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Corona-Kontrolle über Ostern: Bilanz – So viele Verstöße hat die Polizei geahndet

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Von: Katja Becher, Robin Eichelsheimer

Rhein-Neckar-Region - Die Polizei verstärkte an Ostern ihre Kontrollen zur Einhaltung der Corona-Regeln. So viele Verstöße wurden an den vier Tagen festgestellt:

Update vom 6. April: Am letzten Tag der Schwerpunktkontrollen zur Einhaltung der Corona-Regeln über die Ostertage haben die Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums Mannheim nochmals 399 Fahrzeuge und 869 Personen kontrolliert – wie schon an den drei Kontrolltagen wurden dabei fast ausschließlich Verstöße gegen die Maskenpflicht und die Kontaktbeschränkungen festgestellt – am Ostermontag insgesamt 229 an der Zahl. Wie die Polizei berichtet, kam es an diesem Tag zu keinen besonderen Vorkommnissen.

Insgesamt wurden im Rahmen der Schwerpunktkontrollen, bei denen insgesamt rund 70 zusätzliche Beamte in Mannheim, Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Kreis im Einsatz waren, 2.018 Fahrzeuge und 4.719 Personen überprüft. Dabei wurden 1.304 Verstöße festgestellt.

„Erwartungsgemäß zog es zahlreiche Menschen bei herrlichem Wetter über die Ostertage ins Freie an die beliebten Treffpunkte und Ausflugsziele unserer Region,“ so Polizeipräsident Andreas Stenger – und bilanziert: „Unsere hohe Präsenz und die vielen Kontrollen haben gezeigt, dass ein Großteil der Bevölkerung die Einschränkungen befolgt hat. Nur mit Solidarität und Verantwortungsbewusstsein können wir das Infektionsgeschehen weiter eindämmen. Die Uneinsichtigen müssen nun mit einem Bußgeld rechnen.“

Oster-Kontrollen: Illegales Konzert, Corona-Party und PS-Prolls – über 700 Verstöße am Wochenende

Update vom 5. April: Nach den verschärften Kontrollmaßnahmen am Karfreitag mit rund 340 Verstößen gegen die Corona-Verordnung führt das Polizeipräsidium Mannheim auch am Karsamstag und Ostersonntag wieder Schwerpunktkontrollen zur Überwachung der Corona-Maßnahmen in Mannheim, Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Kreis durch, bei denen rund 70 Extra-Beamte im Einsatz sind.

Im Fokus der Polizisten stehen dabei beliebte Ausflugsziele wie die Neckarwiesen, Rheinterrassen- und Promenade sowie der Königstuhl und das Heidelberger Schloss, wo am Wochenende jede Menge los war. Insgesamt kontrollierten die Beamten 928 Fahrzeuge und 2.310 Personen. Dabei wurden insgesamt 732 Verstöße festgestellt – in erster Linie gegen die Maskenpflicht und die Kontaktbeschränkungen. Die Übersicht:

Die Corona-Kontrollmaßnahmen werden auch am Ostermontag fortgeführt.

Oster-Kontrollen in der Region: Hunderte Verstöße – Polizei zieht erste Corona-Bilanz

Erstmeldung vom 3. April: Bei sonnigem Wetter zieht es die Menschen in der Region an den Oster-Tagen verstärkt an die frische Luft. Dennoch gelten auch an Ostern in Baden-Württemberg strenge Regeln gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Wie angekündigt, hat das Polizeipräsidium Mannheim daher die Kontrollen zur Überwachung der Corona-Regeln verstärkt. Am Karfreitag waren dafür rund 70 zusätzliche Beamte in Heidelberg, Mannheim und dem Rhein-Neckar-Kreis im Einsatz. Einen besonderen Fokus legten die Beamten dabei auf den beliebtesten Ausflugszielen und Treffpunkten in der Region. Das ist die erste Bilanz nach den Oster-Kontrollen der Polizei:

Corona-Kontrollen in Mannheim, Heidelberg und Rhein-Neckar-Kreis: Die erste Oster-Bilanz der Polizei

Insgesamt kontrollierte die Polizei am Karfreitag 691 Fahrzeuge und 1.540 Personen in der Region. Es wurden 343 Verstöße festgestellt – darunter fast ausschließlich Verstöße gegen die Maskenpflicht und die Kontaktbeschränkungen. In der Rhein-Neckar-Region ist es aktuell erlaubt, sich mit maximal zwei Haushalten und fünf Personen in der Öffentlichkeit aufzuhalten.

