Rhein-Neckar-Region schwitzt

Gewinner der Hitzewelle 2018: Freibäder knacken Rekorde!

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Auch im Freibad in Brühl kann man sich wunderbar abkühlen. (Archivbild) 

Rhein-Neckar-Region - 36 Grad und es wird noch heißer! Während die einen schwitzen, profitieren die anderen: die Freibäder. Sie können sich vor Besuchern kaum retten!

Am Dienstag (7. August) könnten wir zum ersten Mal in diesem Jahr in Deutschland die 40-Grad-Marke knacken! Für die einen ist es ein Fluch, für die anderen jedoch ein Segen. Denn während die Metropolitaner schwitzen und sich nach Abkühlung sehnen, knacken Freibäder einen Besucherrekord nach dem anderen!

Kein Wunder, denn die Durchschnittstemperatur im Juli 2018 liegt in der Rhein-Neckar-Region bei 23 Grad und insgesamt 323 Sonnenstunden! 2017 lag die Temperatur im Schnitt bei 20 Grad und insgesamt ‚nur‘ 209 Stunden Sonnenschein.

Heidelberg

Das Thermalbad hat bereits am Montag den 150.000. Besucher begrüßt! Zum Vergleich: 2017 war dies erst Anfang Oktober soweit. Auch das Tiergartenbad kann sich nicht beklagen. Am Samstag knacken sie die 100.000-Besuchermarke – rund einen Monat früher als im Vorjahr!

Das Tiergartenbad knackt bereits Anfang August die 100.000-Besucher-Marke. (Archivfoto)

>>> Diese Plätze belegen unsere Freibäder im großen Deutschland-Ranking!

Mannheim

Auch in der Quadratestadt sind die Freibäder die Gewinner der Hitzewelle. Vor allem das Carl-Benz-Bad profitiert davon: Wie ein Sprecher der Stadt Mannheim auf Anfrage erklärt, haben sich die Besucherzahlen im Juli im Vergleich zum Vorjahr auf insgesamt 35.000 verdoppelt

Das Herzogenriedbad verzeichnet ebenfalls gute Besucherzahlen – rund 20.000 mehr als im Vorjahr (112.000)! Und das obwohl das Bad zwei Wochen später eröffnet hat und das Kinderbecken und der Nichtschwimmer-Bereich eine Weile geschlossen waren.

Das Herzogenriedbad in Mannheim hat bereits 112.000 Besucher in dieser Saison begrüßt. (Archivfoto)

Insgesamt haben rund 240.000 Menschen in Mannheim die Abkühlung im Freibad zwischen Mai und Juli gesucht. 2017 waren es knapp 185.000.

Ludwigshafen

Das Freibad im Willersinnweiher hat ebenfalls einen Besucherrekord zu verzeichnen: Seit dem Saisonstart am 10. Mai zählt das Bad rund 115.000 Besucher (Stand: 5. August). Im Vergleich zum letzten Jahr sind es bereits jetzt mehr Badegäste als in der gesamten Saison 2017. 

Das Freibad Willersinnweiher. (Archivfoto)

Die schönsten Badeseen der Region 

Dir sind überfüllte Freibäder zu stressig? Badeseen findest Du eigentlich viel schöner und entspannter? Die Metropolregion hat an Naturschwimmbädern einiges zu bieten – man muss nur wissen, wo.

Deswegen haben wir Dir eine Übersicht mit allen Infos rund um die schönsten Badeseen der Region zusammengestellt. Da das Gesundheitsamt 2018 zudem die Top-Wasserqualität der Badeseen bescheinigt hat, steht dem Sprung ins kühle Nass nichts mehr im Weg! 

So gefährlich ist das Schwimmen im Rhein

Doch so schön die Abkühlung auch ist, sollte man doch darauf achten, wo man ins Kühle Nass taucht. Immer wieder warnen Wasserschutzpolizei und DLRG davor, in den umliegenden Flüssen zu schwimmen. Besonders im Rhein mit seinen gefährlichen Strömungen ist Baden mehr als riskant. Der Sog wirkt so stark, dass er einen Menschen bis auf den Grund ziehen kann. Warum das so ist und wie Du Dich im Notfall richtig verhältst, erfährst Du hier. 

Wie gefährlich die Flussströmung sein kann, sieht man an zwei tragischen Vorfällen am Wochenende:

Am Freitag geratenzwei Mädchen im Rhein bei Worms in einen Strudel und gehen unter. Die Rettungskräfte suchen mit einem Großaufgebot nach den Kindern. Am Samstag finden Bootsfahrer die Leiche der Neunjährigen. Wenige Stunden später die traurige Gewissheit: Auch das zweite vermisste Mädchen ist tot. Ein Angler findet die Leiche nahe des Ufers.

Ebenfalls am Freitag wird ein Junge leblos im Binsfeldsee gefunden. Ein Rettungstaucher birgt ihn aus dem Wasser. Auch für ihn kommt jede Hilfe zu spät.

Am Samstagnachmittag ereignet sich ein tödlicher Badeunfall im Rhein bei Elchesheim-Illingen. Eine achtköpfige Gruppe findet ihren Freund leblos auf dem Grund des Flusses treibend. Reanimationsversuche bleiben erfolglos.

jab

Quelle: Mannheim24

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