Taser im Einsatz

Mann (56) stirbt nach Polizeieinsatz – Untersuchung soll Ursache liefern

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Nach einem Polizeieinsatz stirbt ein 56-Jähriger im Krankenhaus. (Symbolbild) 

Pirmasens - Nach einem Polizeieinsatz in Pirmasens ist ein 56 Jahre alter Mann im Krankenhaus gestorben. Das teilten die Staatsanwaltschaft Zweibrücken und das Polizeipräsidium Westpfalz am Freitag mit.

+++ UPDATE 22. Januar: 

Das Innenministerium Rheinland-Pfalz teilt am Dienstag mit, dass auch in Zukunft Taser bei Polizeieinsätzen benutzt werden sollen. Man habe bisher positive Erfahrungen damit gemacht, um den Einsatz der Pistole zu vermeiden. Ob die Benutzung einer solchen Waffe mitverantwortlich für den Tod des 56-Jährigen ist, werde eine rechtsmedizinische Untersuchung zeigen. 

In Schifferstadt kommt es zu einem SEK-Einsatz, als ein Asylbewerber in eine andere Unterkunft verlegt werden soll.

+++ UPDATE 21. Januar:

Die Polizei hat bei dem Einsatz, bei dem ein 56-Jähriger gestorben ist, einen Taser benutzt! Ob ein Zusammenhang zwischen dem Einsatz und dem Tod des Mannes bestehe, müsse durch ein Gutachten geklärt werden, teilt die Staatsanwaltschaft Zweibrücken mit. In einer ersten Meldung hieß es, dass die Beamten „nicht näher bezeichnete Zwangsmittel“ eingesetzt haben. 

Der Mann sollte demnach am vergangenen Freitag vom Ordnungsamt Pirmasens in die Psychiatrie verbracht werden. Am Einsatz beteiligt waren zwei Beamte des Ordnungsamtes sowie ein Beamter der Betreuungsbehörde der Stadtverwaltung und zwei Polizeibeamte. Weil der Mann massiv Widerstand geleistet habe, sei der Taser eingesetzt worden, heißt es. 

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Der Mann sei auf dem Weg zum Krankenhaus kollabiert und in der Notaufnahme an einem Herzinfarkt gestorben. „Ein Todesermittlungsverfahren wurde eingeleitet und mit den Ermittlungen die Kriminaldirektion Kaiserslautern betraut“, so die Staatsanwaltschaft. Ob der Elektroschocker eine Rolle bei dem tragischen Fall spielt, gilt als völlig offen. 

Vor wenigen Tagen hatte Innenminister Roger Lewentz (SPD) mitgeteilt, dass alle 72 Polizeiinspektionen in Rheinland-Pfalz bis 2021 den sogenannten Taser erhalten sollen. Speziell geschulte Polizisten in Kaiserslautern, Koblenz, Ludwigshafen, Mainz und Trier haben ihn bereits.

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Mit einer Elektroschockpistole wird ein Täter mehrere Sekunden lang handlungsunfähig gemacht. Zwei mit Drähten verbundene Pfeile werden in den Brustbereich gezielt - über die Drähte werden elektrische Impulse auf den Körper übertragen. 

Bei einem Polizeieinsatz in Winnweiler wird ein Mann angeschossen, nachdem er die Beamten mit einer Waffe bedroht hat. 

Erstmeldung 18. Januar:

Demnach hatten Sicherheitskräfte das Ordnungsamt bei der Umsetzung eines sogenannten Unterbringungsverfahrens unterstützt. Von Seiten des 56-Jährigen sei es dabei zu „Widerstandshandlungen“ gekommen, hieß es. Die Polizei habe zunächst nicht näher bezeichnete Zwangsmittel eingesetzt, worauf der Mann in ein Krankenhaus gebracht wurde. Dort sei er gestorben. 

Bei dem Einsatz seien zwei Polizisten leicht verletzt worden. Die Staatsanwaltschaft Zweibrücken und die Kriminaldirektion Kaiserslautern ermitteln demnach in Zusammenarbeit mit einem Rechtsmediziner, wie es zu dem Fall kommen konnte.

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dpa/kp

Quelle: Mannheim24

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