Auswirkungen auf Gesundheit, Tierheim und Umwelt

Es sind einfach zu viele! Wie Neustadt gegen die Katzen-Überpopulation kämpft

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In Neustadt wird eine Kastrationspflicht für Katzen beschlossen (Symbolfoto)

Neustadt (Weinstraße) - Der Stadtrat wird in Neustadt eine Kastrationspflicht für Katzen einführen. Die Gründe und welche Tiere davon betroffen sind: 

In Neustadt gibt zu viele Katzen! Bei vielen Vierbeiner-Fans macht das Herz womöglich jetzt einen kleinen Freudensprung, für die Stadt stelle diese Überpopulation der Freigänger allerdings ein gewaltiges Problem dar, so heißt es in einer Beschlussvorlage zur sogenannten „Katzenschutzverordnung“ von der Neustädter Stadtverwaltung. In einer Sitzung am Dienstag (28. August) will der Stadtrat deshalb zu drastischen Mitteln greifen: Er will die Kastrationspflicht für Katzen einführen. 

Die Gründe

  • Der Populationsanstieg von freilaufenden Katzen führe zu Schmerzen, Leiden und Schäden bei den Katzen. Außerdem verursache die starke Vermehrung allgemeine Gesundheitsprobleme, wie Dehydration oder Parasitenbefall
  • Das Tierheim Neustadt stoße durch die zunehmenden Fälle von oft krank aufgefundenen Katzen an Kapazitätsgrenzen. Längerfristig könnte ein Aufnahmestopp drohen.
  • In Sachen Naturschutz führe die erhöhte Katzenpopulation zu einem Ungleichgewicht zwischen Jagd- und Beutetieren, das beispielsweise Vogelbestände bedrohen könnte.

Was bedeutet die Kastrationspflicht?

Alle fortpflanzungsfähigen Fellnase (mindestens fünf Monate alt und nicht kastriert), die im Gebiet der Stadt Neustadt freien Auslauf haben, müssen in einer Tierarztpraxis gechipt und kastriert werden. 

Katzenhalter müssen gegenüber der Ordnungsbehörde nachweisen können, das ihr Streuner nicht fortpflanzungsfähig ist. 

Was passiert, wenn man seine Katze nicht kastrieren lässt?

Wenn die Ordnungsbehörde oder das Tierheim eine nicht gechipte oder kastrierte Katze aufgreift, darf sie in Obhut genommen werden. Wenn der Besitzer innerhalb 72 Stunden nicht ermittelt werden kann, kann die Kastrierung und Kennzeichnung auch ohne deren Einverständnis durchgeführt werden. 

Wenn der Katzenhalter anschließend festgestellt wird, muss er die Kosten nachträglich tragen.

kab

Quelle: Mannheim24

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