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Corona im Rhein-Neckar-Kreis: Inzidenz springt über 100 – Wann die Lockerungen wohl kippen

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Von: Peter Kiefer, Robin Eichelsheimer

Corona im Rhein-Neckar-Kreis - Binnen einer Woche hat sich die Inzidenz mehr als verdoppelt – jetzt ist die nächste kritische Marke geknackt und scharfe Maßnahmen drohen:

Update vom 22. März, 20 Uhr: Alle weiteren News und Entwicklungen gibt es in unserem neuen Corona-Ticker für den Rhein-Neckar-Kreis.

Update vom 22. März: Der Negativ-Trend geht auch im Rhein-Neckar-Kreis rasant weiter: So ist die Zahl der Neuinfektionen um 67 auf jetzt 16.426. sei Beginn der Pandemie gestiegen. Die 7-Tage-Inzidenz explodiert geradezu um 10,2 auf aktuell 104,3. Sollte dieser Wert drei Tage hintereinander über 100 verharren, drohen in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag (24./25. März) neue Corona-Regeln bzw. die Rücknahme dieser Lockerungen:

Von der 54 Gemeinden im Kreis sind nur noch Gaiberg und Heddesbach derzeit ohne aktive Fälle! Die meisten aktiven Fälle sind in Sinsheim (86), Weinheim (48), Hockenheim (37), Edingen-Neckarhausen (31) und Ketsch (29) aktenkundig. Zum Vergleich: In Heidelberg gibt es derzeit 142 aktive Fälle.

Die Grafik zeigt die Corona-Neuinfektionen der 54 Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis (Stand:22. März).
Die Grafik zeigt die Corona-Neuinfektionen der 54 Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis (Stand: 22. März). © HEIDELBERG24/Thomas Horst

Corona Rhein-Neckar-Kreis: Inzidenz fast bei 100 – Verschärfungen drohen an diesem Tag

Update vom 21. März: Im Rhein-Neckar-Kreis gibt es 85 neue Corona-Fälle. Seit Pandemie-Beginn haben sich 16.359 Menschen mit dem Virus infiziert, 15.304 sind aber bereits wieder genesen. Laut Gesundheitsamt gibt es noch 686 aktive Fälle, das sind 47 mehr als am Samstag. Es gibt auch einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19. Insgesamt sind 369 Menschen an Corona gestorben.

Die 7-Tage-Inzidenz steigt weiter an. Während am Samstag der Wert bei 91,9 lag, wird er heute mit 94,1 beziffert. Die meisten neuen Fälle gibt es in St. Leon-Rot (7), Weinheim (7) und Epfenbach, Hockenheim sowie Reilingen (jeweils 5). Die meisten aktiven Fälle gibt es in Sinsheim (79), Weinheim (44) und Edingen-Neckarhausen (27).

Die aktuellen Corona-Infektionen im Rhein-Neckar-Kreis
Die aktuellen Corona-Infektionen im Rhein-Neckar-Kreis © HEIDELBERG24/Thomas Horst

Corona Rhein-Neckar-Kreis: Inzidenz fast bei 100 – drohen an diesem Tag Verschärfungen?

Update vom 20. März: Laut Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis gibt es 94 neue Fälle, damit steigt die Zahl der Infizierten seit Pandemie-Ausbruch auf 16.274 an. Von den Erkrankten gelten 15.267 als bereits genesen. Somit gibt es noch 639 aktive Fälle (63 mehr als am Vortag). Die 7-Tage-Inzidenz steigt weiterhin rasant an und nähert sich der 100. Am Samstag liegt der Wert bei 91,9. Bereits seit einigen Tagen steigt die Inzidenz immer weiter an. Im Schnitt der letzten drei Tage um rund 7,6. Wenn dies weiterhin der Fall ist, dann überschreitet der Rhein-Neckar-Kreis spätestens am Montag die 100er Marke. Wenn dieser Wert drei Tage anhält, drohen weitere Verschärfungen. In diesem Fall könnten also in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag neue Corona-Regeln gelten – aber auch nur wenn die Inzidenz weiterhin konstant ansteigt!

Es gibt außerdem einen weiteren Corona-Todesfall. Insgesamt sind 368 Personen im Zusammenhang mit Covid-19 verstorben.

Die meisten aktiven Fälle gibt es in Sinsheim (12 Neuinfektionen, insgesamt 82 aktive Fälle), Weinheim (4 Neuinfektionen, insgesamt 39 aktive Fälle) und Hockenheim (2 Neuinfektionen, insgesamt 34 aktive Fälle). Nur vier Gemeinden haben gar keine Fälle mehr, dazu zählen Mauer, Gaiberg, Heddesbach und Epfenbach.

Corona Rhein-Neckar-Kreis: Inzidenz in 7 Tagen verdoppelt – bald nächste Verschärfung?

Update vom 19. März: Die Zahlen im Rhein-Neckar-Kreis steigen unaufhörlich, die 7-Tage-Inzidenz hat erneut einen großen Sprung nach oben gemacht – hier liegt der Wert inzwischen bei 85,2, was einem Zuwachs von 7,9 im Vergleich zum Vortag entspricht. Besorgniserregend: Innerhalb einer Woche hat sich die Inzidenz im Rhein-Neckar-Kreis verdoppelt, in der vergangenen Woche gab es gerade einmal 43 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen.

