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Omikron im Rhein-Neckar-Kreis: Gesundheitsamt fordert Afrika-Reiserückkehrer zu PCR-Tests auf

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Von: Peter Kiefer

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Heidelberg/Rhein-Neckar-Kreis – Die Corona-Variante Omikron (B.1.1.529) bedroht die Welt! Jetzt der flammende Appell des Gesundheitsamts an Afrika-Reiserückkehrer:

Um die neu aufgetretene Virusvariante Omikron (B.1.1.529) möglichst einzudämmen, ruft das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises, das auch für die Stadt Heidelberg zuständig ist, Reisende aus dem Süden Afrikas eindringlich zur Mithilfe auf. Alle Personen, die in den letzten 14 Tagen aus dem südlichen Afrika (Südafrika, Simbabwe, Namibia, Mosambik, Malawi, Lesotho, Eswatini und Botsuana) in den Rhein-Neckar-Kreis und den Stadtkreis Heidelberg eingereist sind, sollen sich sofort bei der Corona-Hotline des Gesundheitsamts melden. Die Telefonnummer lautet: 06221/522-1881.

„Diese Personen können dann einen kostenlosen PCR-Test in unserem Test-Center in Reilingen vereinbaren. Bei positiven Testergebnissen von Reiserückkehrern aus dem südlichen Afrika und deren engen Kontaktpersonen wird das Labor des Universitätsklinikums Heidelberg eine Sequenzierung vornehmen, um eine eventuelle Omikron-Variante zweifelsfrei nachweisen zu können“, erklärt die stellvertretende Leiterin des Gesundheitsamtes, Dr. Anne Kühn.

Gebietskörperschaft\tRhein-Neckar-Kreis
RegierungsbezirkKarlsruhe
Einwohnerzahl548.355 (Stand: 31. Dezember 2019)
Fläche1.061,7 km²
LandratStefan Dallinger (CDU)

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Omikron in Deutschland: Reiseverkehr aus südlichem Afrika eingeschränkt

Es wird befürchtet, dass die Virusvariante Omikron wegen ungewöhnlich vieler Mutationen noch ansteckender ist als die in Deutschland verbreitete Delta-Variante. Das Robert-Koch-Institut hat daher am 28. November die oben aufgezählten südafrikanischen Länder zu Virusvariantengebieten erklärt.

Coronavirus - Virusvariante Omikron
Die WHO warnt vor der neuen Mutation Omikron. © Andre M. Chang/dpa

Die Bundesregierung hat schnell auf die bedrohliche Variante reagiert und bereits seit Samstag (27. November) den Flugverkehr mit Südafrika und einigen Nachbarländern drastisch eingeschränkt. Dann sind nur noch Einreisen für deutsche Staatsbürger möglich, die nach ihrer Ankunft unabhängig von Impf- oder Genesenen-Status für 14 Tage in Quarantäne müssten, wie Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erklärt hat. Passagiere, die noch tags zuvor aus Südafrika nach Deutschland geflogen sind, sollen sich testen und vorsichtshalber isolieren, hatte Spahn angeraten.

Neue Corona-Variante: Das weiß man bisher über Omikron

Die erstmals im südlichen Afrika nachgewiesene Omikron-Variante (B.1.1.529) ist von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als „besorgniserregend“ eingestuft worden. Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC spricht ebenfalls von ernsthaften Sorgen. Demnach könnte die Variante die Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe erheblich verringern und das Risiko von Reinfektionen erhöhen. Welche genauen Auswirkungen die neue Variante hat, steht allerdings noch nicht fest. Bis es darüber Klarheit gebe, kann es laut WHO sogar noch Wochen dauern. (PM/pek)

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