Freiwillige Feuerwehr zieht Bilanz

4.500 Kräfte – 5.000 Einsätze! Was Feuerwehrmänner täglich leisten

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Immer wieder muss die Feuerwehr zu gefährlichen Einsätzen ausrücken. Wie hier auf dem Foto: Ein Lkw-Brand auf der A5. (Archivfoto)

Rhein-Neckar-Kreis - Die Feuerwehr zieht Bilanz für das Jahr 2017. Wie viele Brände löscht die Feuerwehr? Wie viele Leben rettet sie?

Sie riskieren ihr Leben für andere Menschen, stellen sich Bränden und retten Verletzte. Gemeint sind die Mitglieder der Feuerwehren im Rhein-Neckar-Kreis – egal ob hauptamtlich oder freiwillig. Die Jahresbilanz von 2017, die am Dienstag (19. Juni) vom Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis veröffentlicht wird, zeigt klare Fakten über den Alltag der Lebensretter.

Insgesamt gibt es in der Region bis zum Ende des Jahres 4.489 Männer und Frauen, die in der Freiwilligen Feuerwehr tätig sind. Die Mitglieder sind dabei auf 54 Städte und Gemeinden aufgeteilt. 

Für drei Menschen kommt jede Hilfe zu spät

Über das Jahr verteilt rücken sie zu 1.097 Bränden und Explosionen aus, darunter auch 37 Großbrände. In 2.598 Fällen leisten sie technische Hilfe und 123 Mal werden Tiere oder Insekten gerettet. 

Katastrophen-Übung mit 500 Rettern in Mosbach

118 Menschen müssen davor beschützt werden, dass sie nicht dem Feuer zum Opfer fallen. Dabei gibt es aber auch drei Tote zu beklagen! Die Feuerwehrleute rücken zu insgesamt 964 Fehlalarmen aus - davon 25 beabsichtigt! Dies sind aber nur noch halb so viele wie im Jahr zuvor.

>>> Wenn die Katastrophe eintritt: 500 Helfer üben für den Ernstfall!

Weniger Aktive, mehr Jugendfeuerwehr

Die Zahl der aktiven Feuerwehrleute ist seit dem letzten Jahr um 432 Personen gesunken. Positiv ist aber die Tatsache, dass sich immer mehr Kinder und Jugendliche für die Arbeit der Feuerwehr interessieren. Im letzten Jahr wird sogar zum ersten Mal die magische Grenze von 2.000 Mitgliedern überschritten.

Dass hier erstmals die ,Schallmauer‘ von 2.000 durchbrochen wurde, ist ein Beweis und die Bestätigung für die gute Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren im Rhein-Neckar-Kreis“, lobt Kreisbrandmeister Udo Dentz

>>> Bald findet der Landesfeuerwehrtag in Heidelberg statt!

Ebenfalls wichtig sind die acht Werksfeuerwehren, die aus 276 aktiven Feuerbekämpfern bestehen. 57 Brände und 214 technische Hilfsleistung meistern sie im letzten Jahr.

Kreisbrandmeister Dentz ist es besonders wichtig, die hervorragende Zusammenarbeit zwischen den Nachbarkreisen zu loben. Er hebt dabei besonders Mannheim und Heidelberg hervor: „Alle gemeinsam leisten so einen sehr wesentlichen Beitrag zum Gesamtergebnis in der Metropolregion“, sagt er dazu.

Bürger können stolz auf Feuerwehr sein

Auch die technische Ausrüstung und der Ausbildungsstand der Mitglieder werden positiv erwähnt. Trotzdem soll weiter an dem Hilfeleistungssystem gearbeitet werden, das bisher sehr gut funktioniere: „Gerade für die immer häufiger auftretenden Unwettereinsätze oder auch für Szenarien wie beispielsweise ein länger andauernder Stromausfall wollen wir Pläne und Einsatzkonzepte entwickeln, um diesen Ereignissen entgegenwirken zu können“, meint der Kreisbrandmeister. 

Wen es ernst wird: 500 Helfer üben Katastrophenalarm

Landrat Stefan Dallinger findet, dass die Bürger stolz auf auf ihre Feuerwehrleute sein können: „Sich freiwillig in den Dienst seiner Mitbürgerinnen und Mitbürger zu stellen, um deren Leben zu retten und Eigentum zu schützen, ist wahrlich keine Selbstverständlichkeit und verdient höchste Anerkennung.

pm/dh

Quelle: Mannheim24

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