Wird dieser Trend fortgesetzt, könnte bereits am Wochenende der nächste kritische Inzidenzwert von 100 überschritten werden. Sollte dieser dann in der Folge an drei aufeinanderfolgenden Tage überschritten werden, wie es beispielsweise in Mannheim der Fall ist, muss der Kreis die Notbremse ziehen, weitere Corona-Beschränkungen einführen.

Inzidenz in Mannheim über 100 – diese Beschränkungen kommen:

Die Grafik zeigt die Corona-Neuinfektionen der 54 Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis (Stand: 18. März).
Die Grafik zeigt die Corona-Neuinfektionen der 54 Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis (Stand: 19. März). © HEIDELBERG24/Thomas Horst

Corona im Rhein-Neckar-Kreis: Wieder fast 90 neue Fälle – Inzidenz steigt sprunghaft

Update vom 18. März: Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem Coronavirus im Rhein-Neckar-Kreis ist auf 16.082 gestiegen – das sind 89 weitere Fälle im Vergleich zum Vortag. Dem Landratsamt wurde zudem ein weiterer Todesfall gemeldet. Seit Beginn der Pandemie sind im Rhein-Neckar-Kreis 364 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben. Unterdessen klettert die 7-Tage-Inzidenz immer weiter nach oben. Hier steht der Wert mittlerweile bei 77,3 – und somit 8,4 Punkte höher als noch am Mittwoch.

Die Grafik zeigt die Corona-Neuinfektionen der 54 Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis (Stand: 18. März).
Die Grafik zeigt die Corona-Neuinfektionen der 54 Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis (Stand: 18. März). © HEIDELBERG24/Thomas Horst

Die meisten neuen Corona-Fälle hat es in Weinheim (+9), Schönau (+8) und Sinsheim (+7) gegeben in 16 der insgesamt 54 Gemeinden wurden hingehend keine Neuinfektionen festgestellt. Mit 77 akuten Infektionen führt Sinsheim weiterhin das Ranking bei den aktiven Fällen an, dahinter folgen Weinheim mit 34 und Hockenheim mit 29 aktiven Fällen.

Corona im Rhein-Neckar-Kreis: Start der Vor-Ort-Impfungen – 9.000 Personen in 40 Gemeinden

Update vom 17. März, 16:13 Uhr: Am gestrigen Dienstag (16. März) haben in Schwetzingen die Vor-Ort-Impfungen für über 80-Jährige begonnen. Mobile Impfteams der drei Impfzentren, die das Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis betreibt, kommen dabei zu Vor-Ort-Terminen in die Kommunen, um dort bewegungseingeschränkte Menschen im Alter von über 80 Jahren aus der ersten Priorisierungsstufe zu impfen, sodass diese nicht extra in ein Impfzentrum fahren müssen. Die Kommunen organisieren dabei den Termin vor Ort in Eigenregie. Im Rhein-Neckar-Kreis sind in den nächsten Wochen in 40 Städten und Gemeinden solche Vor-Ort-Impfungen geplant. Mehr als 9.000 Personen können somit geimpft werden. In der Regel sind pro Termin pro Kommune zwei bis drei mobile Impfteams im Einsatz.

Diese mobilen Impfzentren sind ein wichtiger Baustein der Impfkampagne, denn so können wir noch schneller die vulnerable Personengruppe schützen“, sagte Landrat Stefan Dallinger (58, CDU), der zum Start im Schwetzinger Lutherhaus selbst vor Ort war. Doreen Kuss, Dezernentin für Ordnung und Gesundheit im Landratsamt, lobte den Ablauf und die Vorbereitung mit der Stadt Schwetzingen und den Verantwortlichen: „Das Pilotprojekt hier läuft reibungslos, die Zusammenarbeit funktioniert prima.

Der Start der Vor-Ort-Impfungen im Schwetzinger Lutherhaus.
Der Start der Vor-Ort-Impfungen im Schwetzinger Lutherhaus. © Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis

Corona im Rhein-Neckar-Kreis: Wieder über 80 neue Fälle – Inzidenz macht nächsten Sprung

Update vom 17. März, 7:53 Uhr: Die Zahl der Infizierten im Rhein-Neckar-Kreis ist auf 15.993 gestiegen. Am frühen Mittwochmorgen hat das Gesundheitsamt 82 neue Corona-Fälle gemeldet. Dadruch klettert der Wert der 7-Tage-Inzidenz immer weiter nach oben, liegt inzwischen bei 68,9 (+5,6 im Vergleich zum Vortag). Wie bereits in den Tagen zuvor gab es in Sinsheim erneut die mit Abstand meisten Neuinfektionen – hier wurden in den vergangenen 24 Stunden 21 neue Fälle gemeldet. In Waibstadt und Weinheim gab es jeweils 5 neue Fälle, in Neckargemünd 4. 24 Gemeinden blieben ohne Neuinfektion.

