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Tödlicher Polizei-Einsatz in Mosbach: Ermittlungen gehen weiter

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Von: Teresa Knoll

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Mosbach - Ein Mann stirbt am Fraitag (13. Januar) durch einen Schuss, den ein Polizeibeamter abgegeben hatte. Der Mann war der Polizei bereits bekannt:

Update vom 15. Januar, 17 Uhr: Nach dem tödlichen Schuss eines Polizisten auf einen Mann in Mosbach laufen die Ermittlungen weiter. Der Erste Staatsanwalt Florian Sommer konnte am Sonntag keine neuen Erkenntnisse mitteilen. Ermittelt wird zum Beispiel noch zu den Hintergründen des Vorfalls am Freitag und dem genauen Einsatzablauf.

Ein 46-Jähriger war am frühen Nachmittag wohl in einem psychischen Ausnahmezustand mit einem Messer bei seiner Ex-Partnerin aufgetaucht. Weil der Mann die herbeigeeilten Polizisten nach Angaben der Ermittler mit dem Messer bedrohte und Reizgas seine Wirkung verfehlte, schoss ein Beamter auf den 46-Jährigen. Dieser erlag an Ort und Stelle seinen Verletzungen. Das Landeskriminalamt prüft, ob der Einsatz der Dienstwaffe den Vorgaben dafür entsprochen hat.

Tödlicher Polizei-Einsatz in Mosbach: Mann (†46) war bereits aktenkundig

Update vom 14. Januar, 13:20 Uhr: Der tödliche Schuss auf einen Mann in Mosbach sei am Freitag durch die Polizei abgegeben worden, sagte ein Sprecher des Landeskriminalamtes (LKA). Mehrere Zeuginnen und Zeugen hätten gegen 13 Uhr einen Mann gemeldet, „der sich augenscheinlich in einem psychischen Ausnahmezustand befindet und mit einem Messer bewaffnet ist“, teulten das LKA und die Staatsanwaltschaft Mosbach mit.

Der Mann war zuvor mit einem Messer bei seiner Ex-Partnerin aufgetaucht und habe die herbeigeeilten Polizisten mit diesem bedroht. Diese setzten der Mitteilung zufolge daraufhin Reizgas ein. Dieses habe aber nicht wie erhofft gewirkt. „Im weiteren Verlauf macht ein Polizeibeamter von seiner Dienstwaffe Gebrauch“, hieß es weiter. Die Beamten hätten sofort Erste Hilfe geleistet, doch der Mann erlag noch an Ort und Stelle seinen Verletzungen.

Beamte der Spurensicherung arbeiten am Tatort (Symbolfoto)
Beamte der Spurensicherung arbeiten am Tatort (Symbolfoto) © Heiko Becker/dpa

Tödlicher Einsatz in Mosbach – 46-Jähriger war bereits polizeibekannt

Er sei polizeilich unter anderem wegen häuslicher Gewalt aktenkundig geworden, teilten die Ermittler mit. „Er befand sich nach derzeitigem Kenntnisstand in psychiatrischer Behandlung.“

Dienstwaffen dürfen nur als Ultima Ratio (äußerstes Mittel) genutzt werden, betont das Innenministerium. Über die Anwendung von sogenanntem unmittelbaren Zwang entscheide die jeweilige Polizeibeamtin oder der Polizeibeamte grundsätzlich einzelfallbezogen und unter Berücksichtigung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit. Das LKA ermittelt, wie sie Sachlage im aktuellen Fall war.

Einsatz in Mosbach: Mann attackiert Polizei mit Messer – und wird erschossen

Erstmeldung vom 13. Januar: Am Freitagnachmittag (13. Januar) kommt es zu einer „Bedrohungslage“ in Mosbach (Ortsteil Neckarelz) in Baden-Württemberg, bei der die Polizei die Pistole einsetzt. Hierbei wird ein 46-Jähriger tödlich verletzt. Offenbar befand sich der Mann in einem psychischen Ausnahmezustand.

Gegen 13 Uhr gehen mehrere Anrufe bei der Polizei in Mosbach ein. Die Zeugen berichten von einem Mann, der sich augenscheinlich in einem psychischen Ausnahmezustand befindet und mit einem Messer bewaffnet ist. Der Mann soll zu Fuß im Bereich der Wohnung seiner Ex-Partnerin unterwegs sein.

Polizeikräfte sind umgehend vor Ort. Der 46-Jährige attackiert diese mit dem Messer. Die Kräfte setzen zunächst Reizgas ein, was aber keine Wirkung erzielt. Im weiteren Verlauf macht ein Polizeibeamter von seiner Dienstwaffe Gebrauch.

Toter bei Polizeieinsatz: Mann stirbt trotz Erster Hilfe

Die Beamten leisten sofort Erste Hilfe, bis der Rettungsdienst und Notarzt eintreffen. Der 46-Jährige erliegt vor Ort seinen Verletzungen. Der Mann war bereits polizeilich unter anderem wegen häuslicher Gewalt aktenkundig geworden. Er befand sich nach derzeitigem Kenntnisstand in psychiatrischer Behandlung.

Nach dem Vorfall wird der Tatort weiträumig abgesperrt. Zwei Staatsanwälte der Staatsanwaltschaft Mosbach sind vor Ort. Die Sachbearbeitung des polizeilichen Schusswaffengebrauchs obliegt dem Landeskriminalamt Baden-Württemberg. Die Ermittlungen zu den Hintergründen und dem genauen Einsatzablauf dauern an.

Toter bei Polizeieinsatz: Mann in Mosbach stirbt durch Schuss

Bei einem Polizeieinsatz in Mosbach in Baden-Württemberg (Neckar-Odenwald-Kreis) kommt am Freitag (13. Januar) ein Mann ums Leben. Der tödliche Schuss sei durch die Polizei abgegeben worden, sagte ein Sprecher des Landeskriminalamtes. Nach dpa-Informationen wird die Polizei durch den Hilferuf einer Frau alarmiert.

Ein Bekannter der Frau soll sie mit einem Messer bedroht haben. Unklar ist noch, warum der Schuss fiel und ob der Mann ebenfalls eine Schusswaffe besaß. Der Tatort sei abgesperrt, das LKA habe die Ermittlungen übernommen, sagt der Sprecher der Behörde auf Anfrage. Weitere Details wollen Staatsanwaltschaft und LKA erst am Abend mitteilen.

Dramatische Szenen auch im Mannheimer Jungbusch Ein Mann zückt bei einer Schlägerei eine Pistole und schießt. Die Polizei sucht ihn mit Täterbeschreibung. (dpa/resa)

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