Deutsche und französische Ermittler arbeiten zusammen

Rhein-Neckar-Kreis: Pferde-Quäler verstümmelt Tiere – jetzt auch Fälle in Frankreich!

Rhein-Neckar-Kreis - Seit Wochen treibt ein Tierquäler in der Region sein Unwesen und verletzt zahlreiche Pferde. Und auch in Frankreich treten mehrere brutale Fälle auf:

  • In Heidelberg* und in weiteren Gemeinden der Rhein-Neckar-Region werden immer wieder Pferde verletzt.
  • Insgesamt vier Pferde und drei Fohlen wurden seit Juni im Rhein-Neckar-Kreis Opfer eines Pferde-Quälers.
  • Die Ermittlungsgruppe „Koppel“ untersucht die brutalen Taten in der Region.
  • Jetzt haben französische Polizisten wegen ähnlicher Fälle Kontakt mit den Ermittlern in Mannheim aufgenommen.

Update vom 8. September: Treibt der „Pferde-Ripper“ auch in Frankreich sein Unwesen? Seit Juni wurden in der Rhein-Neckar-Region vier Stuten und drei Fohlen schwer verletzt, ein Tier musste eingeschläfert werden. Wegen ähnlicher Fälle in Frankreich haben französische Polizisten nun Kontakt mit den Ermittlern in Mannheim aufgenommen. Die Fälle sollen nach Angaben eines Sprechers der Mannheimer Polizei nun verglichen werden.

Am Montag hatte die französische Polizei einen Mann unter dem Verdacht festgenommen, drei Pferde misshandelt zu haben. Einen Tag später wurde er wegen eines bestätigten Alibis jedoch wieder auf freien Fuß gesetzt. Viele brutale Angriffe auf Pferde hatten in Frankreich in den vergangenen Wochen für Entsetzen gesorgt: In rund 30 Fällen seien die Verletzungen „extrem gewalttätig“ zugefügt worden, sagte Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin am Montagabend. Insgesamt seien in 153 Fällen wegen der Verstümmelung von Tieren in mehr als der Hälfte aller französischen Départements Ermittlungen eingeleitet.

Unterdessen will die Polizei im Rhein-Neckar-Kreis Pferdebesitzern helfen, ihre Tiere zu schützen. An diesem Mittwochabend findet eine zweite Präventionsveranstaltung in Heddesheim statt. Die Polizei empfiehlt unter anderem spezielle Scheinwerfer und mehr Kontrollgänge. Die Ermittlungsgruppe „Koppel“ untersucht seit einigen Wochen, inwieweit die Taten in der Region zusammenhängen und ob es sich um ein und denselben Tierquäler oder mehrere Täter handelt.

Rhein-Neckar-Kreis: Tierquäler misshandelt Pferde – weil er Frauen hasst?

Update vom 2. September: Seit einigen Wochen beschäftigt die Polizei Mannheim ein Tierquäler, der es auf Stuten und Fohlen in der Region abgesehen hat. Insgesamt sieben Tiere sind mit einem scharfen Gegenstand an Schulter, Beinen oder Genitalien verletzt worden. Ein Pferd muss sogar eingeschläfert werden. Die Verletzungen an den Genitalien der Stuten könnten Ausdruck einer schweren Persönlichkeitsstörung und eines Hasses auf Frauen sein, spekuliert Psychiater und Psychologe an der Psychiatrischen Klinik der Universität Göttingen Borwin Bandelow.

Rhein-Neckar-Kreis: Irrer Tierquäler misshandelt Pferde – Hinweisgeber werden entlohnt

Update vom 26. August: Seit Juni läuft die Fahndung nach dem Pferde-Schänder aus der Region. Die Polizei hat bereits eine Ermittlungsgruppe „Koppel“ ins Leben gerufen – doch bislang ohne Erfolg. Nun schaltet sich die Tierrechtsorganisation PETA mit ein. Um die Tat aufzuklären, setzt PETA eine Belohnung in Höhe von 2.000 Euro aus. Die Hinweise, die den Täter überführen, sollen an die Polizei Mannheim oder der Organisation unter der Telefonnummer 06203-93050 gemeldet werden.

