Polizei sucht Zeugen

Über 100 Gräber verschandelt!

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Eine Demütigung für die Angehörigen: Grabschänder treiben im Kreis Ludwigshafen ihr Unwesen.

Rhein-Pfalz-Kreis/ Ludwigshafen – Mit zum Teil brachialer Gewalt haben rücksichtslose Grabschänder in den vergangenen Wochen auf Friedhöfen ihr Unwesen getrieben.

Seit dem 11. März sind immer wieder anstandslose Räuber vor allem auf Friedhöfen im mittleren und südlichen Kreisgebiet von Ludwigshafen unterwegs.

Im Schutz der Dunkelheit klauen sie alles, was nicht niet- und nagelfest ist: Verzierungen, Grabkreuze, Statuen und andere Metallgegenstände. Betroffen sind über 100 Grabstätten! Der Wert der Gegenstände müsste nach ersten Schätzungen mehrere hunderttausend Euro betragen!

Eine Demütigung für die Angehörigen: Grabschänder treiben im Kreis Ludwigshafen ihr Unwesen.

Strafrechtlich sind das besonders schwere Fälle des Diebstahls. Hinzu kommt ein weiterer Tatbestand, die Störung der Totenruhe. Bei einer Veurteilung müssen die Täter mit einem Freiheitsentzug von bis zu 10 Jahren rechnen. Auch der Versuch Gegenstände von Gräbern zu entfernen, wird als vollendete Sachbeschädigung ebenfalls geahndet.

Was die Grabschänder mit der Beute machen, ist noch nicht bekannt und Gegenstand der Ermittlungen.

Bislang sind Tatserien in den Gemeinden Rödersheim-Gronau, Neuhofen, Limburgerhof, Maxdorf, Otterstadt, Dudenhofen, Harthausen und Römerberg-Heiligenstein, sowie einmal im Stadtteil Ludwigshafen-Maudach bekannt geworden. Den Waldfriedhof der Stadt Schifferstadt suchten die Täter gleich in zwei Nächten heim.

Die Polizeiinspektion Schifferstadt führt in dieser Sache derzeit intensive Ermittlungen und Einsatzmaßnahmen durch. So werden die Friedhöfe im Rahmen der Streife mit besonderer Aufmerksamkeit beobachtet. Mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei Enkenbach werden in diesen Tagen beschädigte Grabstellen auf betroffenen Friedhöfen genauer untersucht. Beamte wurden sogar von ihren Alltagsaufgaben entbunden und mit den Ermittlungen beauftragt.

Geschädigte werden gebeten, sich bei ihrer örtlichen Polizeidienststelle zu melden und Strafanzeige zu erstatten.

sag

Quelle: Mannheim24

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