Die Grafik zeigt die Corona-Neuinfektionen der 54 Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis (Stand: 16. März).
Die Grafik zeigt die Corona-Neuinfektionen der 54 Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis (Stand: 17. März). © HEIDELBERG24/Thomas Horst

Sinsheim führt zudem die Liste mit den meisten aktiven Fällen an – 83 Personen sind aktuell mit dem Coronavirus infiziert. Weit abgeschlagen folgen Hockenheim mit 30 aktiven Fällen und Weinheim mit 25 aktiven Fällen.

Corona im Rhein-Neckar-Kreis: Wegen AstraZeneca-Chaos – Tausende Impfungen abgesagt

Update vom 16. März, 18:09 Uhr: Wie ein Sprecher des Landratsamts auf HEIDELBERG24-Anfrage mitteilt, sind im Rhein-Neckar-Kreis aufgrund des bundesweiten Impfstopps mit AstraZeneca bis einschließlich Montag (22. März) rund 3.000 Termine in den beiden Kreisimpfzentren Weinheim und Sinsheim sowie rund 2.000 im ZIZ Heidelberg geplatzt. Alle Personen, deren Termin nun abgesagt werden musste, erhalten einen Ersatztermin. Auch alle Personen, die von der Behörde bereits am Montag (15. März) eine Absage für einen Termin am Dienstag (16. März) erhalten haben, werden auf die Warteliste des Landes übernommen und kriegen einen neuen Termin. Dies gilt aber nicht für Menschen, die ihre Termine selbst abgesagt haben – deren Termine sind nämlich aus dem Tool gelöscht worden. Das Land Baden-Württemberg kümmert sich darum, dass alle vertrösteten Bürger entweder auf einen anderen Impfstoff umgebucht oder aber auf eine Warteliste gesetzt werden.

Wichtig ist, dass Personen, deren Termin nun abgesagt werden musste, einen Ersatztermin erhalten. Hierzu hat uns das Land heute Nachmittag über das weitere Vorgehen informiert. Personen, die ab heute, Dienstag (16. März) eine Absage erhalten haben, werden nunmehr in eine Warteliste aufgenommen und erhalten entsprechend nach der Abarbeitung der Warteliste für Personen über 80 Jahren einen Impftermin durch das Callcenter des Landes“, erklärt Doreen Kuss, Dezernentin für Ordnung und Gesundheit des Rhein-Neckar-Kreises. Dabei müssen sich die Betroffenen aufgrund der hohen Zahl abgesagter Impftermine jedoch in Geduld üben.

„Weiterhin steht uns nur eine begrenzte Menge an Impfstoff zur Verfügung, sodass nicht direkt jedem, dessen Termin abgesagt wurde, ein neuer Termin vorgeschlagen werden kann“, so die Dezernentin weiter. Sämtliche Impftermine für den Impfstoff von BioNTech/Pfizer oder Moderna finden wie geplant statt.

Die Grafik zeigt die Corona-Neuinfektionen der 54 Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis (Stand: 16. März).
Die Grafik zeigt die Corona-Neuinfektionen der 54 Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis (Stand: 16. März). © HEIDELBERG24/Thomas Horst

Corona Rhein-Neckar-Kreis: Nächster Inzidenz-Schock – zahlreiche Neuinfektionen in Sinsheim

Update vom 16. März, 7:45 Uhr: Das Infektionsgeschehen im Rhein-Neckar-Kreis bleibt weiterhin hoch – binnen eines Tages wurden dem Gesundheitsamt 57 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Die absolute Zahl der nachgewiesenen Ansteckungen nähert sich der 16.000, liegt am Dienstag bei 15.911. Die mit Abstand meisten neuen Fälle gab es - wie schon so oft - in Sinsheim. Hier haben sich in den vergangenen 24 Stunden wieder 14 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

Zum Vergleich: Im auf die Bevölkerung gesehen rund vier Mal so großen Heidelberg hat es ebenfalls 14 Neuinfektionen gegeben. Die Kreisstadt ist ebenfalls trauriger Spitzenreiter, was die aktiven Fälle angeht – 64 zählt das Gesundheitsamt aktuell. Weit abgeschlagen folgt Hockenheim mit derzeit 28 aktiven Fällen. In lediglich fünf Gemeinden (Epfenbach, Gaiberg, Heddesbach, Mauer und Spechbach) gibt es aktuell keine Corona-Infizierten. In Sinsheim haben sich auf Grundlage der Zahlen des Gesundheitsamtes bislang rund 4,74 Prozent der Bevölkerung mit dem Coronavirus infiziert – andernorts pendelt sich die Prozentzahl im Rhein-Neckar-Kreis zwischen 2 und 2,7 ein.

Durch die 57 Neuinfektionen ergibt sich für den Rhein-Neckar-Kreis eine aktuelle 7-Tage-Inzidenz von 63,3 – das bedeutet einen Zuwachs von 7,3 Punkten. Aufgrund des hohen Infektionsgeschehens gelten ab dem morgigen Mittwoch wieder neue Corona-Beschränkungen.

Corona im Rhein-Neckar-Kreis: Wieder strengere Regeln – das gilt ab Mittwoch

Update vom 15. März, 18:30 Uhr: Das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises hat festgestellt, dass im Landkreis laut Landesgesundheitsamt (LGA) die Sieben-Tage-Inzidenz drei Tage in Folge den Wert von 50 überschritten hat (13. März: 56,7; 14. März: 57,8; 15. März: 64,0). Das Überschreiten der kritischen Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner an drei aufeinanderfolgenden Tagen hat zur Folge, dass einige Lockerungsschritte wieder zurückgenommen werden müssen.

