Happy End

Weinheim: Dramatische Re(h)ttung – Bambi verirrt sich in Garten

Weinheim - Am Mittwoch kommt es zu einem ungewöhnlichen Einsatz: Ein Reh verirrt sich in die Stadt und muss von der Tierrettung eingefangen werden.

In Weinheim kommt es immer wieder zu Polizeieinsätzen wegen herumirrender Wildtieren. Bereits vor drei Jahren sorgte eine Wildschwein-Rotte für jede Menge Aufregung. Die Tiere rannten panisch durch die Innenstadt und mussten letztlich erlegt werden. Dieses Mal verursacht ein einzelnes Reh einen Einsatz. Aber keine Sorge – dieses Mal gibt es ein Happy End!

Weinheim: Reh verirrt sich in Garten – Beruftierrettung Rhein-Neckar rückt aus

Am Mittwoch (4. November) gegen 13 Uhr wird die Polizei Weinheim über das Reh informiert. Ein Anrufer gibt an, dass der junge Rehbock in der Straße „Am Tafelacker“ in Weinheim gelaufen sei und dort in einem Garten sitzen würde. Da sich die Straße nahe der B3 befindet, kommt ein gefahrloses Zurücktreiben in den Wald für die Beamten nicht infrage. Zum Glück gibt es für solche Fälle die Beruftierrettung Rhein-Neckar.

Vor über 10 Jahren gründete Michael Sehr die Tierrettung. Über die Jahre wurde sie immer bekannter, bekam ständig mehr Einsätze und wurde schließlich in der ganzen Metropolregion Rhein-Neckar zu DER Anlaufstelle für Tiere in Not. Weltweit erlangt die Tierrettung durch die Befreiungsaktion der „Gulli-Ratte“ Bekanntheit.

Weinheim: Happy End – Rehbock kann wieder zurück in den Wald

Aber zurück zum Reh-Einsatz in Weinheim: Die Berufstierrettung Rhein-Neckar ist für solche Einfangaktionen bestens gewappnet und kann das Tier recht schnell eingefangen. Das Reh wird gepackt und an den Beinen zu einer Transportbox getragen. Unwissend, das mit ihm geholfen wird, schreit der Bock lautstark herum. Im Wald angekommen, ist der ganze Spuk aber auch schon wieder vorbei. Die Boxentür wird geöffnet und das Reh kann unverletzt in die wiedergewonnene Freiheit springen.

Es kann immer mal wieder vorkommen, dass sich Wildtiere in Städte oder Dörfer verirren. Vor vier Jahren sorgte ein Wildschwein für große Aufregung, als es in Walldorf durch ein Fitnessstudio rannte und einige Scheiben zertrümmerte.

Wichtig ist: Wer einem Wildtier begegnet, der sollte immer Ruhe bewahren und nicht hektisch loszurennen. Falls Tiere aggressiv werden, sollte man möglichst große Hindernisse überwinden und notalls auf einen Baum klettern. (jol)

Rubriklistenbild: © Silke Heyer/dpa-tmn

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