikmüll leiden, haben die Grundschüler schockiert und zum Umdenken angeregt. Einige von ihnen sind in ihrer Freizeit Müll sammeln gegangen und eine Schülerin möchte einen Protest in der Schule organisieren. 

pm/chh

Quelle: Mannheim24

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