Das Gesundheitsamt hat bei der Bewertung des Infektionsgeschehens gemäß § 20 Abs. 7 Satz 2 CoronaVO auch die „Diffusität des Infektionsgeschehens“ zu berücksichtigen, also ob und inwieweit insbesondere sogenannte „Cluster“ (größere zusammenhängende Ausbruchsgeschehen) für den Anstieg der 7-Tage-Inzidenz mitverantwortlich sind. „Im Rhein-Neckar-Kreis gibt es derzeit jedoch keine größeren Corona-Ausbrüche, so dass sich das Infektionsgeschehen in den Städten und Gemeinden eher diffus darstellt. Daher müssen wir den in der Corona-Verordnung des Landes vorgesehenen nächsten Schritt gehen“, erläutert Landrat Stefan Dallinger.

Corona im Rhein-Neckar-Kreis: Lockerungen adé – diese Regeln gelten ab Mittwoch

Konkret bedeutet dies: Ladengeschäfte dürfen nur betreten werden, wenn nach vorheriger Vereinbarung Einzeltermine vergeben wurden. Museen, Galerien, zoologische und botanische Gärten sowie Gedenkstätten dürfen ebenfalls nur mit vorheriger Buchung besucht werden. Kontaktarmer Freizeit- und Amateursport im Freien und in geschlossenen Räumen ist nur noch mit maximal 5 Personen aus zwei Haushalten bzw. Gruppen von maximal 20 Kindern bis ein-schließlich 14 Jahren zulässig. Musik-, Kunst- und Jugendkunstschulen müssen ihren Betrieb wieder komplett einstellen. Diese aus der öffentlichen Bekanntmachung entstehenden Rechtsfolgen ergeben sich aus der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg und gelten ab Mittwoch, 17. März.

GebietskörperschaftRhein-Neckar-Kreis
RegierungsbezirkKarlsruhe
Fläche1.061,7 km²
Einwohner548.355 (Stand: 31. Dezember 2019)
LandratStefan Dallinger (CDU)

„Die erneuten Einschränkungen sind bedauerlich, aber das schnelle Über-schreiten des 50er-Inzidenzwerts zeigt leider deutlich, dass die Pandemie noch lange nicht vorüber ist. 37 Prozent aller aktiven Fälle im Rhein-Neckar-Kreis sind bereits auf die britische Coronavirus-Variante zurückzuführen. Es steht zu befürchten, dass sie wirklich ansteckender als der Wildtyp ist. Daher sind Kontaktreduzierungen nach wie vor das wirksamste Mittel um sich vor einer Ansteckung zu schützen“, so Landrat Dallinger abschließend.

Corona Rhein-Neckar-Kreis: Impfstopp mit AstraZeneca – Umbuchung auf anderes Vakzin geht nicht

Update vom 15. März, 16:35 Uhr: Aus aktuellem Anlass informiert das Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis, dass die Bundesregierung aufgrund einer aktuellen Empfehlung des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) die Corona-Impfungen mit dem Impfstoff von AstraZeneca vorsorglich aussetzt. Nach neuen Meldungen von Hirnvenen-Thrombosen im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung in Deutschland und Europa hält das PEI weitere Untersuchungen für notwendig. Jetzt hat die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) darüber zu entscheiden, ob und wie sich die neuen Erkenntnisse auf die Zulassung des Impfstoffes auswirken. 

Als Betreiber von drei Impfzentren stellt daher auch das Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis die Impfungen mit dem Vakzin von AstraZeneca umgehend ein. Personen, die einen Termin mit diesem Impfstoff gebucht haben, werden gebeten, ab sofort nicht mehr zu erscheinen, da sie ansonsten im Impfzentrum abgewiesen werden müssen. Ein Umbuchen auf ein anderes Vakzin ist derzeit nicht möglich. Zu weiteren Fragen wie etwa der nach den Zweitimpfungen bereits einmal mit dem Vakzin von AstraZeneca geimpften Personen kann das Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis momentan noch keine Stellung nehmen.

Rhein-Neckar-Kreis: Inzidenz wieder über 50 – die Beschränkungen drohen demnächst

Update vom 15. März, 8:28 Uhr: Der nächste Tag mit einer Inzidenz über 50 im Rhein-Neckar-Kreis! Zwar wurden dem Robert Koch-Institut in den vergangenen 24 Stunden lediglich 11 Neuinfektionen gemeldet, die Inzidenz bleibt jedoch nach Sonntag auch am heutigen Montag bei einem Wert von 56 – und damit über der kritischen 50er-Marke. Sollte diese nämlich an drei Tagen überschritten werden, treten auf Grundlage der Corona-Verordnung Baden-Württemberg am übernächsten Werktag wieder strengere Corona-Regeln in Kraft. Sollte im Rhein-Neckar-Kreis also auch am Dienstag (16. März) der Inzidenz-Wert über 50 liegen, folgen die laut Rechtsverordnung vorgesehenen Einschränkungen am Donnerstag (18. März).