Mit unserer besonders hohen Belohnung möchten wir helfen, den oder die Täter endlich zu finden und aufzuhalten“, sagt Judith Pein im Namen von PETA. „Wir fordern außerdem ein behördliches Register, in dem Anschläge auf Pferde sowie überführte Täter erfasst werden. So könnten mögliche Tatzusammenhänge aufgezeigt und Täterprofile erstellt werden. Behörden könnten effektiver auch überregional zusammenarbeiten. Pferdehalter würden über Gefahrenschwerpunkte informiert und gewarnt werden, um ihre Vierbeiner besser vor Angriffen schützen zu können. Die Überführung sadistischer Täter ist umso wichtiger, da sich Tierquäler unter Umständen später auch an Menschen vergehen.

Polizei setzt Hubschrauber ein - ist sie dem Tierquäler auf der Spur?

Update vom 22. August: In der Nacht auf Samstag setzt die Polizei Mannheim einen Hubschrauber über Heddesheim ein. Der Auslöser dafür ist ein Zeuge, der eine verdächtige Person im Bereich des Reit- und Rennverein in der Muckensturmer Straße in Heddesheim beobachtet hat. Trotz des Einsatzes von mehreren Streifenwagen und der Luftunterstützung können die Beamten die unbekannte Person nicht finden.

Ob er sich bei dem Verdächtigen um den Tierquäler handelt, der in den letzten Wochen zahlreiche Pferde verletzt hat, ist Gegenstand der Ermittlungen. Nach dem derzeitigem Kenntnisstand wurden in der Nacht auf Samstag keine Pferde in Heddesheim verletzt.

Walldürn: Wieder Pferd verletzt - weitet der Tierquäler seinen Radius aus?

Update vom 20. August: Hat der irre Pferdeschänder ein weiteres Opfer gefunden? Seit Wochen sind Stall- und Tierbesitzer unruhigen, weil ein Unbekannter Jagd auf Stuten macht. Nun berichtet das Polizei Heilbronn von einem neuen Fall. Wieder wird ein Pferd auf einer Koppel misshandelt – dieses Mal in Walldürn.

In der Nacht von Mittwoch (6. August), 23 Uhr auf Donnerstag (7. August), 6:30 Uhr wird ein Vierbeiner mit einem scharfkantigen Gegenstand verletzt. Die Polizei vermutet, dass auch hier ein Mensch die 40 Zentimeter lange Schnittwunde verursacht hat. Die Stute kann durch eine Operation gerettet werden.

Zeugen, die etwas Verdächtiges gesehen haben oder Hinweise auf den Täter geben können, werden gebeten, sich beim Polizeiposten Walldürn, Telefonnummer 06282 926660, zu melden. Ob dieser schreckliche Fall mit den anderen aus dem Rhein-Neckar-Kreis zusammenhängen ist unklar. Falls doch hat der irre Tierquäler nun seinen Radius erweitert. Walldürn ist rund eineinhalb Stunden von Heidelberg entfernt und liegt im Neckar-Odenwald-Kreis.

Horror für Tierbesitzer: Acht Pferde in wenigen Wochen misshandelt

Update vom 18. August: Schon wieder sind Pferde im Rhein-Neckar-Kreis von einem brutalen Tierquäler misshandelt worden. Wie das Polizeipräsidium Mannheim am Dienstag mitteilt, hat sich der nächste schreckliche Fall bereits in der Nacht auf Freitag (14. August) in Wiesloch ereignet. Der unbekannte Täter hat eine Außenkoppel des Reiterhofs betreten und drei Stuten an den Läufen verletzt. Welchen Gegenstand er dafür benutzt hat, ist nicht klar. Der Pferdehof befindet sich am Bögnerweg.

