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Rhein-Neckar-Kreis: An Corona erkrankt? Infizierte werden nicht mehr kontaktiert

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Von: Peter Kiefer

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Eine Mitarbeiterin in Schutzkleidung in einem Corona-Testzentrum (Symbolbild).
Eine Mitarbeiterin in Schutzkleidung in einem Corona-Testzentrum (Symbolbild). © dpa/Martin Schutt

Rhein-Neckar-Kreis – Das Gesundheitsamt ändert sein Fall- und Kontaktpersonenmanagement: Positiv auf das Coronavirus getestete Personen werden nicht mehr routinemäßig kontaktiert.

Mit 242 neuen Corona-Fällen ist dem Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises, das auch für die Stadt Heidelberg zuständig ist, am Donnerstag (4. November), ein trauriger Höchststand in diesem Jahr übermittelt worden. Die landes- und bundesweit in den letzten Tagen stark ansteigenden Fallzahlen führen nun zu einer Änderung beim Fall- und Kontaktpersonenmanagement in den baden-württembergischen Gesundheitsämtern, wie das zuständige Sozialministerium des Landes am Freitag mitgeteilt hat.

Die Gesundheitsämter in Baden-Württemberg sollen sich künftig noch stärker auf größere Ausbruchsgeschehen und den Schutz vulnerabler Gruppen, beispielsweise in Alten- und Pflegeheimen, konzentrieren. Dies bedeutet, dass auch im Rhein-Neckar-Kreis und in der Stadt Heidelberg eine Kontaktaufnahme des Gesundheitsamts des Rhein-Neckar-Kreises mit positiv auf das Coronavirus getesteten Personen und engen Kontaktpersonen ab sofort nicht mehr zwingend in jedem Fall erfolgt. Nichtsdestotrotz gilt für diese Personen die entsprechende Absonderungspflicht, die auch weiterhin von den Behörden kontrolliert wird.

GebietskörperschaftRhein-Neckar-Kreis
RegierungsbezirkKarlsruhe
Einwohnerzahl548.355 (Stand: 31. Dezember 2019)
Fläche1.061,7 km²
LandratStefan Dallinger (CDU)

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Rhein-Neckar-Kreis:

„Wir mussten zwar noch keine Überlastungsanzeige stellen, aber die Arbeit hat natürlich auch in unserem Gesundheitsamt in den vergangenen Wochen und Tagen stark zugenommen. Wir haben bereits signalisiert, dass auch bei uns die vollständige Ermittlung gefährdet sein könnte“, sagt Landrat Stefan Dallinger (CDU), der an die Eigenverantwortung der Bürger*innen appelliert. „Wer Corona-typische Symptome verspürt - egal ob ungeimpft oder bereits immunisiert - sollte sich auf jeden Fall testen lassen. Bei einem positiven Ergebnis muss man sich auch ohne Aufforderung oder Bescheid des Gesundheitsamts zwingend in häusliche Absonderung begeben.“

„Oberstes Ziel ist es, Ausbruchsgeschehen einzudämmen und den Schutz vulnerabler Personengruppen sicherzustellen“, sagte der Amtschef des Sozialministeriums, Prof. Dr. Uwe Lahl, am Freitag (5. November) in Stuttgart. „Die Ermittlung von Fällen und Kontaktpersonen muss daher dort gewährleistet werden, wo Personen besonders gefährdet sind, wie beispielsweise in Altenheimen und Pflegeeinrichtungen.“

Rhein-Neckar-Kreis: Gesundheitsamt ändert Fall- und Kontaktpersonenmanagement

Es gelten folgende Empfehlungen und rechtlichen Regelungen:

(PM/pek)        

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