Impfungen für Ü70

Rhein-Neckar-Kreis: Gemeinsam gegen Corona – Diese vier Gemeinden richten Impfzentrum ein

Die Bürgermeister von Wiesenbach, Lobbach, Bammental und Neckargemünd im lokalen Impfzentrum in der Biddersbachhalle.
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Lokales Impfzentrum in der Biddersbachhalle in Wiesenbach.

Wiesenbach - In der Biddersbachhalle richten vier Gemeinden ein mobiles Impfzentrum ein. Dort werden bis kommende Woche über 70-Jährige geimpft. Alle Infos:

Am Freitag (16. April) beginnt in der Biddersbachhalle in Wiesenbach die Impfkampagne im lokalen Impfzentrum von vier Nachbargemeinden im Rhein-Neckar-Kreis. Die Stadt Neckargemünd (13.344 Einwohner) hat die Einrichtung gemeinsam mit den Gemeinden Wiesenbach (3.096 Ew.), Bammental (6.565 Ew.) und Lobbach (2.432 Ew.) organisiert. Insgesamt hat der Kreis den vier Kommunen 700 Impfdosen des mRNA-Impfstoffs von Moderna zur Verfügung gestellt. Am Freitag werden zunächst Bammentaler Bürger eine Schutzimpfung gegen das Coronavirus erhalten, an den folgenden Tagen bekommen Über-70-Jährige aus Wiesenbach (17. April), Neckargemünd (18. und 20 April) sowie Lobbach (19. April) den „Pieks“.

Die Registrierung im Foyer der Biddersbachhalle übernehmen Freiwillige aus der jeweiligen Verwaltung. In den beiden Impfstraßen arbeiten zwei mobile Impfteams des Rhein-Neckar-Kreis mit jeweils fünf Personen. Geöffnet ist das lokale Impfzentrum täglich von 10:30 Uhr bis 16:30 Uhr. „Was wir da gemeinsam und in kürzester Zeit auf die Beine gestellt haben, bringt uns ein Riesenstück weiter in der Impfkampagne“, sagt Wiesenbachs Bürgermeister und „Hausherr“ Eric Grabenbauer. Bammentals Rathauschef Holger Karl freut sich darüber, dass „unsere älteren Mitbürger, die vom Coronavirus am stärksten bedroht sind, mit der heutigen Impfaktion zum Großteil geschützt sind.

Rhein-Neckar-Kreis: Lokales Impfzentrum in Wiesenbach

Noch vor Ostern hatten die Gemeinden ihre Bürger im Alter von 70 Jahren angeschrieben, um mögliches Interesse der Berechtigten an einer Impfung auszuloten. „Die Resonanz war überwältigend“, resümiert Neckargemünds Bürgermeister Frank Volk im Gespräch mit HEIDELBERG24. Allein in Neckargemünd waren 2.521 Bürger impfberechtigt (70 oder älter) und wurden angeschrieben. 1.623 antworteten auf das Schreiben der Stadt. 813 Personen waren schon geimpft, 284 hatten in den Impfzentren in der Region (Heidelberg-PHV, Heidelberg-Pfaffengrund, Sinsheim, Weinheim, Mannheim) oder beim Hausarzt schon einen Termin vereinbart. Knapp 500 Rückmelder bekundeten derweil Interesse an einer Impfung „vor Ort“ ‒ fast doppelt so viele wie Impfdosen zur Verfügung stehen. Zwar sei der „Verwaltungsaufwand enorm“, dafür habe man in den Gemeinden jetzt ein relativ genaues „Impfbild“: Am Dienstag (20. April) werden 80 Prozent „seiner“ Einwohner über 70 Jahren einer Erstimpfung erhalten haben, berichtet Bürgermeister Volk.

Die Bürgermeister von Bammental, Wiesenbach, Lobbach und Neckargemünd im lokalen Impfzentrum in der Biddersbachhalle.

Zwei Gemeinden konnten allen Bürgern über 70 Jahre ein Impfangebot machen, ergänzt Wiesenbachs Bürgermeister Grabenbauer. Da die kleineren Gemeinden ihr Kontingent von 140 zugesagten Impfdosen nicht komplett aufbrauchen, kann Neckargemünd auf 310 Impfungen aufstocken. Ursprünglich sollte die Stadt 280 Impfdosen erhalten. Beim Abarbeiten der Impfzusagen und Wartelisten habe sich aber herausgestellt, dass einige Bürger inzwischen einen anderen Impftermin bekommen haben. „Man spürt schon, dass jetzt auch die Hausärzte impfen“, meint Frank Volk. Auf der Neckargemünder Nachrückerliste stehen aktuell rund 120 Personen. „Unser Ziel ist es, dass keine Impfdosis verloren geht“, bekräftigt Volk. Die Zweitimpfungen stehen vom 21. bis 25. Mai an.

Impfen in der Biddersbachhalle: Angebot an Hausärzte

Einen weiteren Impftermin im mobilen Impfzentrum für jüngeren Bürger halten die Bürgermeister nicht für notwendig ‒ sie seien technisch versiert genug, sich selbst um einen Termin zu kümmern. Zudem gebe es in den Impfzentren aktuell reihenweise Impftermine. Die Impf-Infrastruktur in der Wiesenbacher Biddersbachhalle will man nach den Zweitimpfungen noch nicht abbauen, verraten Volk und Grabenbauer. Beide hatten den Hausärzten in den Gemeinden angeboten, das Impfzentrum für Impftermine zu nutzen. Die Resonanz war bislang aber (noch) gering. (rmx)

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