Nach Familienstreit ausgerastet

Filmreife Verfolgungsjagd: 22-Jähriger flüchtet kilometerweit vor Polizei!

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Wilde Verfolgungsjagd von Rauenberg nach Lobbach (Symbolfoto)

Rauenberg/Sinsheim/Lobbach - Wegen eines Streits mit seinen Eltern setzt sich ein 22-jähriger – ohne Führerschein und unter Drogen – ins Auto und rast davon. Die Polizei nimmt die Verfolgung auf: 

Was mit einem Familienstreit beginnt, endet in einer filmreifen Verfolgungsjagd!

Ein 22-Jähriger gerät am Samstagabend in einer Rauenberger Wohnung mit seinen Eltern aneinander, dabei kommt es auch zu Handgreiflichkeiten. Der Streit endet damit, dass der junge Mann mit dem Auto seiner Mutter davonrast – und das ohne Führerschein und unter Drogen! Die Polizei nimmt mit mehreren Streifen die Verfolgung auf.

Noch in Rauenberg wird das flüchtende Auto gesichtet. Doch als der Fahrer angehalten werden soll, gibt er Gas! Er fährt – gefolgt von zwei Streifenwagen – auf die A6 in Richtung Heilbronn. Als der Raser die Autobahn an der Abfahrt Sinsheim wieder verlässt, streift er an einer roten Ampel ein Polizeiauto, rast dann über die B39 und B292 in Richtung Aglasterhausen weiter.

So endet die kilometerweite Verfolgung

Weil der junge Mann immer wieder in Schlangenlinien fährt, können die Polizisten seinen Wagen nicht überholen. Nach mehreren Versuchen fällt der Entschluss, einen sogenannten „Stopp-Stick“ einzusetzen. Dieser soll bei einer Verfolgungsfahrt Autos stoppen. Beim Überfahren des Stücks werden die Reifen durchlöchert – die Luft entweicht und das Fahrzeug bleibt wenige hundert Meter weiter liegen. 

Als der 22-Jährige über die L532 in Richtung Lobbach flüchtet, wird dort am Ortseingang ein solcher „Stopp-Stick“ auf die Straße gelegt. Somit endet die wilde Fahrt für den jungen Mann – nach rund 40 Kilometern und 45 Minuten – mit durchlöcherten Reifen im Straßengraben. Er wird vorläufig festgenommen.

Im Wagen finden die Polizisten zwei Messer und geringe Mengen Haschisch und Spice. Der 22-Jährige wird nach einer Blutentnahme wegen psychischer Labilität in eine Klinik eingeliefert. Die Kripo Heidelberg hat die Ermittlungen gegen ihn aufgenommen.

Gefährdete Autofahrer gesucht

Die Polizei geht davon aus, dass der Flüchtende auf seiner Fahrt mehrere entgegenkommende Autofahrer gefährdet hat. Diese werden gebeten, sich mit der Verkehrspolizei Heidelberg unter ☎ 0621/174-4140 in Verbindung zu setzen.

pol/kab

Quelle: Mannheim24

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