Die Grafik zeigt die Corona-Neuinfektionen der 54 Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis (Stand: 14. März).
Die Grafik zeigt die Corona-Neuinfektionen der 54 Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis (Stand: 15. März). © HEIDELBERG24/Thomas Horst

Inzidenz im Rhein-Neckar-Kreis über 50 – diese Beschränkungen könnten schon bald kommen:

Rhein-Neckar-Kreis: Inzidenz über 50 – Lockerungen bald wieder passé?

Update vom 14. März: Die Zahl der Kommunen, die frei von Neuinfektionen geblieben sind, wird immer geringer. Aktuell sind nur noch 22 der 54 Gemeinden ohne Personen, die sich neu angesteckt haben. So ist auch die Gesamtzahl von 73 Neuinfektionen deutlich höher als am Vortag (+57). Die genauen Werte sowie die Zahl der aktiven Fälle steht in unserer übersichtlichen Grafik. Wesentlich schwerwiegender ist jedoch der explosionsartige Anstieg der 7-Tage-Inzidenz um 7,1 auf jetzt 56,0. Sollte der Wert an drei Tagen in Folge beständig über 50 bleiben, droht wieder der Verlust der neugewonnen Freiheiten und die noch frischen Lockdown-Lockerungen werden wieder gekippt.

Rhein-Neckar-Kreis: Inzidenz rast auf 50 zu – Wer wieder die meisten Neuinfektionen hat

Update vom 13. März: Während in Heidelberg die 7-Tage-Inzidenz um 6,2 auf 49,5 geradezu schrumpft, explodiert sie im Rhein-Neckar fast im gleichen Maße (+5,9) auf jetzt 48,9. So kamen auf die 54 Gemeinden verteilt ingesamt 57 Neuinfektionen dazu. Während 24 Kommunen komplett von Neuansteckungen verschont geblieben sind, haben Sinsheim (+9), Weinheim (+4) sowie Hemsbach, Meckesheim und Nußloch (je +3) die meisten Fälle zu verzeichnen. Auffällig: Das von der Einwohnerzahl her 4,5 mal kleinere Sinsheim hat eine Neuinfektion mehr als Heidelberg mit acht Neuinfektionen. Und auch bezüglich der aktiven Fälle sind Sinsheim mit 115 und Heidelberg (123) quasi gleichauf.

Die Grafik zeigt die Corona-Neuinfektionen der 54 Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis (Stand: 13. März).
Die Grafik zeigt die Corona-Neuinfektionen der 54 Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis (Stand: 13. März). © HEIDELBERG24/Thomas Horst

Rhein-Neckar-Kreis: Inzidenz steigt schnell an – diese Stadt hat die meisten Neu-Infektionen

Update vom 12. März: Aufgrund eines deutlichen Sprungs von 4,2 klettert die 7-Tage-Inzidenz im Rhein-Neckar-Kreis mit 43,0 weit über die 40er Marke. Auch die Zahl der aktiven Fälle steigt – um 29 Personen auf aktuell 473 Fälle. Leider ebenfalls ein Aufwärtstrend bei der Zahl der Gemeinden, in denen Neuinfektionen zu verzeichnen sind: In inzwischen 25 der 54 Gemeinden sind Neuansteckungen aktenkundig. Trauriger ‚Spitzenreiter‘ ist Hockenheim mit elf Neuinfektionen. Dahinter Schönau (5), Sinsheim (4), Dielheim, Heddesheim, Waibstadt, Weinheim (je 3), Altlußheim, Hirschberg, Malsch, Mühlhausen, Neckargemünd, Nußloch, Schwetzingen (je 2), Edingen-Neckarhausen, Eppelheim, Heiligkreuzsteinach, Helmstadt-Bargen, Ladenburg, Laudenbach, Lobbach, Neidenstein, Reilingen, Walldorf, Zuzenhausen (je 1).

Die Grafik zeigt die Corona-Neuinfektionen der 54 Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis (Stand: 12. März).
Die Grafik zeigt die Corona-Neuinfektionen der 54 Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis (Stand: 12. März). © HEIDELBERG24/Thomas Horst

Rhein-Neckar-Kreis: Inzidenz unter 40 – kommt „Corona-Visum“ für Auswärtige?

Update vom 11. März: Die 7-Tage-Inzidenz im Rhein-Neckar-Kreis steigt um 1,4 auf aktuell 38,8 und entfernt sich dadurch immer weiter vom „Grenzwert“ 35, der für weitere Lockdown-Lockerungen maßgeblich wäre. Währenddessen sind am Donnerstag 43 Neuinfektionen zu verzeichnen, so dass sich die Gesamtzahl der Infizierten seit Pandemie-Beginn auf 15.658 beläuft. In 20 der 54 Gemeinden des Rhein-Neckar-Kreises sind neue Fälle aktenkundig – insgesamt 43. Diese verteilen sich so: Waibstadt (6), Eberbach, Hockenheim (je 4), Heiligkreuzsteinach, Lobbach, Neidenstein, Schwetzingen (je 3), Hirschberg, Laudenbach, Leimen, Weinheim (je 2), Altlußheim, Bammental, Heddesheim, Hemsbach, Ilvesheim, Neckarbischofsheim, Neulußheim, Plankstadt, Wiesloch (je 1).

