Rekord-Summe für Jesus-Kreuz

Rekord-Verkauf bei „Bares für Rares“: Jurist hält Deal für rechtswidrig – aus diesem Grund

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Rekord-Summe für Jesus-Kreuz – Mutter und Tochter Gespann erhalten 42.000 Euro!

So einen Schatz hatten „Bares für Rares“-Moderator Horst Lichter und seine Kunstexperten noch nie auf dem Tisch! Die Besitzer aus Rheinland-Pfalz erhalten dafür eine Rekord-Summe: 

Update vom 28. Mai: Während Händlerin Susanne Steiger wohl noch weiter nach einem Museum für das seltene Jesus-Kreuz sucht, werden die Kommentare und Vorwürfe nicht weniger. Nun hat sich auch ein Jurist eingeschaltet, der auf dem Portal „derwesten.de“ seine Meinung zu dem ganzen Vorfall erklärt. Rechtsanwalt Friedemann Ungerer halte den Deal nämlich für rechtswidrig! Als Grundlage für die Behauptung führe er den Paragraph 138 im BGB an. Darin geht es um „Sittenwidriges Rechtsgeschäft und Wucher“. 

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Nichtig ist insbesondere ein Rechtsgeschäft, durch das jemand unter Ausbeutung der Zwangslage, der Unerfahrenheit, des Mangels an Urteilsvermögen oder der erheblichen Willensschwäche eines anderen sich oder einem Dritten für eine Leistung Vermögensvorteile versprechen oder gewähren lässt, die in einem auffälligen Missverhältnis zu der Leistung stehen“, heißt es in dem Paragraph. 

Ob die Verkäuferinnen Stephanie Huber und Cosima Birk wirklich zu unerfahren für das Geschäft gewesen sind oder sie ein fehlendes Urteilsvermögen aufgrund von Willensschwäche gehabt haben lässt sich schwer klären. Da beide sich seit dem Verkauf auch nicht öffentlich dazu geäußert haben, würde es wohl auch keinen Kläger in dem Fall geben. 

Händlerin Susanne Steiger von „Bares für Rares“ sucht Museum für Jesus-Kreuz

Update vom 26. Mai: Auch drei Tage nach der Ausstrahlung der Folge nehmen die negativen Kommentare nicht ab. Auf Twitter, Youtube und Facebook regen sich zahlreiche Kommentaren darüber auf, dass die beiden Verkäuferinnen das Jesus-Kreuz so sehr unter Wert verkauft hätten. Vor allem unter dem Facebook-Post, auf dem mittlerweile mehr als 4.000 Kommentare geschrieben worden sind, entbrennen sehr unschöne Diskussionen. Zudem gibt es immer mehr Vorwürfe gegen das ZDF und Susanne Steiger, da diese mehr hätte bieten müssen. 

Die Händlerin, die 42.000 Euro für das seltene Stück gezahlt hat, hat sich bisher noch nicht dazu geäußert. Wahrscheinlich hat sie derzeit mehr damit zu tun, ein geeignetes Museum für das Kreuz zu finden. In einem Video sagt sie dazu: „Wer da das Rennen macht, ist auch noch offen. Das entscheidet sich in den nächsten Tagen.“ Man darf gespannt sein, wo die Reliquie am Ende landet und was nach der Ausstellung damit passiert. Schließlich sagt sie im selben Video, dass das Objekt „vorerst“ nicht verkauft werde. 

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Redaktion von „Bares für Rares“ äußert sich zu negativen Kommentaren

Update vom 25. Mai: Nachdem sich viele Fans der Serie über den Verlauf des Jesus-Kreuzes weit unter dem geschätzten Preis beschwert haben, äußert sich nun die Redaktion von „Bares für Rares“. Auf Facebook schreiben sie in einem Post. „Wie alle Verkäufer, so wurden auch die Verkäuferinnen des Brillantkreuzes von der 'Bares für Rares'-Redaktion im Vorfeld und während der Aufzeichnung immer wieder daran erinnert, dass sie sich jederzeit gegen einen Verkauf entscheiden können. Mutter und Tochter gaben keinen Anlass zu der Vermutung, dass sie den Wert des Kreuzes nicht kennen und ihre Verkaufsentscheidung nicht gründlich überdacht haben.“ 

Der Post, in dem der Verkauf gezeigt wird, hat mittlerweile fast 1.800 Kommentare und wurde fast genau so oft geteilt. Weiterhin wird heftig diskutiert, ob die beiden Verkäuferinnen auf Rülzheim einen Fehler gemacht haben. Teilweise wird auch das Verhalten von Käuferin Susanne Steiger kritisiert.

Sensation bei „Bares für Rares“: Familie aus Rülzheim verkaufen Jesus-Kreuz

Studentin Stephanie Huber und ihre Mutter Cosima Birk aus Rülzheim können ihr Glück kaum fassen. Zur Sonderausgabe „Bares für Rares“ im Schweriner Schloss bringen sie einen glitzernden Kreuz-Anhänger mit – und gehen am Ende mit 42.000 Euro nach Hause, ein Rekord bei „Bares für Rares“! Das Jesus-Kreuz hatte die Familie von der Tante von Cosimas Mutter geerbt. Dieser wurde das wertvolle Schmuckstück von einer alten Dame vermacht, die sie sonntags immer in die Kirche begleitete. „Bares für Rares“-Kunsthistorikerin Heide Rezepa-Zabel inspiziert das diamantbesetzte Kreuz ganz genau – und weiß schnell um was es sich dabei handelt: Eine sogenannte Pektorale, die von geistlichen Würdenträgern um den Hals getragen wird.  

