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Corona im Rhein-Neckar-Kreis: Lage spitzt sich zu – Diese Gemeinden trifft‘s am schlimmsten

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Von: Peter Kiefer

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Rhein-Neckar-Kreis – Es geht wieder aufwärts! Jedoch leider, was die Zahl der Neuinfektionen und die Inzidenz-Werte angeht. Welche Gemeinden die aktuellen Hotspots sind:

Der relativ unbeschwerte Sommer mit vielen Freiheiten ist endgültig vorbei! Die befürchtete 4. Corona-Welle schwappt mit aller Macht über Deutschland – mit aktuell einem traurigen Negativ-Rekord von 37.120 Neuinfizierten. So haben sich im Rhein-Neckar-Kreis gegenüber dem Vortag 209 Menschen neu mit dem heimtückischen wie hartnäckigen Coronavirus angesteckt, wie das renommierte Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin am Freitagfrüh (5. November) meldet. Die Gesamtzahl der Infizierten klettert somit auf 28.469 seit Beginn der Pandemie – bei einer 7-Tage-Fallzahl von 708. Zumindest die Zahl der Todesfälle bleibt glücklicherweise unverändert, so dass laut RKI insgesamt 467 Personen an oder mit Covid-10 gestorben sind.

Besonders besorgniserregend: Die 7-Tage-Inzidenz ist um 16,2 Punkte auf 129,1 gestiegen – bei Ungeimpften beträgt sie sogar 187, bei Geimpften 68. Trotz dieses vergleichsweise hohen Wertes gehört der Rhein-Neckar-Kreis zu den Regionen in ganz Baden-Württemberg mit den niedrigsten Inzidenzen. Nur vier Landkreise sowie der Stadtkreis Heidelberg stehen noch ‚besser‘ da – wobei Heidelberg mit einer Inzidenz von 100,8 sogar den landesweiten Bestwert aufzuweisen hat. Zum Vergleich: Noch vor einem Monat, am 5. Oktober, hat die 7-Tage-Inzidenz mit 60,0 weniger als die Hälfte betragen.

GebietskörperschaftRhein-Neckar-Kreis
RegierungsbezirkKarlsruhe
Einwohnerzahl548.355 (Stand: 31. Dezember 2019)
Fläche1.061,7 km²
LandratStefan Dallinger (CDU)

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Corona im Rhein-Neckar-Kreis: Diese Gemeinden sind die Inzidenz-Hotspots

Die meisten Neuinfektionen verzeichnen die Gemeinden Weinheim (19), Sinsheim (18), Schwetzingen (12), Wiesloch (11), Hockenheim, Leimen und Walldorf (je 9), Ilvesheim (7), Brühl und Oftersheim (je 6) sowie Eberbach, Edingen-Neckarhausen und St. Leon-Rot (je 5). Mit Heddesbach, Lobbach, Neckarbischofsheim, Neidenstein, Reichartshausen, Spechbach bleiben nur sechs der 54 Kommunen im gesamten Rhein-Neckar-Kreis von Neuinfektionen verschont.

Generell wird empfohlen: Alle Geimpften, deren letzte Impfung mehr als sechs Monate zurückliegt, können sich ihre „Booster-Impfung“ abholen. Aktuell wird diese immungeschwächten und über 70 Jahre alten Menschen empfohlen. Für die Impfungen sind jetzt niedergelassene Ärzte zuständig. Der Rhein-Neckar-Kreis bietet aber immer freitags im Landratsamt auch Impftermine an. 

Auf Landesebene ist am Mittwoch (3. November) die Warnstufe für Baden-Württemberg ausgerufen worden, die Einschränkungen vor allem für alle Ungeimpften zur Folge hat. Ausschlaggebend hierfür ist die hohe Auslastung an Corona-Patienten auf den Intensivstationen im Ländle. (pek)

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