Übrigens: Ein sogenanntes „Corona-Visum“, wie es Tübingen für alle Auswärtigen eingeführt hat, um einem Einkaufstourismus entgegenzuwirken, soll es im Rhein-Neckar-Kreis nicht geben, wie ein Sprecher des Landratsamts am Donnerstag gegenüber HEIDELBERG24 erklärt hat. Hintergrund: Tübingen hat derzeit laut Robert Koch-Institut mit 28,0 die niedrigste 7-Tage-Inzidenz aller Stadt- oder Landkreis in Baden-Württemberg. Entsprechend dürfen dort gemäß der aktuellsten Corona-Lockerungen seit Montag (8. März) wieder die Geschäfte und der Einzelhandel unter Auflagen öffnen. „Diesen Erfolg wollen wir nicht leichtfertig aufgeben“, so Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer auf seiner Facebook-Seite. Und um eben jenen Erfolg zu wahren, kündigte die Stadt nun den drastischen Schritt an, ohne negativen Schnelltest keine Shopper aus einem anderen Landkreis nach Tübingen zu lassen.

Die Grafik zeigt die Corona-Neuinfektionen der 54 Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis (Stand: 11. März).
Die Grafik zeigt die Corona-Neuinfektionen der 54 Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis (Stand: 11. März). © HEIDELBERG24/Thomas Horst

Corona im Rhein-Neckar-Kreis: 31 der 54 Gemeinden ohne Neuinfektionen

Update vom 10. März, 13:51 Uhr: Während die 7-Tage-Inzidenz für den Rhein-Neckar-Kreis leicht auf 37,4 angestiegen ist (+0,2), zieht die Zahl der Neuinfektionen wieder deutlich an. Seit Beginn der Pandemie haben sich 15.615 Menschen in der Region mit Covid-19 infiziert – das sind 51 mehr als noch am Vortag. Aktuell sind beim Gesundheitsamt 416 aktive Fälle aktenkundig und somit 34 weniger als noch am Dienstag. Erfreulicherweise sind 31 der 54 Gemeinden komplett von Neuinfektionen verschont geblieben. In Sinsheim (10), Sandhausen (4), Dossenheim, Hirschberg, Hockenheim, Leimen und Weinheim (je 3) haben sich die meisten Personen neu angesteckt.

Als erste Kommune des Rhein-Neckar-Kreises wird Schwetzingen am Dienstag und Mittwoch (16./17. März) in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt des Rhein-Neckar-Kreises eine Corona-Impfung für ihre über 80-Jährigen BürgerInnen anbieten. Die Impfung erfolgt durch Mobile Impfteams im Lutherhaus auf den Kleinen Planken.

Die Grafik zeigt die Corona-Neuinfektionen der 54 Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis (Stand: 10. März).
Die Grafik zeigt die Corona-Neuinfektionen der 54 Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis (Stand: 10. März). © HEIDELBERG24/Thomas Horst

Corona im Rhein-Neckar-Kreis: Schon 74.200 Impfungen – Altenheime fast „durchgeimpft“

Update vom 10. März, 7:17 Uhr: Wie das Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis mitteilt, haben inzwischen im Zentralen Impfzentrum (ZIZ) in Heidelberg sowie in den beiden Kreisimpfzentren in Weinheim und Sinsheim bereits rund 74.200 Impfungen stattgefunden – davon 47.000 Personen mit ihrer Erstimpfung und rund 27.200 Personen mit ihrer Zweitimpfung. Letztere gelten somit als „durchgeimpft“ und sind mit einem guten Schutz gegen einen schwereren Covid-19-Infektionsverlauf ausgestattet. In der Gesamtzahl von etwa 74.200 Impfungen sind auch diejenigen enthalten, die durch die Mobilen Impfteams (MIT) durchgeführt wurden. Im Rhein-Neckar-Kreis wurden bis auf zwei Ausnahmen alle 72 stationären Alten- und Pflegeeinrichtungen durch Mobile Impfteams angefahren, in 63 Heimen konnten bereits die Zweitimpfungen durchgeführt werden.

Alle drei Impfzentren des Landratsamts Rhein-Neckar-Kreis im Auftrag sind übrigens von Anfang an barrierefrei. Die Zugänge sind ebenerdig, so dass sie mit dem Rollator oder Rollstuhl gut zugänglich sind. Zusätzlich gibt es Rollstühle, die bei Bedarf vor Ort benutzt werden können. Informationen gibt es auch in leichter Sprache und bei Problemen steht das Personal mit Rat und Tat zur Seite.

Für gehörlose Menschen gibt es nun noch einen zusätzlichen Service: Bei Bedarf kann beim Impftermin in Deutscher Gebärdensprache gedolmetscht werden“, so der Kommunale Behindertenbeauftragte Patrick Alberti. Dazu können gehörlose Menschen bei Bedarf eine Person mitbringen oder anfordern, die während des Besuchs in Gebärdensprache übersetzt. Dieser Service ist für die betroffenen Personen kostenlos. Wichtig ist jedoch, dass der Bedarf vorher unbedingt mit Angabe des Impftermins angemeldet wird. Betroffene Personen können ihren behinderungsbedingten Bedarf per E-Mail an inklusion@rhein-neckar-kreis.deanmelden. Die Kontaktaufnahme ist auch per Fax unter 06221/92469 oder per Telefon 06221/2469 möglich. Wichtig: Die Buchung eines Impftermins ist hier leider nicht möglich.

