Fünf Jahre und drei Monate

Haftstrafe für Reutax-Gründer Soheyl Ghaemian

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Weil er für private Zwecke in die Unternehmenskasse gegriffen und einen Einbruch in Auftrag gegeben hat, muss der Gründer des Personaldienstleisters Reutax für fünf Jahre und drei Monate in Haft.

Für sein Privatvergnügen hat der Gründer des Heidelberger Personaldienstleisters Reutax zweimal tief in die Unternehmenskasse gegriffen. Die Kammer des Mannheimer Landgerichts verurteilte den 38-Jährigen dafür am Donnerstag zu fünf Jahren und drei Monaten Gefängnis.

Unter anderem hatte er die insgesamt knapp vier Millionen Euro für eine Luxusimmobilie in Beverly Hills (USA) ausgegeben. "Einzig und allein er hat von diesen beiden Taten profitiert", sagte die Vorsitzende Richterin. Die Untreue-Fälle hatte der Mann gestanden. Die Kammer verurteilte ihn auch, weil er aus ihrer Sicht Dritte damit beauftragte, in die Wohnung eines Mitarbeiters einzubrechen und Unterlagen zu stehlen. 

Die Kammer blieb mit ihrem Urteil zwar unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die Ghaemian für sechs Jahre im Gefängnis sehen wollte. Die von den Richtern verhängte Strafe ist aber deutlich höher als die Forderung der Verteidigung: Diese wollte höchstens drei Jahre Haft. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Binnen einer Woche ist Revision möglich. 

"Nichts ging ohne ihn", sagte die Richterin. Er habe gedacht, er könne sich alles erlauben und keiner komme dahinter. In dem Unternehmen habe ein Klima der Angst geherrscht. "Die Vorstände waren Marionetten des Angeklagten." Ghaemian habe seine Vormachtstellung ausgenutzt, um seine Straftaten zu verüben.

dpa/rob

Quelle: Mannheim24

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