Im Rhein-Neckar-Kreis kam es im Bereich Waibstadt außerdem zur Ansammlung einer 20-köpfigen Gruppe, die sich offenbar zu einer Feier an einem Biertisch niedergelassen hatte. Alle Personen sehen nun Ordnungswidrigkeiten wegen Verstößen gegen die Corona-Verordnung entgegen.

Corona-Kontrollen an Ostern: Die Polizei-Bilanz für Heidelberg

Gegen 16:30 Uhr hielten sich nach Polizei-Angaben rund 1.000 Personen auf der Neckarwiese in Heidelberg auf, die sich innerhalb der aufgezeichneten Kreise aufhielten. „Der überwiegende Teil der Personen hielt sich an die Kontaktbeschränkungen“, so die Polizei in ihrer Bilanz vom Karfreitag. Lediglich einige Gruppen hatten sich aus mehr als zwei Haushalten zusammengetan und die Höchstzahl von fünf Personen überschritten. Diese wurden von der Polizei auf die bestehenden Regeln hingewiesen.

Menschen sitzen auf der Neckarwiese in Heidelberg in mit Rasenfarbe aufgezeichneten Kreisen (Archivbild).
Menschen sitzen auf der Neckarwiese in Heidelberg in mit Rasenfarbe aufgezeichneten Kreisen (Archivbild). © dpa/Uwe Anspach

Corona-Kontrollen an Ostern: Die Polizei-Bilanz für Mannheim

Neben Kontrollen an beliebten Ausflugszielen nimmt die Polizei in Mannheim an Ostern auch gezielt die Bereiche Lindenhof und die Innenstadt in den Fokus. Grund ist, dass sich dort in letzter Zeit häufig jüngere Nachtschwärmer in ihren Fahrzeugen getroffen hätten, erklärt die Polizei. Bei den Corona-Kontrollen an Karfreitag sei das Besucheraufkommen an den beliebten Treffpunkten in Mannheim, wie Strandbad, Neckarwiese oder Neckarpromenade, jedoch überschaubar geblieben. „Die
Regelungen der CoronaVO wurden überwiegend eingehalten“, teilen die Beamten am Tag nach den Kontrollen mit.

Gegen 20 Uhr seien in Mannheim einige wenige Poser-Fahrzeuge an der Rheinpromenade festgestellt worden und des Ortes verwiesen. Nach Aufstellung einer Absperrung in der Rennerhofstraße seien keine weiteren Fahrzeuge mehr angetroffen worden. Ab 20:30 Uhr wurden zur Überwachung der nächtlichen Ausgangssperren in Mannheim mehrere Kontrollstellen an den Zu- und Abfahrtsstraßen im Stadtgebiet errichtet. Diese wurden, nachdem der Fahrzeugverkehr stark nachgelassen hatte, gegen 23 Uhr wieder abgebaut. Hier wurden einige Verstöße gegen die Kontaktbeschränkungen und die Maskenpflicht festgestellt.

Corona-Kontrollen an Ostern: Polizei führt verstärkte Maßnahmen bis Montag fort

Die Polizei hat angekündigt, die Oster-Kontrollen im Rhein-Neckar-Kreis sowie in Mannheim und Heidelberg auch an den nächsten Tagen konsequent weiterzuführen. „Das Virus braucht zur Verbreitung den persönlichen Kontakt. Es kennt keine Feiertage. Nur wenn wir diese Kontakte reduzieren und die übrigen Corona-Regeln konsequent einhalten, können wir das Infektionsrisiko minimieren. Am besten folgen wir der Kampagne der Stadt Mannheim: 10 Tage für Mannheim, Testen und zu Hause bleiben. Ruhe und Achtsamkeit über die Osterzeit sind nötig, um die Welle zu brechen. Mit unseren Kontrollen wollen wir als Polizeipräsidium Mannheim unseren Teil dazu beitragen“, betont Polizeipräsident Andreas Stenger. (kab/pol)

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