Corona im Rhein-Neckar-Kreis: Inzidenz nähert sich 35 – was dann wieder erlaubt wäre

Update vom 9. März: Die wichtige 7-Tage-Inzidenz im Rhein-Neckar-Kreis sinkt um 2,0 und nähert sich mit großen Schritten der magischen 35er Marke. Sobald dieser Wert nämlich unterschritten wird, greifen weitere Lockdown-Lockerungen: Denn laut Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg sind gemäß der Beschlüsse des Bund-Länder-Gipfels mit Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) und den 16 Ministerpräsidenten bei einer stabilen Inzidenz von unter 35 (an vom Gesundheitsamt geprüften mindestens fünf Tagen hintereinander) wieder Treffen von bis zu zehn Personen aus nicht mehr als drei Haushalten möglich. Die Kinder der beiden Haushalte bis einschließlich 14 Jahre zählen dabei wieder mit. Paare, die nicht zusammenleben, gelten als ein Haushalt.

Gemeinden (alphabetische Reihenfolge)Neuinfektionen (aktive Fälle letzte 7 Tage)
Altlußheim0 (7)
Angelbachtal0 (1)
Bammental0 (3)
Brühl1 (5)
Dielheim1 (16)
Dossenheim0 (5)
Eberbach0 (5)
Edingen-Neckarhausen0 (8)
Epfenbach0 (0)
Eppelheim0 (10)
Eschelbronn0 (1)
Gaiberg0 (0)
Heddesbach0 (0)
Heddesheim(9)
Stadt Heidelberg0 (74)
Heiligkreuzsteinach0 (5)
Helmstadt-Bargen0 (9)
Hemsbach0 (2)
Hirschberg2 (9)
Hockenheim1 (11)
Ilvesheim0 (9)
Ketsch0 (7)
Ladenburg0 (4)
Laudenbach0 (2)
Leimen1 (18)
Lobbach0 (2)
Malsch0 (1)
Mauer0 (3)
Meckesheim0 (3)
Mühlhausen0 (13)
Neckarbischofsheim2 (5)
Neckargemünd0 (11)
Neidenstein1 (5)
Neulußheim0 (7)
Nußloch1 (13)
Oftersheim0 (9)
Plankstadt0 (5)
Rauenberg0 (6)
Reichartshausen0 (0)
Reilingen0 (13)
Sandhausen0 (20)
Schönau0 (2)
Schönbrunn1 (3)
Schriesheim0 (5)
Schwetzingen1 (17)
Sinsheim2 (74)
Spechbach0 (4)
St. Leon-Rot0 (10)
Waibstadt0 (5)
Walldorf0 (14)
Weinheim0 (30)
Wiesenbach0 (0)
Wiesloch2 (14)
Wilhelmsfeld0 (2)
Zuzenhausen0 (8)
Die Grafik zeigt die Corona-Neuinfektionen der 54 Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis (Stand: 9. März).
Die Grafik zeigt die Corona-Neuinfektionen der 54 Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis (Stand: 9. März). © HEIDELBERG24/Thomas Horst

Corona im Rhein-Neckar-Kreis: Läden wieder offen – Kunden reagieren mit Freudentränen

Update vom 8. März, 12:19 Uhr: Der mit Spannung erwartete erste Tag der Öffnungen im Einzelhandel. Grund genug für HEIDELBERG24, sich mal bei mehreren Geschäften im Rhein-Neckar-Kreis umzuhören. So gelten beispielsweise bei den Baumärkten spezielle Regeln, die bislang nur ihr Gartensortiment im Außenbereich verkaufen durften. Doch rennen die Kunden den Läden tatsächlich die Tür ein? Oder heißt es am Ende sogar fast „business as usual“?

Etwa 500 Einkäufer gleichzeitig dürfen in den 10.200 Quadratmeter großen Hornbach in Schwetzingen: „Unsere Kunden stürmen zwar nicht den Laden, aber man merkt einen gewissen Nachholbedarf! Im Vergleich zum März des Vorjahres haben wir rund ein Drittel mehr Kundschaft“, erklärt Filialleiter Christian Hohberger. Womöglich bleibe der ganze große Ansturm auch deshalb aus, weil man während des Lockdowns viel über Click & Collect verkauft habe.

Auch der Media Markt in Sinsheim hat seit heute (8. März) wieder geöffnet. Pro 20 Quadratmetern Verkaufsfläche darf ein Kunde hinein. Eine Ampel im Eingangsbereich zeigt an, wann wieder ein neuer Kunde eintreten darf – bei Rot ist entsprechend Warten angesagt. Alles immer mit medizinischer oder FFP2-/KN95-/N95-Maske und mit gebührend Abstand zum Vorder- und Hintermann in der Schlange.