Laut Polizei ist ein Mann in Wiesloch aufgefallen, der sich auffällig über die Gegebenheiten des Stalls und angebrachter Überwachungskameras erkundigt hat. Der Unbekannte wird wie folgt beschrieben:

  • etwa 50 Jahre alt
  • 1,85 bis 1,90 Meter groß
  • Bauchansatz
  • Dunkelbraune Haare, vorne etwas kürzer geschnitten als hinten
  • Gebräuntes Gesicht, gebräunte Haut, ins Rötliche gehend
  • Spricht Deutsch ohne erkennbaren Dialekt
  • Trägt ein strahlend weißes T-Shirt und knielange kurze Hosen
  • Die Person hat ein Fahrrad bei sich

Zeugen, die verdächtige Wahrnehungen gemacht haben oder eine aufällig verhaltene Person beobachtet haben, sollen sich beim Polizeirevier Ladenburg unter der Telefonnummer 06203/93050 melden. Die weiteren intensiven Ermittlungsmaßnahmen der Ermittlungsgruppe „Koppel“ bei Polizeipräsidium Mannheim dauern an.

Heidelberg/Region: Wieder Pferde verletzt – treibt ein Tierquäler sein Unwesen?

Update vom 29. Juli: Erneut werden Pferde in der Umgebung von Heidelberg durch Schnittverletzungen verletzt! Wie das Polizeipräsidium am Mittwoch mitteilt, ereignet sich der erste Vorfall am Montag (27. Juli) zwischen 13 und 19 Uhr auf einem Hof auf dem Dilsberg. Hier wird ein Pferd an der linken Schulter durch Schnitte verletzt. Ein Veterinärmediziner behandelt das Pferd.

Der zweite Vorfall passiert in der Nacht von Montag auf Dienstag (28. Juli), in der Zeit von 19:30 Uhr bis 8 Uhr. Zwei Stuten werden auf einem Hof im Bereich Muckensturm (Heddesheim) am Genitalbereich verletzt. Beide Tiere werden ebenfalls von einem Veterinärmediziner behandelt.

In beiden Fällen haben Spezialisten des Fachbereichs Gewerbe und Umwelt des Polizeipräsidiums Mannheim die Ermittlungen aufgenommen. Ob zwischen den beiden genannten Taten ein Tatzusammenhang besteht, ist derzeit nicht bekannt. Auch ist
derzeit noch nicht bekannt, ob die beiden Fälle in Zusammenhang mit den verletzten Pferden auf Reiterhöfen in Heidelberg-Pfaffengrund und Oftersheim von vor wenigen Wochen stehen. Tatsache ist allerdings: In weniger als zwei Monaten sind nun schon fünf Pferde – darunter fast nur Stuten – verletzt!

Zeugen, die Hinweise zu den beiden Vorfällen geben können, oder verdächtige Personen und Fahrzeuge im Bereich der beiden Höfe gesehen haben, werden gebeten diese Hinweise dem Polizeirevier Ladenburg unter der Rufnummer 06203/93050, bzw. dem Polizeirevier Neckargemünd unter der Rufnummer 06223/92540 mitzuteilen. Die Beamten richten eine Ermittlungsgruppe "Koppel" ein und geben den Pferdebesitzern wichtige Tipps, um den Tierquäler zu fassen.

Heidelberg/Oftersheim: Stuten werden auf Koppel verletzt – Polizei sieht keinen Zusammenhang

Meldung vom 18. Juni: Aufregung herrscht in den Reiterhöfen in Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Kreis. Viele Pferdebesitzer machen sich Sorgen um ihre vierbeinigen Freunde, denn innerhalb weniger Wochen ereignen sich zwei schreckliche Fälle, bei denen Pferde verletzt werden. Ein Pferd muss sogar eingeschläfert werden. Die Frage, die jetzt im Raum steht und allen Tierhalten Bauchschmerzen bereitet: Treibt ein Tierquäler sein Unwesen in der Region?

