Ekel-Kühler und widerliche Dosenöffner

Lebensmittelkontrollen in der Region: 28 Betriebe müssen schließen!

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Referatsleiter und Lebensmittelkontrolleur Rudi Wolf misst in einer Küche die Temperatur eines korrekt gelagerten Salats.

Rhein-Neckar-Kreis - Verdreckte Dosenöffner, ekelige Wasserkühler – über 600 Verstöße stellen Veterinäramt und Verbraucherschutz bei Kontrollen von Lebensmittelunternehmen in 2017 fest!

Jedes Jahr sorgen Veterinäramt und Verbraucherschutz dafür, dass die lebensmittel-rechtlichen Vorschriften im Rhein-Neckar-Kreis eingehalten werden. Dafür führen Amtstierärzte und Lebensmittelkontrolleure regelmäßige Kontrollen durch und nehmen Proben. „Wir treffen die notwendigen Anordnungen und Maßnahmen, um Verstöße zu beseitigen, ihnen vorzubeugen und Verbraucher vor Gesundheitsgefahren zu schützen“, erklärte der zuständige Ordnungsdezernent des Rhein-Neckar-Kreises, Christoph Schauder. 

Überprüft werden im Landkreis alle Lebensmittelunternehmen – von Metzgerei oder Bäckerei bis Großküche und Einzelhandel. Auch internationale Lebensmittelkonzerne und Kindergärten stehen zum Beispiel auf der Liste der Kontrolleure. Überwacht werden außerdem Betriebe, die kosmetische Mittel, Bedarfsgegenstände (Spielzeug, Geschirr) oder Tabak in den Verkehr bringen. 

„Die Häufigkeit, mit der ein Betrieb kontrolliert wird, richtet sich nach dem Ergebnis einer Risikobewertung“, erklärt Amtsleiter Dr. Lutz Michael. Ein Betrieb, der Hackfleisch herstellt, ist zum Beispiel ein höheres Risiko als einer, der verpackte Waren lagert. 

Dieser verschmutzte Großdosenöffner muss beanstandet werden. 

Die Bilanz der Kontrollen

2017 führen Tierärzte und Lebensmittelkontrolleure insgesamt 3.422 Kontrollbesuche in 2.273 Betrieben im Rhein-Neckar-Kreis durch. Dabei werden 646 Verstöße festgestellt. In 313 Fällen ist der Erlass einer Ordnungsverfügung erforderlich, in 87 Fällen eine Ordnungswidrigkeiten-Anzeige und in 16 Fällen sogar eine Strafanzeige. 76 Betriebsmitarbeiter werden verwarnt. 

28 Betriebe in der Region müssen vorübergehend geschlossen werden. Laut Referatsleiter Rudi Wolf sei dies meist bei erheblichen Mängeln in der Basishygiene der Fall, die aber durch gründliche Reinigung beseitigt werden können. Die Betriebe können nach einer Abnahme durch einen zuständigen Lebensmittelkontrolleur meistens wieder geöffnet werden – werden dann aber eine Zeit lang häufiger kontrolliert.

Diesen völlig verdreckte Wasserkühler wird bei einer der Kontrollen entdeckt.

16 Mal wird die Abgabe der von Lebensmittel verboten oder eingeschränkt. 14 Mal ordnen die Kontrolleure sogar eine Vernichtung der kontrollierten Lebensmittel an. In 25 Fällen verzichten die Lebensmittelunternehmen freiwillig auf den weiteren Verkauf und ziehen ihre Ware aus dem Verkehr.

pm/kab

Quelle: Mannheim24

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