Wenn die Traumwohnung zum Alptraum wird

Airbnb-Fake: So dreist werden Wohnungssuchende in der Metropolregion abgezockt!

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Immer wieder fallen Wohnungssuchende auf die dreiste Airbnb-Masche herein.

Rhein-Neckar-Region - Wenn der Mietpreis einer Wohnung zu schön ist, um wahr zu sein, dann ist er meist genau das: nicht wahr! Immer wieder fallen Mieter auf dreiste Betrüger herein – mit dieser Masche:

Der Immobilienmarkt in der Region ist hart umkämpft. Bezahlbare Mietwohnungen sind schwer zu finden! Wenn dann eine inseriert ist, melden sich oft tausende Bewerber auf eine Anzeige.

Doch unter den zahlreichen ehrlichen – aber oft überteuerten – Wohnungsinseraten befinden sich auch Betrüger, die mit angeblich günstigen Mieten locken und ihre Opfer schamlos ausnehmen. Wir haben eine Recherche gestartet und wollten wissen, wie viele dubiose Antworten wir auf Inserate erhalten.

Insgesamt kontaktieren wir 60 potenzielle Vermieter auf verschiedenen Internet-Portalen. Die Wohnungen befinden sich in Mannheim, Ludwigshafen und Umgebung. Keine 24 Stunden später kommt die erste dubiose Antwort.

Eine Isabella Gencarelli schreibt in einem ausführlichen Text, dass sie derzeit in Mailand wohne und entzückende Kinder habe. Das Objekt in Heidelberg am Bismarckplatz benutze sie kaum noch und möchte sie deshalb untervermieten – über die Plattform ‚Airbnb‘. Sie möchte für eine Wohnung in der Hauptstraße gerade einmal 520 Euro Kaltmiete – und das bei 66 Quadratmetern! Ein Traumpreis für die Altstadt.

Mietbetrüger täuschen Wohnungssuchende auf dreiste Art und Weise.

Auf die Frage, wie wir die Wohnung besichtigen können, antwortet sie: „Bevor sie das Apartment sehen können, müssen sie zunächst eine Anzahlung in Höhe von 1.520 Euro an Airbnb bezahlen. Sobald das Geld drauf ist, wird sich ein Airbnb-Agent bei Ihnen melden, um einen Besichtigungstermin zu vereinbaren.“ Weiterhin beteuert sie, dass das Geld sicher sei, da Airbnb es erst an die Vermieterin auszahlt, wenn der Vertrag unterschieben ist. Andernfalls werde das Geld innerhalb von 12 Stunden wieder auf unserem Konto sein.

Mietbetrüger täuschen Wohnungssuchende auf dreiste Art und Weise.

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Link reicht aus, um Opfer zu täuschen

Wir willigen ein und sie schickt uns einen Link zu der angeblichen Airbnb-Anzeige. Die Web-Seite ist täuschend echt nachgebaut. Bewertungen von angeblichen Vormietern sollen das Vertrauen der Opfer stärken. Erst wenn wir versuchen, auf der Seite das Airbnb-Logo anzuklicken, merken wir, dass die Seite ein Fake ist. Während man auf dem echten Portal auf die Homepage zurückkehrt, passiert hier gar nichts! Bereits am nächsten Tag funktionert der Link nicht mehr. 

Mietbetrüger täuschen Wohnungssuchende auf dreiste Art und Weise.

Die zweite dubiose Antwort, die wir auf unsere Anfrage erhalten, ist auf Englisch. Auch diese ‚Vermieterin‘ gibt an, sich im Ausland zu befinden und ihre Wohnung über Airbnb vermieten zu wollen. Erschreckend ist, wie echt die Inserate auf der Fake-Airbnb-Seite aussehen!

Tipps der Polizei bei dubiosen Anzeigen

Der Polizei ist die fiese Masche bekannt. Bereits 2017 warnen die Beamten vor internationalem Geldtransfer im Zusammenhang mit der Mietwohnung – beispielsweise für die Kaution.

Wenn Dir die Wohnungsanzeige seltsam vorkommt, dann solltest Du diese Tipps beherzigen:

  • Miete keine ungesehene Wohnung an
  • Sei misstrauisch bei unrealistisch niedrigen Mietpreisen
  • Melde dubiose Angebote dem Portalbetreiber
  • Bist Du auf solch ein Angebot hereingefallen, melde dies umgehend der Polizei

Beruhigend: Bei insgesamt 60 Anfragen erhalten wir ‚lediglich‘ zwei Antworten von schwarzen Schafen. Auch wenn 

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jab

Quelle: Mannheim24

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