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Neckargemünd: Bluttat am Kümmelbacher Hof ‒ So geht es dem Opfer (20) jetzt

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Von: Florian Römer

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Fotos von der ,Rothsnasenhütte' in Neckargemünd
Blick auf Neckargemünd (Archivfoto). © HEIDELBERG24/Josefine Lenz

Neckargemünd - Ein 16-jähriges Mädchen lockt einen 20-Jährigen an den Kümmelbacher Hof. Dort wird er unvermittelt von einem anderen Mann angegriffen und schwer verletzt. Neue Details:

Update vom 14. Januar: Noch gibt es keine offiziellen Erkenntnisse zu den Hintergründen der Attacke auf einen 20-Jährigen am Kümmelbacher Hof. Er wurde am Freitag (7. Januar) von einem 16-jährigen Mädchen auf das abgelegene Gelände im äußersten Westen von Neckargemünd gelockt. Dort lauerte ein 24-Jähriger dem Opfer auf und traktierte es Messerstichen und Schlägen.

Zur Tatwaffe kann die Staatsanwaltschaft „derzeit noch keine Einzelheiten bekanntgeben“, sagt Thomas Bischoff, Sprecher der Staatsanwaltschaft Heidelberg. Bei dem Angriff erlitt das Opfer „zwei Stichverletzungen am Körper und knöcherne Verletzungen im Gesicht“, teilt Bischoff weiter mit. Der 20-Jährige hat mittlerweile das Krankenhaus wieder verlassen.

Neckargemünd: Bluttat am Kümmelbacher Hof ‒ Sollte Opfer (20) ermordet werden?

Update vom 13. Januar: Wie viele schon vermutet haben, spielte sich die Bluttat in Neckargemünd am Kümmelbacher Hof ab. Das bestätigt Thomas Bischoff, Sprecher der Staatsanwaltschaft Heidelberg, auf Anfrage von HEIDELBERG24. Konkretere Details zu der Beziehung der beiden beschuldigten Täter untereinander und zum 20-jährigen Opfer kann die Staatsanwaltschaft aus „ermittlungstaktischen Gründen“ nicht machen. Beide mutmaßlichen Täter haben die deutsche Staatsbürgerschaft.

Sowohl der 24-jährige Beschuldigte als auch seine 16-jährige Mittäterin sitzen weiterhin in Untersuchungshaft. Auch bei dem minderjährigen Mädchen sehen Gericht und Staatsanwaltschaft „Verdunklungsgefahr“ als dringenden Haftgrund an. Bei einer Unterbringung in einer Einrichtung der Jugendhilfe könne die Jugendliche die Ermittlungen behindern, so die Befürchtung. Der Sprecher ergänzt zudem, dass der genaue Gesundheitszustand des 20-jährigen Opfers nicht bekannt sei. Es gehe ihm aber besser und er befinde sich außer Lebensgefahr.

Neckargemünd: Bluttat am Kümmelbacher Hof ‒ War es versuchter Mord?

Ob bei dem unvermittelten Angriff am Kümmelbacher Hof aus versuchtem Totschlag eventuell sogar versuchter Mord wird, ist derweil noch Gegenstand der Ermittlungen. Die Ermittler prüfen auch, ob Mordmerkmale wie beispielsweise Heimtücke in Betracht kommen.

Dem jungen Mann, der durch Messerstiche und Schläge schwer verletzt wurde, gehe es mittlerweile besser. „Es besteht keine Lebensgefahr“, so Bischoff. Vor der Flucht hatten die Täter auch das Mobiltelefon des Opfers geklaut. Der 20-Jährige konnte sich trotz schwerer Verletzungen nach der Attacke in ein nahe gelegenes Wohngebiet retten, wo Passanten sich um ihn kümmerten.

Neckargemünd: Mädchen (16) lockt Mann in Hinterhalt ‒ Dort lauert Messer-Angreifer

Erstmeldung vom 12. Januar: Unglaubliche Geschichte aus dem sonst so beschaulichen Neckargemünd (Rhein-Neckar-Kreis): Ein junges Mädchen (16) lockt am Freitagabend (7. Januar) einen 20-Jährigen auf ein Grundstück eines verlassenen Anwesens. Dort lauert ein 24-Jähriger und greift den jungen Mann unvermittelt an. Der 24-Jährige traktiert sein Opfer mit Schlägen und sticht auf den 20-Jährigen mit einem Messer ein. Dabei wird das Opfer schwer verletzt. Ehe der mutmaßliche Täter und seine Komplizin fliehen, klauen sie dem 20-Jährigen noch das Mobiltelefon.

StadtNeckargemünd
LandkreisRhein-Neckar-Kreis
Einwohnerzahl13.349 (31. Dez. 2020)
BürgermeisterFrank Volk (FW)

Trotz schwerer Verletzungen gelingt es dem Opfer, sich in ein Wohngebiet zu retten. Dort trifft der junge Mann auf zwei Fußgänger, die ihn zum Polizeirevier Neckargemünd bringen. Ein Krankenwagen bringt das Opfer schließlich zur Versorgung in ein Krankenhaus.

Neckargemünd: Versuchter Totschlag ‒ Mann (24) und Mädchen (16) in U-Haft

Noch in der Nacht können die beiden Tatverdächtigen identifiziert und festgenommen werden. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heidelberg erlässt das Amtsgericht Heidelberg am Samstag (8. Januar) Haftbefehl gegen den 24-jährigen Mann und die 16-jährige Jugendliche. Staatsanwaltschaft und das Dezernat Kapitaldelikte der Kripo ermitteln wegen des Verdachts des versuchten Totschlags. Konkrete Fragen zu dem Fall beantwortet das zuständige Polizeipräsidium Mannheim mit Verweis auf die ermittelnde Staatsanwaltschaft derzeit nicht.

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Zeugen, die die Tat beobachtet haben oder sonstige sachdienliche Hinweise zum Tatverlauf geben können, sollen sich unter der Telefonnummer 0621/174-4444 an den Kriminaldauerdienst wenden. (pol/rmx)

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