Nicht reinlassen! 

Vorsicht! Falsche Jugendamt-Mitarbeiter treiben ihr Unwesen

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Unbekannte geben sich als Jugendamt-Mitarbeiter aus und verschaffen sich dadurch Eintritt in die Häuser.

Rhein-Neckar-Kreis – Die Polizei warnt vor falschen Jugendamt-Mitarbeitern, die sich Eintritt in Häuser verschaffen wollen. Tipps und Hinweise:

Es klingelt – und plötzlich steht ein Jugendamt-Mitarbeiter vor der Tür. Da hinterfragt erstmal keiner die Identität des Gegenübers, sondern man macht sich in erster Linie Gedanken, was man als Elternteil falsch gemacht haben könnte. 

Bereits am 10. Juli, gegen 14:30 Uhr, klingelt eine bislang unbekannte „Frau Mayer“ in der Wiesenstraße in Mühlhausen-Rettigheim und gibt gegenüber der jungen Wohnungsinhaberin an, deren Wohnung überprüfen zu müssen. 

Es läge eine Anzeige wegen Verdacht der Kindeswohlgefährdung vor. Nachdem sie feststellt, dass alles in Ordnung sei, verlässt die unbekannte Frau die Wohnung wieder. 

Bei anschließender Rückfrage beim Jugendamt stellt sich heraus, dass es sich bei der Unbekannten nicht um eine Mitarbeiterin des Jugendamts des Rhein-Neckar-Kreises handelt.

„Frau Mayer“ wird wie folgt beschrieben:

• etwa 40 bis 45 Jahre

• circa 1,75 Meter groß

• sehr schlank

• dunkle, kurze, glatte Haare

• spricht akzentfreies Hochdeutsch

• trägt zum Tatzeitpunkt einen grauen Blazer und eine dunkle Stoffhose

Bei zwei weiteren Fällen, die beide in den letzten Wochen stattfinden, sollen in Schönau und in Nußloch ebenfalls „falsche Mitarbeiter“ des Jugendamts des Rhein-Neckar-Kreises aufgetreten sein. 

In Schönau haben sich zwei Männer Zutritt zu einer Wohnung verschafft, nachdem sie einen gefälschten Dienstausweis vorgezeigt haben. Zu dem Fall in Nußloch liegen noch keine detaillierte Informationen vor.

Gestohlen wurde in allen Fällen nichts! Die Motivlage der „falschen Jugendamtmitarbeiter“ ist derzeit noch unklar. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass sie die Wohnungen, die dort lebenden Personen und deren persönlichen Verhältnisse gezielt ausspionieren wollen.

Nach der momentanen Einschätzung ist zu erwarten, dass weitere „falsche Jugendamtsmitarbeiter“ in Gemeinden der gesamten Region auftreten können.

Tipps der Polizei, um sich zu schützten:

  • Keine Fremden in die Wohnung lassen!
  • Am besten zunächst die Sprechanlage oder den Türspion nutzen. Falls nicht vorhanden, die Wohnungstür nur einen Spalt öffnen und eine Türsperre vorlegen!
  • Immer den Dienstausweis aushändigen lassen und ihn nach Druck, Foto und Stempel überprüfen!
  • Immer sofort eine Person seines Vertrauens - Nachbarn oder Angehörige - einschalten! Zu zweit lassen sich unangenehme Situationen besser meistern.
  • Nie familiäre oder finanzielle Verhältnisse sowie persönliche Daten preisgeben!

fis

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