Warnung der Polizei

„Sextortion“: Neue Erpressungsmasche breitet sich in Region aus!

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Die Täter erpressen ihre Opfer mit angeblichen Webcam-Videos (Symbolfoto)

Rhein-Neckar-Kreis - Seit April 2018 breitet sich eine neue Erpressungsmasche mit dem Namen „Sextortion“ in der Region aus! Was es damit auf sich hat: 

Der Begriff „Sextortion“ setzt sich aus den Worten Sex und dem englischen Extortion (Erpressung) zusammen.

Wie das Polizeipräsidium Mannheim mitteilt, kommt es zunehmend zum Versand von E-Mails, in denen die Erpressermasche angewendet wird. 

Die fiese Erpressungsmasche 

Die Entstehungsgeschichten, die zur Erpressung führen, seien immer sehr unterschiedlich. Doch alle Erpressungen dieser Art hätten laut Polizei denselben Charakter: Die bislang unbekannten Täter verschicken Mails und teilen den Empfängern mit, deren Computer gehackt und einen Trojaner installiert zu haben.

Dann behaupten die Absender, den Empfänger beim Besuch von Webseiten mit pornografischen Inhalten und sexuellen Handlungen gefilmt zu haben. Sie drohen damit, die Videos zu veröffentlichen, wenn der Adressat keinen Geldbetrag auf eine angegebene Bitcoin-Adresse  überweist. 

Dem Polizeipräsidium liegen allerdings keine Hinweise vor, dass die Computer der Empfänger tatsächlich gehackt wurden. DieErpresser-Mails gehen teilweise auch an Empfänger, deren Computer noch nicht einmal über eine eingebaute Kamera verfügt. 

Schon 115 „Sextortion“-Fälle in Region 

Das Phänomen „Sextortion“ ist bereits deutschlandweit bekannt und breitet sich auch in unserer Region aus. In Mannheim, Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Kreis werden nach Angaben der Polizei seit Anfang April 2018 115 Fälle angezeigt. Keines der Opfer ließ sich dabei auf die Erpressungen ein. 

Die Polizei geht allerdings davon aus, dass bei der Opfer-Zahl insgesamt eine hohe Dunkelziffer existiert. Die Beamten schätzen die tatsächliche Anzahl an „Sextortion“-Versuchen im fünfstelligen Bereich! 

Dabei seien sowohl Männer als auch Frauen betroffen, die meisten Opfer seien aber männlich. Nach bisherigen Erkenntnissen sind die Täter bandenmäßig organisiert und agieren vom Ausland aus, insbesondere in Osteuropa. 

So schützt Du dich vor „Sextortion“

Das rät die Polizei allen Empfängern solcher oder ähnlicher erpresserischer E-Mails: 

  • nicht auf solche Mails antworten 
  • kein Geld an die Absender überweisen
  • sofort Anzeige erstatten (bei jeder Polizeidienststelle möglich)
  • den Virenschutz immer auf dem aktuellsten Stand halten

pol/kab

Quelle: Mannheim24

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