Bares für Rares: Jesus-Kreuz erreicht Rekord-Summe – deshalb ist es so wertvoll

Das Kreuz mit der goldenen Fassung und den 40-Karat-Diamanten stammt laut Expertin Rezepa-Zabel aus dem 17. Jahrhundert. Das vollkommen unversehrte Siegel auf der Rückseite des Kreuzes trägt das Symbol des Apostel Petrus. „Das Siegel weist eindeutig auf die Kongregation des Papstes Clemens IX. hin“, erklärt die Kunsthistorikerin bei „Bares für Rares“ – und ist sich sicher: In dem Fenster aus Bergkristall, das in das Kreuz eingelassen ist, befinden sich echte Holzstücke aus dem Kreuz Jesu Christi. 

Ins Innere des Schmuckstücks eingelassen: Holz vom echten Jesus-Kreuz!

Da bleibt selbst „Bares für Rares“-Moderator Horst Lichter kurz die Spucke weg. „Das ist ja ne Welt-Sensantion. Das macht mich jetzt doch sehr ehrfürchtig!“ Auch dem ein oder anderen Zuschauer von „Bares für Rares“ im Hintergrund bleibt bei diesem Rekord der Mund offen stehen. „Sowas hab‘ ich noch nie in meinem Leben sehen dürfen“, begeistert sich Lichter weiter.

Rekord bei Bares für Rares: Jesus-Kreuz geht für 42.000 Euro über den Tisch

Cosima und ihre Tochter hoffen, für das Erbstück rund 30.000 Euro zu bekommen – und irren sich damit gewaltig. Als Heide Rezepa-Zabel den Marktwert des Jesus-Kreuzes auf 60.000 bis 80.000 Euro schätzt, geht ein Raunen durchs Publikum und Cosima stöhnt: „Ich fall' gleich in Ohnmacht!“

Auch die sieben „Bares für Rares“-Händler staunen nicht schlecht, als sie die wertvolle Reliquie schließlich auf den Tisch bekamen. 80 Euro gibt es von Händler Waldi schon einmal nur dafür, das die beiden Pfälzerinnen das Kreuz überhaupt mitgebracht haben. Auch Händler Lucki Hofmeier, dessen Wohnanhänger voller Schätze vor Kurzem einem Feuer zum Opfer fiel, zeigt sich begeistert. Den Zuschlag bekommt am Ende Schmuckhändlerin Susanne Steiger – sie zahlt Stephanie und Cosima stolze 42.000 Euro für den Sensations-Fund. Das ist der höchste Preis, der je bei „Bares und Rares“ erzielt wurde! „Das ist ein Stück, wo einem als Händler wirklich das Herz aufgeht. Wo man ein Leben lang nach sucht – quasi die Nadel im Heuhaufen“, freut sich die sichtlich gerührte Schmuckhändlerin. „Ich bin einfach glücklich.“

Nach Kreuz-Verkauf in Rekordhöhe – Zuschauer reagieren entsetzt

Auch wenn die Verkaufssummer von 42.000 Euro schon eine Hausnummer für sich ist und damit ein Rekord bei „Bares für Rares“ darstellt, können viele Zuschauer die Entscheidung der Pfälzerinnen nicht nachvollziehen. Viele sind sich sicher, dass Mutter und Tochter damit einen großen Fehler begangen haben. 

„Das ist das erste Mal bei Bares für Rares, wo ich denke: Die haben echt krass unter Wert verkauft“, schreibt ein Zuschauer kurz nach der Sendung auf Twitter – und er steht mit dieser Meinung nicht alleine da. „Schön verschenkt die Kiste!“, „wie kann man so etwas bei ZDF verkaufen“, „42.000 Euro für dieses Kreuz ist viel zu wenig“, „Ein Kreuz mit dem päpstlichen Siegel aus dem 17. Jahrhundert, 40 Karat Diamanten und mit „Fasern vom Kreuz Christi“ wurde praktisch verschenkt“– heißt es in weiteren Kommentaren auf Twitter. 

Zur Erinnerung: Das Kreuz habe laut Expertin Rezepa-Zabel einen Wert von 60.000 bis 80.000 Euro.

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Nach Rekordkauf: Das macht Händlerin Susanne Steiger mit dem Sensations-Kreuz

Nachdem Susanne Steiger die anderen Händler überboten und das Kreuz mit dem Papst-Siegel für 42.000 Euro gekauft hat, steht natürlich die Frage im Raum: Was macht sie mit dieser wertvollen Rarität? Wie sie gegenüber in einem Video auf Facebook mitteilt, will sie es erst einmal nicht verkaufen. Sie beabsichtige das Kreuz einem Museum zu übergeben, damit interessierte Menschen es sich ansehen können. Die Händlerin habe aber bereits einige Verkaufsangebote erhalten.

kab

Quelle: Mannheim24

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