Corona im Einzelhandel: Tränen und Geschenkumtausch in Heidelberger Modehaus

Und auch im vom Rhein-Neckar-Kreis umgebenen Heidelberg freuen sich die Leute über die Wieder-Eröffnungen! So sind morgens um 10 Uhr im Modehaus „Henschel“ (ehemals Kraus) sogar vereinzelt Tränen geflossen: „Die Kunden waren teilweise sehr emotional, weil ihnen durch die Möglichkeit zum Einkauf ein Stück Normalität zurückgegeben wird“, erklärt Christian Schreiber von der Geschäftsführung. „Und als die Rolltreppen zum ersten Mal nach Monaten wieder angefahren sind, war das fast wie Musik in unseren Ohren“, lacht Christian Schreiber.

Fast minütlich würde das Telefon klingeln, weil die wissen wollen, ob das 5.500 Quadratmeter große Geschäft überhaupt geöffnet hat. Aktuell dürfen neben rund 30 Mitarbeitern noch 271 Kunden in das mehrstöckige Gebäude in der Hauptstraße rein – einen Termin braucht man im Vorfeld nicht zum Shopping. Und dennoch auch hier kein Ansturm, da „Henschel“ eh einen Online-Shop hat und zudem Click & Collect anbietet.

Die Geschäfte laufen besser als beim Re-Start im April 2020. Aber es war nicht so, dass morgens um 10 Uhr beim Öffnen der Türen gleich 100 Leute vor der Tür gestanden hätten. Dennoch haben wir deutlich mehr Frequenz mit immer zwischen 70 und 90 Kunden gleichzeitig im Laden. Nur Bummeln tut kaum jemand: Die meisten decken ihren Bedarf oder wollen sich etwas gönnen. Einige haben auch Weihnachtsgeschenke umgetauscht oder Gutschein eingetauscht“, so Mode-Experte Schreiber.

Die Grafik zeigt die Corona-Neuinfektionen der 54 Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis (Stand: 8. März).
Die Grafik zeigt die Corona-Neuinfektionen der 54 Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis (Stand: 8. März). © HEIDELBERG24/Thomas Horst

Corona im Rhein-Neckar-Kreis: Läden öffnen ab heute wieder – wann die „Notbremse“ droht

Erstmeldung vom 8. März, 9:31 Uhr: Nach den Beschlüssen beim großen Corona-Gipfel von Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) mit den 16 Ministerpräsidenten am 3. März sind auch die rund 550.000 Bewohner des Rhein-Neckar-Kreises sehr gespannt, was ab 8. März alles erlaubt ist. So sind, wie in ganz Baden-Württemberg, stufenweise Lockdown-Lockerungen bei einer stabilen 7-Tage-Inzidenz unter 50 möglich. Speziell für die langersehnten Öffnungen im Einzelhandel ist dieser wichtige Wert in den Stadt- und Landkreisen der Maßstab – auch für die 54 Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis. Und der liegt in Bezug auf den gesamten Landkreis aktuell bei 39,2 (-0,4) bzw. seit dem 2. März kontinuierlich unter 50.

So ist in der am Sonntag (7. März) verkündeten neuen Corona-Verordnung der Landesregierung um Ministerpräsident Winfried Kretschmann (72, Grüne) festgelegt, dass bei einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern im betreffenden Stadt- oder Landkreis der Einzelhandel wieder geöffnet werden kann – unter Einhaltung einer Quadratmeterbegrenzung pro Kunde. Es gelten das Abstandsgebot, die verschärfte Maskenpflicht (medizinische oder FFP2-/KN95-/N95-Maske) und die Personenbegrenzung. Die Anzahl der gleichzeitig anwesenden Personen ist in Einrichtungen mit einer Größe von bis zu 800 qm² auf eine Person pro 10 m² Verkaufs- oder Besucherfläche begrenzt sowie einem weiteren Kunden für jede weiteren 20 m² Verkaufsfläche. 

Zudem können auch wieder Besucher in Museen, Galerien, Zoos und botanische Gärten sowie Gedenkstätten. Auch kontaktfreier Sport ist in kleinen Gruppen im Freien möglich.

Corona im Rhein-Neckar-Kreis: Bei 7-Tage-Inzidenz über zieht die Landesregierung die Notbremse

Dennoch warnt Landrat Stefan Dallinger (58, CDU), der die weiteren Lockerungen in seinem Landkreis sehr begrüßt, gleichzeitig davor, die bisher hart erkämpften Erfolge zu verspielen: „Wir dürfen jetzt nicht leichtsinnig werden und müssen uns auch weiterhin konsequent an die vorgegebenen Abstands- und Hygieneregeln halten, damit die Zahlen nicht wieder durch die Decke gehen.

Sollten die Zahl der Neuinfektionen und der Inzidenz-Wert jedoch wieder rasant ansteigen – etwa aufgrund der gefährlichen Corona-Mutationen – wird die Landesregierung in Stuttgart sofort die „Notbremse“ ziehen! Heißt: Verharrt die 7-Tage-Inzidenz an drei aufeinander folgenden Tagen auf über 100, werden umgehend die Öffnungsschritte zurückgenommen. Das wäre wieder das Aus aller Lockerungen und Einzelhandel, Museen & Co. müssten wieder zu machen.

Daher gilt es unbedingt, dass sich alle weiterhin konsequent an die inzwischen altbekannten Hygiene- und Abstandsregeln halten – ansonsten hätten die wiedergewonnenen Freiheiten und das Shopping-Vergnügen wieder ein schlagartiges Ende. (pek)

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