Heidelberg: Pferd schwer verletzt auf Koppel gefunden – Stute muss erlöst werden

Der erste grausige Vorfall ereignet sich am 8. Juni in Heidelberg-Pfaffengrund. Als ein Besitzer am Morgen sein Pferd auf der Koppel besuchen will, muss er schwere Verletzungen an den Hinterbeinen und im Genitalbereich des Tieres* feststellen. Ein Tierarzt versucht noch die 33-jährige Stute zu verarzten, doch für die ältere Dame kommt jede Hoffnung zu spät – das Pferd muss eingeschläfert werden.

Zwei Stuten wurden in der Region im Genitalbereich verletzt (Symbolfoto)

Die Polizei nimmt sofort die Ermittlungen auf, sucht nach Zeugen und geht Hinweisen nach. Auch zehn Tage nach dem Vorfall steht noch nicht fest, ob es das Werk eines Pferdeschänders war. Auch eine Obduktion bringt kein eindeutiges Ergebnis. „Es könnte demnach möglich sein, dass die Verletzungen dem Pferd von außen zugefügt wurden, oder, dass das altersschwache Pferd mit den
Hinterläufen eingeknickt ist und die Verletzungen hierdurch entstanden sind“, heißt es in einem Polizeibericht. In einem Fall, der sich nun aber in Oftersheim ereignet hat, sind sich die Ermittler sicher – dieses Mal hat ein Mensch seine Finger im Spiel.

Oftersheim: Schon wieder wird eine Stute verletzt – Polizei sucht Pferde-Quäler

Wieder passiert es mitten in der Nacht, wieder muss am Montagmorgen ein Pferdebesitzer den puren Albtraum erleben und wieder fällt eine Stute zum Opfer. Wie die Polizei am Donnerstag (18. Mai) berichtet, wird auf einem Reiterhof, der sich in der Nähe des Straße „Im oberen Feld" befindet, das verletzte Tier gefunden. Das Pferd weist ebenfalls Verletzungen am Genitalbereich auf. Ein Tierarzt muss die Wunde versorgen, die Stute überlebt jedoch die Attacke des Tierquälers.

Die Staatsanwaltschaft Mannheim und das Kriminalkommissariat Mannheim haben die Ermittlungen auch in diesem Fall aufgenommen. Sie suchen nun nach Zeugen. Wer Hinweise zu der Tat geben kann, soll sich bei den Beamten unter der Telefonnummer 0621/174-4444 melden.

Treibt ein Tierquäler sein Unwesen – Polizei rät Ruhe zu bewahren

Wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mannheim, das für die beiden Fälle zuständig ist, auf Nachfrage erklärt, laufen die Ermittlungen nach dem Fund der verletzten Pferde auf Hochtouren. „Wir tappen noch im Dunkeln“, so der Polizeisprecher. Er zeigt sich im Gespräch aber optimistisch, man werde kommende Woche bereits „nachsteuern“. Was das konkret bedeutet, erklärt er allerdings nicht.

Man gehe nicht davon aus, dass die beiden Fälle im Zusammenhang stehen. Dass ein Pferdeschänder also Jagd auf Stuten macht, hält die Polizei für unwahrscheinlich, zumal in Heidelberg immer noch nicht feststeht, dass das Pferd durch einen Menschen verletzt wurde. Auch von einem Mann, der in Oftersheim oder Schriesheim sich nach Stuten erkundigt haben soll – wie es derzeit die Runde in manchen Ställen macht – habe die Polizei noch nichts gehört.

Der Sprecher versichert aber, dass die Polizei die Sorgen der Pferdebesitzer nachvollziehen könne. Er rät dennoch dazu, Ruhe zu bewahren. *HEIDELBERG24 ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetwerks. pol/jol

Rubriklistenbild: © Felix Kästle/picture-alliancedpa

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